Milliarden, Euro

FĂŒnf Milliarden Euro mehr fĂŒr Arbeitslosengeld geplant

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 14:43 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Mit einem zusĂ€tzlichen Darlehen von 5,05 Milliarden Euro will der Bund Mehrausgaben der Bundesagentur fĂŒr Arbeit (BA) vor allem beim Arbeitslosengeld ausgleichen.

Das geht aus einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete zuerst darĂŒber.

Seit Monaten drĂŒckt die schwache Konjunktur auf den Arbeitsmarkt. Die BA hatte mit einem Defizit von mehr als zehn Milliarden Euro zum Jahresende gerechnet. Im Oktober sank die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Vergleich zum Vormonat saisonbedingt zwar um 40.000, doch sind weiter 2,955 Millionen ohne Job. Die Chefin der NĂŒrnberger Behörde, Andrea Nahles, hatte bereits vor Wochen gesagt, bis eine konjunkturelle Erholung auf dem Arbeitsmarkt ankomme, dauere es Monate.

Das Finanzressort begrĂŒndet die geplante "notwendige LiquiditĂ€tshilfe" in Form eines zinslosen Darlehens damit, dass "von einer Erholung auf dem Arbeitsmarkt ausgegangen worden war, welche im laufenden Jahr nicht wie erwartet eingetreten ist". Die Arbeitslosigkeit liege deutlich oberhalb der Erwartung, die daher rĂŒhrenden BA-Ausgaben seien ĂŒberplanmĂ€ĂŸig.

408 Millionen mehr fĂŒr die Rente

ZusĂ€tzlich 408 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt sollen außerdem der Sicherung des Rentenniveaus infolge der Rentenreform vom Dezember dienen. Das geht aus einem weiteren Schreiben des Finanzministeriums hervor, das der dpa vorliegt und ĂŒber das auch die FAZ berichtete. Das Ministerium erinnert daran, dass durch die jĂŒngste Rentenreform das Mindestsicherungsniveau der Rente bis 1. Juli 2031 bei 48 Prozent liegt. Das bedeutet, dass die BezĂŒge weiter mit den Einkommen in Deutschland steigen.

Zudem sind laut der Zeitung 250 Millionen Euro zusĂ€tzlich fĂŒr die Grundsicherung vorgesehen, vor allem wegen höherer KrankenkassenzusatzbeitrĂ€ge, die Jobcenter zahlen.

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