Förderschüler, NRW

Förderschüler in NRW: 172.000 Kinder kämpfen um Arbeitsmarkt-Einstieg

28.05.2026 - 00:42:30 | boerse-global.de

Neue Empfehlungen der Bundesagentur zielen auf bessere Integration von Jugendlichen mit Förderbedarf, besonders in NRW.

Förderschüler in NRW: 172.000 Kinder kämpfen um Arbeitsmarkt-Einstieg - Foto: über boerse-global.de
Förderschüler in NRW: 172.000 Kinder kämpfen um Arbeitsmarkt-Einstieg - Foto: über boerse-global.de

Am Mittwoch stellte die Behörde ein Bündel an Empfehlungen vor, das die Lücke zwischen Schule und Arbeitsmarkt schließen soll. Besonders betroffen: Nordrhein-Westfalen.

Dramatische Lage in NRW

Rund 172.000 Kinder in Nordrhein-Westfalen gelten als förderbedürftig. Die Arbeitsagenturen betreuen derzeit 23.031 von ihnen auf dem Weg in den Beruf. Die Zahlen zeigen: Ohne gezielte Hilfe droht vielen jungen Menschen der Anschluss an den Arbeitsmarkt zu scheitern.

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Besonders alarmierend: Von den 68.400 arbeitslosen Jugendlichen in NRW haben 53.800 keine abgeschlossene Berufsausbildung. Das entspricht fast 80 Prozent aller unter 25-Jährigen ohne Job. Der Zusammenhang zwischen fehlender Qualifikation und Arbeitslosigkeit ist offenkundig.

Unternehmen fordern weniger Bürokratie

Doch die Integration scheitert oft an den Betrieben selbst. Eine aktuelle Umfrage offenbart massive Hindernisse: 80 Prozent der Unternehmen kritisieren die mangelnde Transparenz bei staatlichen Hilfsangeboten. Sie wissen schlicht nicht, welche Unterstützung ihnen zusteht.

Noch schwerer wiegt ein anderer Punkt: 73 Prozent der Firmen beklagen einen übermäßigen bürokratischen Aufwand bei der Beantragung von Fördermitteln. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen schrecken davor zurück, Ausbildungsplätze für Jugendliche mit Förderbedarf anzubieten.

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Praktika als Schlüssel zum Erfolg

Die Lösung? Mehr praktische Erfahrung für beide Seiten. Vertreter der Bundesagentur und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) plädieren für einen Ausbau von Praktika. „Praktika sind das ideale Instrument, um Vorbehalte abzubauen“, betont ein Sprecher.

Die Idee dahinter: Schüler mit Förderbedarf können im echten Arbeitsumfeld zeigen, was sie können. Betriebe wiederum lernen den tatsächlichen Unterstützungsbedarf kennen – ohne sich sofort auf eine mehrjährige Ausbildung festlegen zu müssen. Ein Gewinn für beide Seiten, so die Hoffnung der Experten.

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