Studie, Frauen

Studie: Frauen holen bei Zufriedenheit mit Einkommen auf

21.08.2024 - 09:00:35

Frauen waren stets unzufriedener mit dem eigenen Einkommen als MĂ€nner. Diese LĂŒcke ist einer Studie zufolge zuletzt zumindest kleiner geworden.

Angesichts der anhaltenden Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern verwundert es kaum, dass Frauen unzufriedener mit dem Einkommen sind als MĂ€nner - doch der Unterschied bei der Zufriedenheit wird einer Studie zufolge immer kleiner. «Im Jahr 2004 waren MĂ€nner rund 0,4 Punkte zufriedener mit ihrem persönlichen Einkommen als Frauen,2007 waren es dann sogar 0,6 Punkte», heißt es in der Untersuchung, die das Deutsche Institut fĂŒr Wirtschaftsforschung (DIW) vorgestellt hat.

Zufriedenheit nahm bei Frauen stÀrker zu als bei MÀnnern

«Danach setzte allerdings ein Aufholprozess der Frauen ein, der dazu fĂŒhrte, dass
MĂ€nner im Jahr 2021 nur noch 0,2 Punkte zufriedener waren als Frauen», heißt es dort weiter. «Bemerkenswert hierbei ist, dass fĂŒr beide Gruppen die Zufriedenheit mit dem persönlichen Einkommen ĂŒber die Jahre wuchs, fĂŒr Frauen allerdings wesentlich stĂ€rker.»

Die Autorinnen und Autoren werteten fĂŒr die Studie Daten aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) fĂŒr die Jahre 2004 bis 2021 aus. Das ist eine reprĂ€sentative Haushaltsbefragung zur allgemeinen Lebenssituation der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in Deutschland. Über ihre Zufriedenheit bei bestimmten Themen können die Befragten dann auf einer Skala zwischen 0 («ganz und gar unzufrieden») bis 10 («ganz und gar zufrieden») Auskunft geben. 

Als Grund fĂŒr die AnnĂ€herung bei der Zufriedenheit mit dem eigenen Einkommen vermuten die Forscher eine Angleichung bei den GehĂ€ltern. Die Lohndifferenz schrumpfte demnach zwischen 2005 und 2021 von 16,8 auf 13,5 Prozent. Auch zwischen ost- und westdeutschen Arbeitnehmern nĂ€herte sich die Zufriedenheit mit den eigenen Einkommen im selben Zeitraum immer weiter an.

Allgemeine Zufriedenheit hat sich verbessert

Insgesamt hat sich die allgemeine Zufriedenheit demnach im untersuchten Zeitraum ĂŒber alle Gruppen und abgefragten Bereiche hinweg zwischen 2004 und 2021 verbessert. Sie stieg in diesen Jahren von 6,7 Punkten auf 7,4 Punkte. 

Abgefragt wurde auch die Zufriedenheit mit der eigenen Gesundheit. Hierbei traten je nach Alter, Geschlecht, Einkommen, Region und FamiliengrĂ¶ĂŸe deutliche Unterschiede zutage. So fĂŒhlten sich Menschen ohne Kinder deutlich gesĂŒnder als Menschen mit Kindern. Kinderlose bewerteten die eigene Gesundheit im Jahr 2021 um 0,6 Punkte besser als Eltern. 

«Da mit der Elternschaft Belastungsfaktoren, beispielsweise weniger und schlechterer Schlaf, Beziehungsprobleme, weniger Zeit zur Erholung und finanzielle Probleme zusammenhĂ€ngen, erscheint dies wenig ĂŒberraschend», heißt es. 

Entsprechend weniger zufrieden mit der eigenen Gesundheit sind der Erhebung zufolge auch Menschen mit niedrigeren Einkommen im Vergleich zu solchen mit höheren, Menschen ĂŒber 30 im Vergleich zu JĂŒngeren sowie Frauen im Vergleich zu MĂ€nnern.

@ dpa.de