Immer mehr Frauen entscheiden sich fĂŒr ein MINT-Studium
28.01.2026 - 08:09:56Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte, waren im Studienjahr 2024 mehr als ein Drittel (36 Prozent) der StudienanfÀnger im 1. Fachsemester im MINT-Bereich Frauen - ein neuer Höchststand. Zehn Jahre zuvor hatte der Frauenanteil in diesem Bereich noch bei 31 Prozent gelegen.
Dabei gibt es jedoch groĂe Unterschiede zwischen den verschiedenen MINT-FĂ€chern: Am höchsten war der Frauenanteil im Studienjahr 2024 in Innenarchitektur (87 Prozent), am niedrigsten in Fahrzeugtechnik (10 Prozent).
Insgesamt beginnen etwas mehr Frauen als MĂ€nner ein Studium: So lag der Frauenanteil unter allen Studierenden im 1. Hochschulsemester im Studienjahr 2024 bei 52 Prozent.
39 Prozent aller StudienanfĂ€nger im 1. Fachsemester wĂ€hlten im Studienjahr 2024 ein MINT-Fach, das waren knapp 318.800 Personen. Die meisten von ihnen begannen ein Studium in Informatik (45.800), gefolgt von Maschinenbau/-wesen (23.100) und Wirtschaftsinformatik (22.000). Insgesamt ist die Zahl der StudienanfĂ€nger im 1. Fachsemester im MINT-Bereich zuletzt wieder gestiegen: um drei Prozent gegenĂŒber dem Studienjahr 2023. Der Anstieg in diesen FĂ€chern fiel damit noch etwas höher aus als bei den StudienanfĂ€ngern insgesamt: Im Studienjahr 2024 war deren Zahl mit rund 823.900 um zwei Prozent höher als im Studienjahr 2023. Im langfristigen Vergleich ist die Zahl der StudienanfĂ€nger im 1. Fachsemester in MINT-FĂ€chern allerdings gesunken: Im Studienjahr 2024 waren es fĂŒnf Prozent weniger als zehn Jahre zuvor.
Neben einem Studium kann auch eine Berufsausbildung zu einer TĂ€tigkeit im MINT-Bereich qualifizieren. Im Jahr 2024 haben gut 167.700 Personen eine Ausbildung in einem MINT-Beruf begonnen. Das waren fĂŒnf Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Im Jahr 2014 hatte es knapp 159.300 neue AusbildungsvertrĂ€ge in diesem Bereich gegeben. Die Zahl der neuen Auszubildenden insgesamt ging im selben Zeitraum um acht Prozent zurĂŒck - von gut 514.000 im Jahr 2014 auf knapp 475.100 im Jahr 2024. Der am hĂ€ufigsten gewĂ€hlte MINT-Beruf im Jahr 2024 war Kraftwerkzeugmechatroniker mit knapp 24.300 neuen AusbildungsvertrĂ€gen. Darauf folgten Fachinformatiker (17.200) und Elektroniker (14.400).
Der GroĂteil der neu gestarteten Auszubildenden in MINT-Berufen sind nach wie vor MĂ€nner: Im Jahr 2024 lag ihr Anteil unter den neuen AusbildungsvertrĂ€gen bei 88 Prozent, Frauen machten zwölf Prozent aus. Das VerhĂ€ltnis hat sich innerhalb von zehn Jahren kaum verĂ€ndert (2014: 89 Prozent MĂ€nner, elf Prozent Frauen).
Auch im Ausbildungsbereich zeigen sich groĂe Unterschiede zwischen den einzelnen MINT-Berufen: Unter den neuen Elektronikern sowie den Anlagemechanikern fĂŒr SanitĂ€r-, Heizungs- und Klimatechnik lag der Frauenanteil bei drei Prozent, bei den Augenoptikern sowie den Mediengestaltern Digital und Print hingegen bei 72 Prozent, so die Statistiker.


