BearingPoint-Umfrage zum Zahlungsverhalten: Siegeszug der digitalen Zahlungslösungen
13.03.2025 - 07:15:00Bargeld dominiert in Ăsterreich und Deutschland, kontaktlose Kartenzahlungen sind in den restlichen LĂ€ndern sehr stark
In Ăsterreich und Deutschland bleibt Bargeld die am hĂ€ufigsten genutzte Zahlungsmethode. 73% der Befragten in Ăsterreich und 69% in Deutschland geben an, Bargeld hĂ€ufig zu verwenden.
In den restlichen LÀndern ist die kontaktlose Kartenzahlung die am hÀufigsten genutzte Zahlungsmethode. Insbesondere die nordischen LÀnder Finnland (89%), DÀnemark (76%) und Schweden (75%) zeichnen sich durch eine sehr hÀufige Nutzung von kontaktlosen Karten aus. Im Vergleich dazu ist die Bargeldnutzung in diesen LÀndern mit 46% (Finnland), 35% (DÀnemark) und 28% (Schweden) deutlich geringer.
In Schweden und Frankreich zeigt sich die Kartenzahlung insgesamt besonders dominant im Vergleich zu Bargeld, in beiden LÀndern wird auch die nicht-kontaktlose Kartenzahlung hÀufiger genutzt als Bargeld. In Schweden nutzen 41% der Befragten nicht-kontaktlose Kartenzahlungen, in Frankreich sogar 57%.
Digitale Zahlungsmethoden in Europa weiter auf dem Vormarsch, starke Unterschiede bei den Altersgruppen
In allen LĂ€ndern können sich die Befragten in den nĂ€chsten zwei Jahren eine intensivere Nutzung digitaler Zahlungsmethoden in Form von Kartenzahlungen sowie Mobile Payments vorstellen. Spitzenreiter ist dabei Irland, wo 40% der Befragten sich eine stĂ€rkere Nutzung von Kartenzahlungen und 39% eine stĂ€rkere Nutzung von Mobile Payments vorstellen können. Ăhnlich ist es in Schweden, wo 38% die Kartenzahlungen und 37% Mobile Payments in den nĂ€chsten zwei Jahren intensiver nutzen wollen.
Das Interesse an KryptowĂ€hrungen bleibt hingegen relativ gering. In der Schweiz zeigen 11% der Befragten Interesse an der hĂ€ufigeren Nutzung von KryptowĂ€hrungen und markieren damit den höchsten Wert, gefolgt von Ăsterreich und Irland mit jeweils 9%. Befragte in den LĂ€ndern DĂ€nemark und Finnland haben mit jeweils 3% die geringste Bereitschaft, KryptowĂ€hrungen hĂ€ufiger zu verwenden.
Betrachtet man die Ergebnisse nach Altersgruppen, so zeigt sich ein differenziertes Bild ĂŒber die verschiedenen Zahlungsmethoden. Bei KryptowĂ€hrungen wird die Erwartung einer intensiveren Nutzung von den beiden Altersgruppen der 18-24 JĂ€hrigen (14%) und 25-34 JĂ€hrigen (15%) getragen. Ein sehr Ă€hnliches Bild zeigt sich bei der erwarteten Nutzung von Mobile Payments, die fĂŒr diese beiden Altersgruppen mit 42% am höchsten ist. Ganz anders sind die Erwartungen fĂŒr Kartenzahlungen. Hier erwarten die Altersgruppe der 18-24 JĂ€hrigen mit 35% eine intensivere Nutzung. Interessant ist, dass die Altersgruppe der 55+ JĂ€hrigen mit 33% die zweithöchste Steigerung erwartet. Die geringste Steigerung erwartet die Altersgruppe der 35-44 JĂ€hrigen.
Jeder Dritte erwartet eine Abkehr vom Bargeld in der nÀchsten Dekade
Im LĂ€nderdurchschnitt erwarten 38% der Befragten eine Abkehr vom Bargeld in den nĂ€chsten zehn Jahren, in einzelnen LĂ€ndern liegt diese Erwartung sogar deutlich darĂŒber. In Irland können sich 49% der Befragten eine Abkehr vom Bargeld in den nĂ€chsten zehn Jahren vorstellen, in DĂ€nemark sogar 56%.
In den LĂ€ndern mit hoher Bargeldnutzung ist die Erwartung an die Abkehr vom Bargeld niedriger. So erwarten nur 33% der Befragten in Deutschland und 28% der Befragten in Ăsterreich eine Abkehr vom Bargeld in den nĂ€chsten zehn Jahren.
Christian Bruck, Partner und Experte fĂŒr das Thema Zahlungsverkehr bei BearingPoint: "Bargeld dominiert weiterhin als die am hĂ€ufigsten genutzte Zahlungsmethode in Deutschland und Ăsterreich. In den anderen LĂ€ndern der Umfrage, insbesondere den nordischen LĂ€ndern Finnland, DĂ€nemark und Schweden, ist die Nutzung von Bargeld bereits deutlich geringer. Als Alternative fĂŒr Bargeld werden oftmals KryptowĂ€hrungen oder der digitale Euro / CBDC genannt. Die Bereitschaft, KryptowĂ€hrungen zukĂŒnftig fĂŒr Zahlungen in der Praxis zu nutzen, ist bei den Befragten mit durchschnittlich 7% noch relativ gering. Den digitalen Euro hingegen wĂŒrde jeder Dritte nutzen."
Digitale Zahlungsmethoden punkten mit Schnelligkeit und Komfort, Bargeld wird als vertraut und anonym wahrgenommen
Bargeld wird von den Befragten als vertraut und anonym wahrgenommen, wÀhrend bei den digitalen Zahlungsmethoden Schnelligkeit und Komfort die zwei wichtigsten Eigenschaften sind.
Die digitalen Zahlungsmethoden unterscheiden sich erst in den weiteren Eigenschaften. So wird die kontaktlose Karte von den Befragten als hygienisch angesehen, die nicht-kontaktlose Karte hingegen als sicher und Zahlungsdienste bieten den Vorteil einer direkten ZahlungsbestÀtigung.
Siegeszug der digitalen Zahlungslösungen fĂŒr Transaktionen zwischen Privatpersonen
Die Nutzung der digitalen Lösungen von Zahlungsdienstleistern bei Zahlungen zwischen Privatpersonen (P2P) zeigen gegenĂŒber dem Vorjahr in allen LĂ€ndern eine Steigerung, insbesondere in Ăsterreich und Finnland mit jeweils plus 8 Prozentpunkten.
In DĂ€nemark und Schweden werden Zahlungen zwischen Privatpersonen mit sehr deutlichem Abstand gegenĂŒber traditionellen Zahlungsverfahren wie Bargeld oder Ăberweisung ĂŒber digitale Zahlungslösungen durchgefĂŒhrt. In DĂ€nemark ist der lokale Anbieter Mobile Pay mit 89% Nutzungsangabe Spitzenreiter fĂŒr digitale P2P Transaktionen, wĂ€hrend in Schweden 86% der Befragten das schwedische Mobile-Payment-System Swish dafĂŒr verwenden.
NutzungsintensitÀt von digitalen Zahlungsmethoden in den LÀndern hat keinen Einfluss auf die wahrgenommenen Probleme, Schwierigkeiten oder Bedenken
Die wahrgenommenen Probleme, Schwierigkeiten oder Bedenken von Befragten zu den digitalen Zahlungsmethoden sind in allen LĂ€ndern sehr Ă€hnlich verteilt. Sowohl in den LĂ€ndern Ăsterreich und Deutschland, die im Vergleich zu den anderen LĂ€ndern eine höhere Bargeldnutzung aufweisen, als auch in den LĂ€ndern wie Schweden, DĂ€nemark und den Niederlanden, die eine sehr hohe Nutzung der digitalen Zahlungsmethoden aufweisen, gibt es keine signifikant unterschiedliche EinschĂ€tzung.
Bei den Befragten, die Probleme, Schwierigkeiten oder Bedenken geĂ€uĂert haben, dominieren technische Probleme, gefolgt von Bedenken zur Datensicherheit sowie zu kriminellem Missbrauch.
Instant Payments auf dem Vormarsch - Jeder Zweite will Instant Payments nutzen
Im Durchschnitt will jeder zweite Befragte Instant Payments nutzen. In Irland erwarten 63% und in Frankreich sogar 67% der Befragten eine Ănderung ihres Zahlungsverhaltens durch die Nutzung von Instant Payments.
Besonders offen fĂŒr die Ănderung ihres Zahlungsverhaltens durch Instant Payments ist die Altersgruppe der 25-34 JĂ€hrigen mit 68%, gefolgt von der Altersgruppe der 18-24 JĂ€hrigen mit 65%. In der Altersgruppe 55+ gaben noch 35% an, Instant Payments zu nutzen.
Dr. Robert Bosch, Partner und globaler Leiter des GeschĂ€ftsbereiches Banking & Capital Markets bei BearingPoint: "Die Umfrage zeigt, dass die Nutzung von digitalen Zahlungslösungen weiter zunimmt. Interessant ist insbesondere, dass die lokalen Lösungen ihre starke PrĂ€senz weiter ausbauen konnten. Dieser Zuspruch zu modernen, sicheren und schnellen Lösungen zeigt sich auch bei Instant Payments. Mit dem verpflichtenden, flĂ€chendeckenden Angebot von Instant Payments ab 2025 kommt man den Erwartungen und BedĂŒrfnissen der Zahler und ZahlungsempfĂ€nger an integrierte EchtzeitĂŒberweisungen einen deutlichen Schritt nĂ€her."
Ăber die Umfrage
Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage, an der zwischen dem 19. November und 01. Dezember 2024 insgesamt 10.222 Personen in Ăsterreich (1.025), der Schweiz (1.026), Deutschland (2.019), DĂ€nemark (1.037), Finnland (1.026), Frankreich (1.028), Irland (1.028), den Niederlanden (1.027) und Schweden (1.006) teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind reprĂ€sentativ fĂŒr die jeweilige Bevölkerung ab 18 Jahren.
Die Umfrage wurde von BearingPoint konzipiert und ĂŒber das Marktforschungsinstitut YouGov in den neun genannten LĂ€ndern durchgefĂŒhrt. Die Ergebnisse wurden von den BearingPoint Payments-Experten analysiert und in einen Gesamtzusammenhang gebracht. BearingPoint fĂŒhrt die Umfrage in der DACH-Region bereits seit 2019 regelmĂ€Ăig durch und hat das Panel in dieser Umfrage um zwei weitere europĂ€ische LĂ€nder ausgeweitet.
Ăber BearingPoint
BearingPoint ist eine unabhĂ€ngige Management- und Technologieberatung mit europĂ€ischen Wurzeln und globaler Reichweite. Das Unternehmen agiert in drei GeschĂ€ftsbereichen: Consulting, Products und Capital. Consulting umfasst das klassische BeratungsgeschĂ€ft mit dem Dienstleistungsportfolio People & Strategy, Customer & Growth, Finance & Risk, Operations sowie Technology. Im Bereich Products bietet BearingPoint Kunden IP-basierte Managed Services fĂŒr geschĂ€ftskritische Prozesse. Capital deckt die AktivitĂ€ten im Bereich M&A, Ventures, und Investments von BearingPoint ab.
Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit fĂŒhrenden Unternehmen und Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstĂŒtzt Kunden in ĂŒber 70 LĂ€ndern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen fĂŒr einen messbaren und langfristigen GeschĂ€ftserfolg.
BearingPoint ist eine zertifizierte B Corporation, die hohe soziale und ökologische Standards erfĂŒllt.
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