Sign, Sequencer

FP Sign: Neuer Sequencer bündelt mehrstufige Vertragsabläufe in einem Vorgang

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 13:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
FP Digital ergänzt seine Signaturplattform um individuell steuerbare Workflows; die überarbeitete Lösung soll ab dem 3. November 2027 verfügbar sein.
Ein minimalistischer, moderner Büroraum mit einem leeren Schreibtisch und einem Stapel weißer Dokumente bei Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Das Technologieunternehmen FP Digital überarbeitet seine Signaturplattform FP Sign grundlegend und führt einen neuen Sequencer ein. Die Software ermöglicht es künftig, innerhalb eines einzigen Vorgangs für jedes Dokument individuelle Empfänger, Rollen, Reihenfolgen sowie unterschiedliche Signaturniveaus festzulegen. Die Bereitstellung der aktualisierten Lösung ist ab dem 03.11.2027 vorgesehen.

Neue Steuerungsmöglichkeiten für mehrstufige Workflows

Der integrierte Sequencer bildet sowohl parallel als auch nacheinander ablaufende Prüf- und Zeichnungsschritte ab. Nach Angaben von FP Digital lassen sich Dokumente wahlweise mit einer fortgeschrittenen elektronischen Signatur (FES) oder einer qualifizierten elektronischen Signatur (QES) versehen.

Geschäftsführer Jonas Zweyrohn erklärte, dass mehrstufige Abläufe dank einer Drag-and-Drop-Bedienung in einer gemeinsamen Anfrage zusammengefasst werden können, was Schattenprozesse in Organisationen verringern soll.

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Neben dem Sequencer umfasst der Relaunch eine neu gestaltete Benutzeroberfläche, eine mobile Ansicht und einen detaillierten Audit-Trail zur lückenlosen Nachverfolgung der Vorgänge. Für den Zugriff stehen Passkey-Verfahren sowie Schnittstellen für Single-Sign-On (SSO) und Programmierschnittstellen (API) zur Verfügung. Darüber hinaus lassen sich interne Abteilungsstrukturen in der Anwendung abbilden.

Konformität und Datenschutz im deutschen Rechtsrahmen

Bei der rechtlichen Absicherung digitaler Unterschriften im Personal- und Vertragswesen spielen Compliance-Vorgaben eine zentrale Rolle. FP Sign ist nach Angaben des Anbieters eIDAS-konform und verfügt über ein C5-Testat des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Sowohl die Softwareentwicklung als auch das Hosting der Plattform finden vollständig in Deutschland statt.

Die Anforderungen an revisionssichere Abläufe zeigen sich auch im regulatorischen Kontext: Nach deutschem Recht greifen für geschäftliche und vertragliche Unterlagen Aufbewahrungsfristen von sechs Jahren nach Handelsrecht sowie zehn Jahren für spezifische Dokumentenkategorien.

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Laut einer Vergleichsstudie zu Signaturplattformen spielen Kriterien wie die Unabhängigkeit von Zeitstempeln, Jurisdiktionsabdeckung und die Langzeitaufbewahrung eine entscheidende Rolle bei Softwareentscheidungen.

Wachsender Druck zu standardisierten Vertragsprozessen

Der Ausbau von Funktionen zur Workflow-Steuerung adressiert Defizite in bestehenden betrieblichen Abläufen. Nach Schätzungen der Organisation World Commerce & Contracting führen unzureichende Vertragspraktiken im Schnitt zu Verlusten von rund 9% des jährlichen Umsatzes.

Vor diesem Hintergrund investieren Unternehmen verstärkt in die Konsolidierung digitaler Signatur- und Dokumentenketten, um manuelle Schnittstellen und rechtliche Risiken beim Abschluss von Vereinbarungen zu minimieren.

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