Aiwanger hĂ€lt kĂŒnftige Beteiligung an Bundesregierung fĂŒr möglich
10.06.2024 - 13:16:23"Wir sind eine Partei, die es durchaus schaffen kann, der nÀchsten Bundesregierung anzugehören", sagte er bei einer Pressekonferenz nach der Europawahl am Montag in Berlin.
Die Freien WĂ€hler holten bundesweit 2,7 Prozent der Stimmen - 0,5 Prozent mehr als bei der Europawahl 2019. Damit kann die Partei zwar kĂŒnftig einen dritten Abgeordneten nach BrĂŒssel schicken. Direkt nach der Wahl rĂ€umte Aiwanger aber ein, dass ein solches Ergebnis nicht fĂŒr das Ziel, den Einzug in den Bundestag, reiche.
Im Bundestagswahlkampf könne die Partei auf mehr Finanzmittel und bundesweit mehr Kandidaten setzen, sagte Aiwanger. "Da stellen wir auch das Modell Bayern nach vorne, wo wir als einziges Bundesland eine Koalition haben der bĂŒrgerlichen Mitte ohne rot und grĂŒn", kĂŒndigte der stellvertretende MinisterprĂ€sident des Freistaats an. Es sei strategisch eine ganze andere Ausgangssituation. "Ich bin deshalb ĂŒberzeugt, dass wir problemlos die Stimmenzahl verdoppeln können."
Aiwanger kontert Söder und schieĂt gegen GrĂŒne
Unbeeindruckt zeigte sich Aiwanger von den Aussagen des bayerischen MinisterprÀsidenten Markus Söder (CSU) nach der Wahl. Zum Ergebnis der Freien WÀhler hatte Söder am Sonntagabend gesagt, die nationalen und europÀischen TrÀume der Freien WÀhler seien geplatzt und beendet. Die Partei solle sich besser aufs Land und die Kommunen konzentrieren.
Die CSU hĂ€tte schon frĂŒher immer gepredigt, dass seine Partei nicht fĂŒr den Landtag kandidieren solle, entgegnete Aiwanger. "Heute mĂŒssen Sie froh sein, dass die Freien WĂ€hler in Bayern so stark sind im Landtag. Sonst hĂ€tten wir auch in Bayern die GrĂŒnen an der Backe."
Mehrfach unterstrich Aiwanger das Ziel, die GrĂŒnen aus einer nĂ€chsten Bundesregierung rauszuhalten. Die Partei sei zu einem groĂen Teil mit dafĂŒr verantwortlich, dass radikale KrĂ€fte in den vergangenen Jahren so zugenommen hĂ€tten. "Das ist mit eine Ursache dieses Wahlergebnisses, dass immer mehr Menschen sehen, der Wohlstand wird kaputtgemacht, (...) vor allem auch durch die GrĂŒnen", betonte Aiwanger. Das Ziel fĂŒr die Freien WĂ€hler auf Bundesebene sei eine Koalition mit der FDP und der Union.

