KĂŒnstliche Intelligenz, Studie

Owl Labs-Studie 2025: FlexibilitÀt und KI prÀgen die neue ArbeitsnormalitÀt

24.09.2025 - 09:00:21

Frankfurt am Main - Die RTO-Regeln vieler Unternehmen haben sich in den letzten Monaten verschĂ€rft: Aktuell arbeiten 54 Prozent der BeschĂ€ftigten in Deutschland hybrid - zehn Prozent weniger als im Vorjahr. Auch die Remote-Arbeit stagniert mit drei Prozent (2024: sechs Prozent). Gleichzeitig steigt die Zahl derjenigen, die ausschließlich im BĂŒro arbeiten: von 30 Prozent (2024) auf 43 Prozent. Trotzdem bleiben hybride Modelle und flexible Arbeitsbedingungen fĂŒr viele BeschĂ€ftigte unverzichtbar. Das zeigt die aktuelle Studie " State of Hybrid Work 2025" von Owl Labs. Fast vier von zehn BeschĂ€ftigten (39 Prozent) lehnen demnach Jobangebote ohne flexible Arbeitszeiten ab, 35 Prozent wollen ihren Arbeitsort selbst wĂ€hlen. FĂŒr 29 Prozent ist ein BĂŒrozwang ein Ausschlusskriterium. Flexible Arbeitszeiten (41 Prozent) und eine Vier-Tage-Woche (27 Prozent) gelten als attraktivste Benefits.

FlexibilitĂ€t als Antwort auf heutige LebensentwĂŒrfe

Die Studie zeigt insgesamt einen starken Bedarf nach flexibleren Arbeitsmodellen: 56 Prozent der BeschĂ€ftigten wĂŒnschen sich von ihren Arbeitgebenden bessere Strategien und mehr FlexibilitĂ€t bei der Gestaltung von Arbeits- und Privatzeit. Eltern betrifft das besonders: 64 Prozent sind besorgt, dass ihre Betreuungspflichten die Jobleistung beeintrĂ€chtigen könnten. Ein Problem, das Frauen (71 Prozent) stĂ€rker betrifft als MĂ€nner (60 Prozent).

Eine mögliche Lösung ist das sogenannte "Microshifting": ein strukturierter Ansatz fĂŒr flexibles Arbeiten. Dabei arbeiten die Mitarbeitenden in kurzen, nicht linearen Blöcken, die sich nach ihrer persönlichen Energie, ihren Aufgaben oder ihrer ProduktivitĂ€t richten. Mehr als die HĂ€lfte der BĂŒroangestellten (55 Prozent) ist daran interessiert, bei Personen mit Pflegeverantwortung ist die Nachfrage mit 65 Prozent sogar noch höher.

FlexibilitĂ€t heißt auch, dass die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatzeit zunehmend verschwimmen: 48 Prozent vereinbaren persönliche Termine wĂ€hrend klassischer Arbeitszeiten. JĂŒngere (Generation Z: 62 Prozent, Millennials: 55 Prozent) tun dies hĂ€ufiger als Ältere (Generation X: 32 Prozent, Boomer: 30 Prozent). Auch Hybrid-Arbeitende (55 Prozent) nehmen hĂ€ufiger private Termine wĂ€hrend der Arbeitszeit wahr als Vollzeit-BĂŒro-Arbeitende (41 Prozent) oder Vollzeit-Remote-Arbeitende (37 Prozent).

Diese FlexibilitÀt hat ihren Preis: 61 Prozent der Befragten haben keinen klaren Start oder kein klares Ende ihres Arbeitstags. Dementsprechend berichtet mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Arbeitnehmenden von einer Zunahme des arbeitsbedingten Stresses im Vergleich zu 30 Prozent im Vorjahr.

Hybride Arbeitsmodelle sind zum Standard geworden

Die Studie zeigt einen RĂŒckgang der Vollzeit Remote-Arbeit: Nur noch acht Prozent möchten dauerhaft im Homeoffice arbeiten (2024: 9 Prozent). Hybridmodelle mit zwei (25 Prozent) bis drei BĂŒrotagen (24 Prozent) pro Woche werden stattdessen bevorzugt und sind auf dem Vormarsch.

Der anhaltende Trend "Coffee Badging" bestĂ€tigt das: 41 Prozent der BeschĂ€ftigten gehen nur kurz ins BĂŒro, um PrĂ€senz zu zeigen und arbeiten dann wieder von zuhause. Dabei zeigt sich ein leichter Anstieg zu den Vorjahren (2024 und 2023 jeweils 38 Prozent).

Gleichzeitig wird die BĂŒroarbeit im Laufe der Jahre etwas teurer. Im Jahr 2025 geben BĂŒro- oder Hybridmitarbeitende durchschnittlich 30 EUR fĂŒr einen Tag im BĂŒro aus, die sogenannte "Office Day Tax" (2024: 29 EUR, 2023: 28 EUR). Der Arbeitsweg ist mit 10 EUR der grĂ¶ĂŸte Kostenfaktor. Ein Tag im Homeoffice kostet dagegen nur durchschnittlich 10 EUR.

ProduktivitĂ€t neu definiert: Hybrid ĂŒbertrifft Vollzeit-BĂŒro

Die HĂ€lfte (50 Prozent) der hybrid arbeitenden BeschĂ€ftigten gibt an, dass sie in ihrem Arbeitsmodell produktiver arbeiten - deutlich mehr als bei Vollzeit-BĂŒroarbeitenden (27 Prozent). FĂŒhrungskrĂ€fte bestĂ€tigen diesen Eindruck: 60 Prozent der Manager sehen durch Hybrid- und Remote-Arbeit eine verbesserte TeamproduktivitĂ€t (60 Prozent), ein deutlicher Anstieg gegenĂŒber 2024 (49 Prozent) und 2023 (48 Prozent).

Die Studie zeigt auch, welche TĂ€tigkeiten wo am besten funktionieren: WĂ€hrend Homeoffice Vorteile bei Work-Life-Balance (55 Prozent), eigenstĂ€ndigem Arbeiten (47 Prozent) und Konzentration (45 Prozent) bietet, punktet das BĂŒro bei Teammeetings (49 Prozent), Zusammenarbeit (57 Prozent) und Networking (61 Prozent).

Positiv entwickelt sich ebenfalls das Vertrauen der BeschĂ€ftigten: 57 Prozent der Remote- und Hybrid-Arbeitenden glauben nicht mehr, dass sie durch die Abwesenheit vom BĂŒro auf wichtiges Feedback oder Entwicklungsmöglichkeiten verzichten mĂŒssen (2024: 53 Prozent, 2023: 51 Prozent).

"Das BĂŒro ist kein Garant mehr fĂŒr ProduktivitĂ€t. Unsere Studie zeigt: Hybridarbeit schlĂ€gt das klassische Vollzeit-BĂŒro. Das Vertrauen in dieses Modell wĂ€chst weiter - bei Mitarbeitenden und FĂŒhrungskrĂ€ften gleichermaßen. Gleichzeitig zeigt sich, wie wichtig FlexibilitĂ€t fĂŒr Mitarbeitende ist, nicht nur fĂŒr die Leistung, sondern auch fĂŒr ihre LebensqualitĂ€t", kommentiert Frank Weishaupt, CEO von Owl Labs.

Meeting-Technologie bleibt die Schwachstelle der Hybridarbeit

Hybride Arbeitsmodelle gewinnen zwar immer mehr an Bedeutung, doch die Rahmenbedingungen sind noch lange nicht optimal. Technische MÀngel treiben die sogenannte "Meeting Tax" weiterhin in die Höhe: Es geht um verschwendete Zeit und Frustration aufgrund einer schlechten Infrastruktur.

Drei von vier Mitarbeitenden (75 Prozent) berichten davon, dass Meetings in ihrem Unternehmen wegen technischen Schwierigkeiten verspĂ€tet beginnen, 74 Prozent beklagen sich ĂŒber Audio-Probleme und 69 Prozent vermissen visuelle Hinweise wie Mimik oder Körpersprache. Die Studie zeigt, dass 62 Prozent der Mitarbeitenden bereits auf Videotechnologie fĂŒr Besprechungen verzichtet haben, weil sie zu kompliziert oder fehleranfĂ€llig war - und dass es im Durchschnitt mehr als fĂŒnf Minuten dauert, eine hybride Besprechung zu starten. Die Generation Z benötigt sogar zwei Minuten lĂ€nger als die Babyboomer (drei Minuten), was die Unterschiede zwischen den Generationen im Umgang mit Meeting-Tools unterstreicht. Diese Ergebnisse machen deutlich, dass der Erfolg von hybriden Arbeitsmodellen ebenso sehr von zuverlĂ€ssiger Technologie und effektiven Schulungen abhĂ€ngt wie von flexiblen Arbeitsmodellen.

Jobmarkt im Wandel: PrioritÀten und "Side Hustles"

Ein wachsender Trend zeigt sich bei NebentĂ€tigkeiten: Ein Viertel der BeschĂ€ftigten betreibt "Polyworking", hat also einen zusĂ€tzlichen Nebenjob, vor allem JĂŒngere (29 Prozent bei Generation Z und Millennials im Vergleich zu 17 Prozent der Generation X und 11 Prozent der Boomer). Interessant ist die Motivverschiebung: WĂ€hrend 2024 noch der Spaß an der TĂ€tigkeit (35 Prozent) das Hauptmotiv war, steht 2025 die finanzielle Absicherung (34 Prozent) im Vordergrund.

Über ein Viertel (28 Prozent) der BeschĂ€ftigten sucht 2025 aktiv nach einem neuen Job. Hauptgrund bleibt das bessere Gehalt (53 Prozent). Besonders bei jĂŒngeren Generationen gewinnt die Work-Life-Balance an Bedeutung. 40 Prozent der Generation Z und 38 Prozent der Millennials nennen sie als wichtigen Faktor, wĂ€hrend es bei Babyboomern nur 21 Prozent sind.

KI in der Arbeitswelt und technische Herausforderungen

Über 80 Prozent der BeschĂ€ftigten in deutschen Unternehmen nutzen KI aktiv oder haben sie ausprobiert. Mehr als die HĂ€lfte (57 Prozent) der Mitarbeitenden berichtet, dass ihr Unternehmen die KI-Nutzung aktiv fördert, wĂ€hrend nur 9 Prozent sie ablehnen. Besonders sticht hervor, dass 41 Prozent der Arbeitgebenden KI-Technologie zur ErgĂ€nzung oder zum Ersatz von Mitarbeitenden-Rollen einsetzen - ein Anstieg um 7 Prozentpunkte gegenĂŒber dem Vorjahr.

Gleichzeitig entstehen neue Sorgen: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) der deutschen BeschĂ€ftigten, besonders in den jĂŒngeren Generationen (Generation Z und Millennials: 39 Prozent), nehmen KI zunehmend als Belastungsfaktor wahr. Diese ambivalente Haltung zeigt, dass Unternehmen KI-Implementierungen sensibel gestalten mĂŒssen. Andererseits stoßen KI-Avatare auf Interesse: 42 Prozent wĂŒrden sie als Meeting-Vertretung nutzen.

*FĂŒr den State of Hybrid Work 2025-Report wurden im Juli 2025 insgesamt 2.000 VollzeitbeschĂ€ftigte in Deutschland befragt. DurchgefĂŒhrt wurde die Umfrage von Vitreous World im Auftrag von Owl Labs.

Über Owl

Labs Owl Labs ist ein Technologieunternehmen mit Sitz in Boston, das KI-gestĂŒtzte 360-Grad-Videokonferenzlösungen fĂŒr hybrid arbeitende Organisationen entwickelt. Die Produktreihe von Owl Labs und die Owl Intelligence System (TM)-Software machen Meetings inklusiver und kollaborativer, indem sie das DistanzgefĂŒhl zwischen Teilnehmenden aus der Ferne und aus dem Raum ausgleicht. Die fĂŒr Microsoft Teams zertifizierte Meeting OwlÂź 4+ ist die neueste Generation der ersten WiFi-fĂ€higen 360-Grad-Kamera mit integriertem Mikrofon und Lautsprecher, die automatisch an den Sprecher heranzoomt. Owl Labs hat eine Finanzierung in Höhe von 47 Millionen Dollar erreicht und sich das Ziel gesetzt, digitale Zusammenarbeit zu revolutionieren. Daran arbeiten Mitarbeitende auf der ganzen Welt, sowohl remote als auch hybrid. Mehr ĂŒber Owl Labs erfahren Sie unter www.owllabs.de

Pressekontakt:

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