Studie, Frauen

Studie: Frauen unterschĂ€tzen, MĂ€nner ĂŒberschĂ€tzen ihre Lebenserwartung

21.05.2025 - 10:09:42

Frauen mittleren Alters unterschĂ€tzen einer Studie zufolge oft die eigene Lebenserwartung, wĂ€hrend gleichaltrige MĂ€nner sie eher ĂŒberschĂ€tzen.

Die Studienautorin Anna Reuter erklĂ€rte: "Forschungsergebnisse zeigen, dass Personen, die ihre verbleibende Lebenszeit unterschĂ€tzen, tendenziell weniger in die Altersvorsorge investieren." Das könne zu einer niedrigeren Rente und einem höheren Armutsrisiko fĂŒhren.

Das Bundesinstitut fĂŒr Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden hatte persönliche EinschĂ€tzungen beim Deutschen Alterssurvey in den Jahren 2008 bis 2020/2021 mit der vom Statistischen Bundesamt ermittelten Lebenserwartung verglichen. Der Alterssurvey ist eine wiederholte reprĂ€sentative Befragung von MĂ€nnern und Frauen, die 40 Jahre und Ă€lter sind.

Blicken Frauen und MĂ€nner unterschiedlich auf Gesundheitsrisiken?

Laut der BiB-Analyse tendieren 40- bis 49-jÀhrige MÀnner dazu, von einer im Schnitt 1,2 Jahre lÀngeren Lebenserwartung auszugehen, als es ihre statistische Lebenserwartung bei pessimistischer Szenarienannahme des Statistischen Bundesamtes annehmen lÀsst. Gleichaltrige Frauen unterschÀtzen dagegen ihre Lebensdauer durchschnittlich um 3,3 Jahre bei einer pessimistisch vorhergesagten Sterblichkeitsentwicklung - und sogar um 5,0 Jahre bei einer optimistischen Annahme der Statistiker.

"Diese Unterschiede zwischen MĂ€nnern und Frauen könnten auf eine andere subjektive Wahrnehmung von Risiken, zum Beispiel im Hinblick auf die eigene Gesundheit, zurĂŒckzufĂŒhren sein", erklĂ€rte das BiB. Andreas Mergenthaler, Mitautor der Studie, betonte mit Blick auf womöglich mangelnde finanzielle Absicherung gerade bei Frauen: "Diese Frage gewinnt angesichts des aktuell deutlich ansteigenden Anteils Ă€lterer Personen zusĂ€tzlich an gesellschaftlicher Relevanz."

@ dpa.de