LohnlĂŒcke, Frauen

LohnlĂŒcke zwischen Frauen und MĂ€nnern - Expertin verrĂ€t, wie Frauen die Herren doch outperformen können

04.03.2024 - 13:15:00

Finningen - Trotz Fortschritten in den letzten Jahren verharrt der Unterschied hartnĂ€ckig: Frauen verdienen im Durchschnitt 18 Prozent weniger als ihre mĂ€nnlichen Kollegen. Diese LĂŒcke zeigt sich selbst bei vergleichbarer TĂ€tigkeit, Qualifikation und Erwerbsbiografie. Besonders auffĂ€llig wird dieser Unterschied ab dem 30. Lebensjahr, einer Zeit, in der viele Frauen aufgrund von Familienplanung ihre Karrieren unterbrechen. Es ist deshalb wichtig, dass Frauen diese Zahlen als Weckruf verstehen und aktiv gegensteuern, indem sie sich mit ihren Finanzen auseinandersetzen - denn fast jede Frau kann mehr verdienen. Nachfolgend wird beleuchtet, wie Frauen die MĂ€nner doch outperformen können.

Hintergrund: Das versteht man unter der LohnlĂŒcke

Die LohnlĂŒcke oder Gender Pay Gap ist eine Bezeichnung fĂŒr den Lohnunterschied pro Arbeitsstunde zwischen MĂ€nnern und Frauen. DafĂŒr gibt es mehrere Ursachen, beispielsweise arbeiten Frauen hĂ€ufig in Berufen, die schlechter bezahlt werden. Auch FĂŒhrungspositionen mit Spitzenverdiensten werden seltener von Frauen besetzt. Selbst bei einem vergleichbaren Bildungsweg, identischen TĂ€tigkeiten und demselben Arbeitgeber fĂ€llt der Verdienst manchmal unterschiedlich aus - zugunsten des Mannes. Hinzu kommen weitere Dimensionen wie strukturelle Unterschiede, etwa weniger Teilnahme am Erwerbsleben und hĂ€ufigere Teilzeitarbeit. Dies schmĂ€lert die finanziellen Möglichkeiten und verstĂ€rkt Verdienstungleichheit weiter.

Frauen zeigen geringeres Interesse an Finanzen

Trotz dieser teilweise offensichtlichen Ungerechtigkeit hĂ€lt sich die Gender Pay Gap hartnĂ€ckig. Daran haben die Frauen selbst hĂ€ufig eine Mitschuld, weil sich viele nicht mit ihren Finanzen auseinandersetzen wollen. Dieses Desinteresse ist allerdings gefĂ€hrlich. Zum einen droht die Altersarmut, wenn der sowieso schon geringere Verdienst auch zu einer deutlich geringeren Rente fĂŒhrt. Zum anderen gehen die Betroffenen damit auch eine freiwillige AbhĂ€ngigkeit von ihrem Ehepartner ein. Sollte dieser sich trennen oder versterben, stehen diese Frauen vor großen Herausforderungen. Dabei gibt es heute zahlreiche Möglichkeiten, um das Familienleben und die finanzielle UnabhĂ€ngigkeit zu vereinbaren. Frauen mĂŒssen sich also nicht zwischen diesen Optionen entscheiden, sondern können sowohl Hausfrau als auch Finanzprofi sein.

Unsicherheit ist hĂ€ufig der Grund fĂŒr die ZurĂŒckhaltung

Woran liegt es also, dass so viele Frauen mit ihren Finanzen nichts zu tun haben wollen? Vor allem an Unsicherheit. Nur zwölf Prozent aller deutschen Frauen investierten 2021 in Aktien - im Gegensatz zu 23 Prozent der MĂ€nner. Laut einer Umfrage der Bank N26 bezeichneten sich nur 48 Prozent der europĂ€ischen Investorinnen als sachkundig im Bereich der Geldanlage. Zum Vergleich: Bei den befragten MĂ€nnern lag der Anteil bei 59 Prozent. Spanien bildete in der Umfrage das Land mit der geringsten Zahl an finanzkundigen Frauen: Nur 30 Prozent gaben an, dass sie sich beim Investieren als kompetent einschĂ€tzen. Die ĂŒbrigen Frauen, die nicht an der Börse tĂ€tig waren, nannten mangelndes Wissen als Grund hierfĂŒr. Dabei bestĂ€tigen Experten immer wieder, dass Anlegerinnen durch ihre sensible, intuitive und organisierte Vorgehensweise großes Potenzial am Markt haben.

Frauen mĂŒssen hinsichtlich ihrer Finanzen aktiver werden

Um Altersarmut zu verhindern, sollten Frauen deshalb frĂŒhzeitig ihre Finanzen organisieren. ZunĂ€chst sollte die voraussichtliche RentenlĂŒcke ermittelt werden, die oft grĂ¶ĂŸer als erwartet ausfĂ€llt. Diese VersorgungslĂŒcke muss aus dem privaten Vermögen aufgebracht werden, um den gewohnten Lebensstandard im Alter aufrechterhalten zu können. DafĂŒr muss eine Strategie erarbeitet werden, um den aktuellen Lebensstandard zu halten. Bei der Vielfalt an Möglichkeiten ist es sinnvoll, in die Beratung durch einen Experten zu investieren.

Über Michaela Harlacher:

Frauen sind die besseren "Anleger" - doch sie trauen sich zu selten. So lautet das Motto von Michaela Harlacher, die Frauen auf dem Weg zu einem renditestarken Vermögensaufbau unterstĂŒtzt. Denn viel zu oft begeben sich Frauen diesbezĂŒglich in AbhĂ€ngigkeit - oder kĂŒmmern sich gar nicht um ihre finanzielle Zukunft, sei es aus Angst oder weil sie denken, es sei noch genĂŒgend Zeit. Dabei kann man nie frĂŒh genug damit anfangen, sich aktiv mit Finanzen zu beschĂ€ftigen. Michaela Harlacher ist Finanz-Mentorin und die GrĂŒnderin der "Moneyladies". Bei ihr lernen Frauen das nötige Wissen, bekommen aber ebenso eine individuelle Strategie an die Hand, die sich nicht nur an Zahlen, sondern auch an persönlichen Zielen und WĂŒnschen orientiert. Dabei wird schnell klar: Investieren hat nichts mit komplizierter Wissenschaft und langweiligen Rechnungen zu tun, sondern ist ein spannendes Feld voller Möglichkeiten. Mehr Informationen unter: https://www.moneylady.de/

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