Flughafen München: 100-ml-Regel fällt ab 18. September
Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 18:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am 18. September 2026 hebt der Flughafen München die 100-ml-Regel für Flüssigkeiten im Handgepäck an allen Sicherheitskontrollen auf. Passagiere können fortan Flüssigkeiten in Behältern von bis zu 2 Litern pro Einzelgefäß mit an Bord nehmen. Zudem müssen Laptops und andere elektronische Geräte bei der Überprüfung nicht mehr separat ausgepackt werden, sondern dürfen im Handgepäck verbleiben.
Ende einer jahrzehntelangen Sicherheitsvorschrift
Die bisherige Beschränkung galt rund 20 Jahre lang. Eingeführt worden war die Vorgabe seinerzeit nach einem versuchten Sprengstoffanschlag in Großbritannien. Seitdem galt EU-weit eine Obergrenze von maximal 100 ml pro Einzelbehälter, die zudem gebündelt in einem transparenten Beutel mit höchstens 1 Liter Gesamtvolumen transportiert werden mussten.
Mit der Umstellung am Flughafen München entfällt diese Gesamtobergrenze. Reisende dürfen künftig Einzelbehälter mit einem Volumen von bis zu 2 Litern mitführen. Größere Behältnisse über 2 Liter bleiben jedoch weiterhin ausschließlich im Aufgabegepäck zulässig. An Kontrollstellen, an denen die moderne CT-Technik nicht zur Verfügung steht, greift weiterhin die bisherige 100-ml-Grenze im 1-Liter-Beutel.
Millioneninvestitionen in moderne CT-Technologie
Ermöglicht wird die Lockerung durch den flächendeckenden Einsatz moderner Computertomographie-Scanner. Am Flughafen München wurden insgesamt 44 Kontrollspuren auf die CT-Technik umgerüstet. Der Freistaat Bayern investierte rund 45 Mio. Euro in die Beschaffung und Installation der neuen Kontrollsysteme.
Ab dem 18. September 2026 dürfen Reisende am Flughafen München Flüssigkeiten bis 2 Liter pro Behälter im Handgepäck mitführen, und Laptops bleiben im Gepäck. Unser kostenloser Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, was das für Ihre nächste Geschäftsreise bedeutet. Jetzt kostenlosen Reise-Leitfaden anfordern
Die dreidimensionalen Röntgenaufnahmen ermöglichen dem Sicherheitspersonal eine präzise Prüfung von Gepäckstücken auf Gefahrenstoffe, ohne dass Flüssigkeiten oder elektronische Geräte entnommen werden müssen.
In Bayern ist der Münchner Airport nicht der erste Standort mit den neuen Bestimmungen: Der Flughafen Nürnberg hob die Beschränkung für Flüssigkeiten bereits im Mai 2026 auf.
Deutliche Beschleunigung der Kontrollprozesse
Nicht jede Kontrollstelle ist umgerüstet: Wo die CT-Technik fehlt, gilt weiterhin die 100-ml-Grenze im 1-Liter-Beutel. Damit Sie am Gate nicht umpacken müssen, bündelt unser Leitfaden die aktuelle Lage je Flughafen in einer Übersicht. Flughafen-Vergleich jetzt abrufen
Neben mehr Komfort für Fluggäste führt die Technologie zu einer signifikanten Effizienzsteigerung an den Kontrollstellen. Durch den Einsatz der CT-Scanner steigt die Abfertigung am Flughafen München von 325 auf 520 Passagiere pro Stunde und Spur. Das verkürzt die Wartezeiten vor den Abfluggates spürbar und optimiert die Abläufe im Terminalbetrieb.
Der Ausbau der Kontrollinfrastruktur ist mit den aktuellen Maßnahmen noch nicht vollständig abgeschlossen. An weiteren Kontrollpunkten soll die Technologie schrittweise ergänzt werden: Die Umsteiger-Kontrollstelle Satellit soll am Flughafen München bis Mai 2027 folgen.
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