Macron, Frederiksen

Macron und Frederiksen beschwören Grönlands SouverÀnitÀt

16.06.2025 - 06:28:19

Frankreichs PrÀsident Emmanuel Macron und DÀnemarks MinisterprÀsidentin Mette Frederiksen haben bei einem Besuch in Grönland die SouverÀnitÀt der Insel bekrÀftigt.

"Ich möchte zunĂ€chst eine Botschaft der europĂ€ischen SolidaritĂ€t ĂŒberbringen sowie der UnterstĂŒtzung Frankreichs fĂŒr DĂ€nemark, Grönland und das grönlĂ€ndische Volk", sagte Macron bei einem Besuch in Nuuk. Grönland sei souverĂ€n und mĂŒsse seine eigenen Entscheidungen treffen, sei es zum Thema Sicherheit, Soziales oder Wirtschaft.

"Alle in Frankreich und in der EuropĂ€ischen Union sind der Meinung, dass Grönland nicht erkauft oder einfach genommen werden darf", sagte Macron. Konkret nannte er als Ă€ußere Gefahren China und Russland.

US-PrĂ€sident Donald Trump hatte in den vergangenen Monaten immer wieder davon gesprochen, die Kontrolle ĂŒber das weitgehend autonome, aber zum Königreich DĂ€nemark zĂ€hlende Grönland ĂŒbernehmen zu wollen. Dabei schloss er auch den Einsatz des MilitĂ€rs nicht aus.

DĂ€nemarks MinisterprĂ€sidentin Frederiksen sagte, Macrons Besuch in Grönland sei Zeugnis fĂŒr die Einheit Europas und den starken Willen, die Demokratie, die Freiheit sowie die territoriale IntegritĂ€t eines jedes Landes und dessen Recht auf Selbstbestimmung zu schĂŒtzen. Sie fĂŒgte hinzu: "Wir sind selbstverstĂ€ndlich bereit, gemeinsam mit unseren guten Nato-VerbĂŒndeten mehr Verantwortung fĂŒr unsere Sicherheit hier im hohen Norden zu ĂŒbernehmen."

Macron will GesprÀch mit Trump suchen

DĂ€nemark wolle natĂŒrlich auch mit den USA zusammenarbeiten, um die Sicherheit der Arktis stĂ€rken. "Aber Kooperation muss selbstverstĂ€ndlich auf respektvolle Weise stattfinden", so Frederiksen.

Macron sagte, er werde beim G7-Gipfel auch das GesprĂ€ch mit Trump suchen. Er wolle ihm sagen, dass die strategischen Herausforderungen gemeinsam gemeistert werden könnten, wenn sie respektvoll und in Kooperation angegangen wĂŒrden. "Und ich bin optimistisch, weil ich glaube, dass es einen Weg nach vorne gibt, um eine bessere Zukunft in Zusammenarbeit und nicht in Provokation oder Konfrontation aufzubauen."

@ dpa.de