Fuhrparkmanagement am Limit - Vernetzte Autos, Cyberbedrohungen, MaaS und der Druck zu alternativen Antrieben
29.10.2024 - 07:15:00 | presseportal.de
Als Folge der gesellschaftlichen und politischen Initiativen zur Einhaltung global vereinbarter Klimaschutzziele und mit dem Ziel des Ausbaus nachhaltiger MobilitĂ€t steuert auch das Flottenmanagement auf einen Wandel zu. Dies betrifft beruflich wie privat genutzte Fahrzeugflotten. Der Wandel vollzieht sich - so zeigt die kĂŒrzlich veröffentlichte Analyse der BearingPoint-Experten - auf gleich vier Ebenen und mit weitreichenden Folgen fĂŒr ein zukunftsorientiertes Flottenmanagement: KonnektivitĂ€t, Cybercrime und Datenschutz, Mobility-as-a-Service (Maas) sowie alternative Antriebe.
"Als Komponente von Vehicle-to-grid-Systemen, also der Abgabe von elektrischem Strom aus E-Autos in das öffentliche Stromnetz, sind elektrisch betriebene und nachhaltig genutzte Fahrzeuge nicht nur Teil der MobilitĂ€ts-, sondern auch der Energiewende. Neben der Nachhaltigkeitsdimension und den Gefahren fĂŒr Connected Cars durch Cybercrime ist die Nutzung von Fahrzeugflotten immer stĂ€rker auch ein Generationenthema. So tragen Mobility-as-a-Service-Lösungen der verĂ€nderten Wahrnehmung und Nutzung von Fahrzeugen durch die Generation Z Rechnung", kommentiert Nina London, Partnerin bei BearingPoint und Expertin fĂŒr die Energie- und MobilitĂ€tswende.
Vernetzt vorausfahren
Das Fahrerlebnis mit Smartphone-Daten optimieren oder Fahrzeuge per digitalem SchlĂŒssel öffnen und an der LadesĂ€ule laden - lĂ€ngst Standard bei der Integration von IKT-Technologien in den automobilen Alltag von Millionen Menschen. Parallel eröffnet die Vernetzung von Fahrzeugflotten auch eine Vielzahl neuer Möglichkeiten fĂŒr den Fuhrparksektor. Die Autoren der Studie sprechen von der Einbindung von Fahrzeugflotten in komplette MobilitĂ€tsökosysteme. Dies betrifft sowohl die Nutzerseite in Bezug auf die Routenplanung und mobile Zahlungsmöglichkeiten im Fahrzeug selbst als auch effizientes Fuhrparkmanagement. Auf Unternehmensseite können Flotten dann profitieren, wenn beispielsweise KapazitĂ€ten-Planung, eine vorausschauende Wartung und damit nachhaltige Effizienzsteigerungen im Flottenmanagement durch eine Vernetzung von Fahrzeugflotten umgesetzt werden.
Flexible Flottennutzung: Mobility-as-a-Service insbesondere bei JĂŒngeren mit Potenzialen
Als Beispiel fĂŒr einen adaptionstauglichen Ansatz innerhalb von Flottenmanagement-Systemen haben die Autoren der Studie das Tool eines MobilitĂ€tsbudgets genauer unter die Lupe genommen. AbhĂ€ngig von Arbeitsort und LebensumstĂ€nden bieten MobilitĂ€tsbudgets umfassende FlexibilitĂ€t und Kostenvorteile bei geschĂ€ftlichen und privaten Fahrten. Egal ob Fernreise, Leihfahrrad oder E-Scooter: Vorbehaltlich der Regelung steuerrechtlicher Fragen bei der Trennung von beruflichen und privaten Fahrten können MobilitĂ€tsbudgets, wie die Studie zeigt, zu einem relevanten, monatsweise genutzten Tool der Mitarbeiterbindung werden und das bisherige Flottenhandling möglicherweise herausfordern. Die derzeit bestehenden Mobility-as-a-Service-Lösungen mĂŒssen jedoch laut den Autoren der Studie weiter verbessert werden, um mit traditionellen Flotten konkurrieren zu können. Die Anbieter sind gefordert, sich noch stĂ€rker als bislang auf die BedĂŒrfnisse der jĂŒngeren Generation sowie auf die sich verĂ€ndernde Arbeitswelt einzulassen und ihre GeschĂ€ftsmodelle mit Fokus auf einer pragmatischen, einfachen und nutzerorientierten Umsetzung anzupassen. Welches quantitative Potenzial in Mobility-as-a-Service-Lösungen grundsĂ€tzlich steckt, zeigen Prognosen bereits heute: Der globale Markt soll von rund 411 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf rund 1.698 Milliarden US-Dollar im Jahr 2032 wachsen.
Beim transparenten Diskurs ĂŒber Connected Cars und Datenschutz einen Gang höher schalten
Nicht erst im Zuge verĂ€nderter geopolitischer Bedrohungslagen und daraus folgenden vermehrten Attacken auf Wirtschafts- und Logistikinfrastrukturen im Fokus: Datenschutz und Cybersicherheit in den Cockpits moderner PKW, auch "Tablets auf RĂ€dern" genannt. Datenschutz und Cybersicherheit sind im Jahr 2024 grundlegende Voraussetzungen fĂŒr sicheres vernetztes Fahren. Im Flottenbereich stellt der Datenschutz laut Studie jedoch eine besondere Herausforderung dar. FĂŒr Flottenmanager ist die Umsetzung umfassender DatenschutzmaĂnahmen mit bĂŒrokratischen Anforderungen und erhöhter KomplexitĂ€t verbunden, was zu erheblichen Kosten fĂŒhrt. Der Umgang mit Personen- und Transaktionsdaten in Firmenwagenflotten weckt auch bei den Mitarbeitenden Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes, insbesondere wenn Dienstwagen fĂŒr private Zwecke genutzt werden. Unternehmen mĂŒssen sich mit dem sensiblen Thema der Ăberwachung von Mitarbeitenden unter Wahrung ihrer PrivatsphĂ€re auseinandersetzen.
Alternative Antriebe - wohin geht die Reise?
In den vergangenen beiden Jahren war der Zulassungsprozess in Deutschland in vollem Gange und noch sind synthetische Kraftstoffe, sogenannte E-Fuels, lĂ€ngst nicht in jeder Region verfĂŒgbar - geschweige denn fĂŒr alle Fahrzeugtypen nutzbar. Die Zulassung von alternativen Kraftstoffen im EndkundengeschĂ€ft fĂŒr die Ausweitung alternativer Antriebsmöglichkeiten ist derzeit noch mit Herausforderungen bei den ProduktionskapazitĂ€ten und entsprechend mit hohen Preisen verbunden. Damit der Markt erfolgreich wachsen kann, ist jedoch ein groĂes Angebot mit wettbewerbsfĂ€higen Preisen Grundvoraussetzung. Erst dann kann eine in den kommenden Jahren eventuell wachsende Nachfrage gedeckt werden und E-Fuels könnten sich neben CO2-Ă€rmeren Biokraftstoffen zu einer erfolgreichen Ăbergangstechnologie entwickeln. Der zukĂŒnftig in Fahrzeugflotten vorrangig verwendete Antrieb dĂŒrfte daher, so die derzeitige Prognose der BearingPoint-Experten, auf leistungsfĂ€higen Batterien fuĂen.
Ăber die Studie
Die Studie "German Mobility Outlook 2024" untersucht die aktuelle Entwicklung des Flottenmarktes und besteht aus insgesamt drei Teilen. Beim dritten und finalen Teil der Studie, dessen Ergebnisse in dieser Pressemitteilung zusammengefasst werden, handelt es sich um eine von der Management- und Technologieberatung BearingPoint umgesetzte Zusammenfassung von SekundĂ€rdaten und bereits vorliegenden Untersuchungen. ErgĂ€nzt wurden diese Ergebnisse um einen qualitativen Teil, der Interviews mit 20 Experten aus der MobilitĂ€ts- und Flottenbranche umfasste sowie um eine Verbraucherbefragung mit ĂŒber 1.300 Teilnehmenden. Die beiden ersten Teilbereiche der "German Mobility Outlook 2024"-Studie wurden bereits veröffentlicht und sind unter folgendem Link mit zusĂ€tzlichen Infografiken aufbereitet.
Ăber BearingPoint
BearingPoint ist eine unabhĂ€ngige Management- und Technologieberatung mit europĂ€ischen Wurzeln und globaler Reichweite. Das Unternehmen agiert in drei GeschĂ€ftsbereichen: Consulting, Products und Capital. Consulting umfasst das klassische BeratungsgeschĂ€ft mit dem Dienstleistungsportfolio People & Strategy, Customer & Growth, Finance & Risk, Operations sowie Technology. Im Bereich Products bietet BearingPoint Kunden IP-basierte Managed Services fĂŒr geschĂ€ftskritische Prozesse. Capital deckt die AktivitĂ€ten im Bereich M&A, Ventures, und Investments von BearingPoint ab.
Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit fĂŒhrenden Unternehmen und Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstĂŒtzt Kunden in ĂŒber 70 LĂ€ndern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen fĂŒr einen messbaren und langfristigen GeschĂ€ftserfolg.
BearingPoint ist eine zertifizierte B Corporation, die hohe soziale und ökologische Standards erfĂŒllt.
Weitere Informationen:
Homepage: www.bearingpoint.com
LinkedIn: www.linkedin.com/company/bearingpoint
Pressekontakt:
Alexander Bock
Global Senior Manager Communications
Tel: +49 89 540338029
E-Mail: alexander.bock@bearingpoint.com
Original-Content von: BearingPoint GmbH ĂŒbermittelt durch news aktuell
Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

