Flughafen-Schulung: VR-Trainings für Bodenpersonal an allen großen Hubs
Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 17:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das im Dezember 2024 gegründete Kölner Start-up Draxon hat seine Präsenz an internationalen Flughäfen massiv ausgebaut. Mit einem Portfolio von mittlerweile mehr als 120 verschiedenen Sicherheitstrainings auf Basis von Virtual Reality (VR) adressiert das Unternehmen den spezifischen Schulungsbedarf der Bodenverkehrsdienste.
Nach dem Start des kommerziellen Vertriebs im Sommer 2025 ist die Technologie inzwischen an fast allen großen deutschen Flughäfen sowie an zahlreichen internationalen Standorten im Einsatz.
Globale Präsenz und namhafte Kundenstruktur
Das Unternehmen konnte in den vergangenen Monaten bedeutende Partner für seine digitalen Schulungsprogramme gewinnen. Zu den Kunden zählen unter anderem der Flughafenbetreiber Fraport sowie der Dienstleister AAS am Flughafen Berlin Brandenburg (BER).
Die Expansion des Start-ups erstreckt sich über den europäischen Kontinent hinaus. Neben Standorten in London, Brüssel, Wien, Zürich und Genf werden die VR-Lösungen mittlerweile auch in Kanada, Nigeria und auf den Philippinen genutzt.
Durch die breite Verfügbarkeit der Trainings an nahezu allen relevanten deutschen Luftfahrtknotenpunkten hat sich Draxon als fester Bestandteil der digitalen Ausbildungsinfrastruktur für Bodenpersonal etabliert. Das Ziel der Anwendungen ist es, komplexe Sicherheitsabläufe auf dem Vorfeld in einer geschützten, virtuellen Umgebung realitätsnah zu simulieren.
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Zertifizierungen und wirtschaftliches Modell
Ein wesentlicher Faktor für die schnelle Akzeptanz in der stark regulierten Luftfahrtbranche ist die Zertifizierung durch die International Air Transport Association (IATA). Diese stellt sicher, dass die angebotenen VR-Inhalte den internationalen Sicherheitsstandards entsprechen.
Draxon setzt dabei auf ein skalierbares Geschäftsmodell in Form eines Abonnements. Die Kosten belaufen sich auf 119 Euro pro Mitarbeiter und Jahr, was den Flughäfen und Dienstleistern eine kalkulierbare Kostenstruktur für die Fortbildung ihres Personals ermöglicht.
Bei der technischen Umsetzung greift das Unternehmen auf bewährte Hardware zurück. Die für die Schulungen erforderlichen VR-Brillen stammen aus dem regulären Sortiment von MediaMarkt. Dieser Ansatz ermöglicht eine hohe Flexibilität bei der Beschaffung und Wartung der notwendigen Endgeräte für die Bodenverkehrsdienste.
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Wettbewerbsumfeld und Expansion in den US-Markt
Obwohl Draxon erst Ende 2024 gegründet wurde, steht das Unternehmen im direkten Wettbewerb mit etablierten Akteuren. Ein wesentlicher Konkurrent ist das amsterdamer Unternehmen Aviar, das bereits seit 2019 auf dem Markt für VR-Luftfahrtschulungen aktiv ist. Um seine Marktposition weiter zu stärken, plant das Kölner Start-up nun den Sprung über den Atlantik.
Der Markteintritt in den USA befinde sich laut Unternehmensangaben bereits in den finalen Zügen. Der Fokus liegt dabei auf den großen Drehkreuzen des Landes.
Aktuell laufen konkrete Gespräche mit den Verantwortlichen an den Flughäfen in Atlanta, Chicago sowie in New York und New Jersey. Damit bereitet Draxon die Erschließung eines der weltweit größten Märkte für Bodenverkehrsdienstleistungen vor, um die internationale Reichweite seiner IATA-zertifizierten Trainingsmodule weiter zu steigern.
