Gasversorgung, Griechenland

Gasversorgung in Griechenland: Sperren müssen 10 Werktage vorher angekündigt werden

Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 14:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Neue Vorgaben regeln Rechnungsfristen, Mahnverfahren, Hinweise vor Versorgungssperren und Verbraucherinformationen auf Rechnungen.
Ein industrielles Gasleitungs-Ventil aus Gusseisen und Stahl in einer minimalistischen Außenumgebung bei Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Die griechische Regulierungsbehörde RAAEY hat neue Musterverträge für Betreiber von Gasverteilnetzen erlassen. Das überarbeitete Regelwerk wurde im offiziellen Regierungsanzeiger des Landes veröffentlicht, wie aus einem Bericht des Portals dnews.gr vom 25. Oktober 2026 hervorgeht.

Mit den verbindlichen Mustervorlagen werden zentrale Abläufe im Gasnetzbetrieb standardisiert. Die Bestimmungen betreffen insbesondere die Rechnungslegung, die Fristen im Mahnwesen sowie das Vorgehen bei drohenden Versorgungsunterbrechungen.

Klare Zeitvorgaben für Abrechnung und Mahnverfahren

Die neuen Bestimmungen setzen feste zeitliche Rahmen für die administrativen Prozesse der Gasnetzbetreiber in Griechenland. Demnach sind die Betreiber dazu verpflichtet, Rechnungen bis spätestens zum 15. des jeweiligen Folgemonats auszustellen. Für die Begleichung der fälligen Beträge gilt eine verbindliche Mindestzahlungsfrist von 20 Kalendertagen.

Auch für den Umgang mit Zahlungsrückständen legen die Musterverträge einen einheitlichen Ablauf fest. Kommt es zu einem Zahlungsverzug, müssen die Netzbetreiber zunächst eine schriftliche Mahnung versenden.

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Mit dieser Mahnung ist eine Frist von 10 Tagen zu setzen. Erst wenn diese Frist ohne Begleichung der offenen Forderung verstreicht, sind die Unternehmen berechtigt, Verzugszinsen zu berechnen sowie auf die vertraglich hinterlegte Kaution zuzugreifen.

Auflagen vor Versorgungssperren und zusätzliche Transparenz

Darüber hinaus enthalten die Musterverträge der Regulierungsbehörde RAAEY detaillierte Vorgaben, um Kunden vor abrupten Unterbrechungen der Gaszufuhr zu schützen. Bevor ein Netzbetreiber eine Versorgungssperre durchführt, ist er verpflichtet, den betroffenen Gaslieferanten mit einer Frist von 10 Werktagen im Voraus zu informieren.

Gleichzeitig müssen auch dessen Kunden über die bevorstehende Maßnahme benachrichtigt werden. Auf diese Weise soll gewährleistet werden, dass die betroffenen Verbraucher ausreichend Gelegenheit haben, rechtzeitig zu einem neuen Energieanbieter zu wechseln, um den Ausfall der Versorgung abzuwenden.

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Neben den Fristen für Zahlungen und Sperrungen regeln die Dokumente auch zusätzliche Informationspflichten gegenüber den Endverbrauchern. Die Netzbetreiber müssen demnach gewährleisten, dass auf den ausgestellten Rechnungen eine 24-Stunden-Notrufnummer für Notfälle und Störungen aufgeführt ist.

Zudem sieht die Regulierung vor, dass einmal jährlich eine spezifische Verbraucherinformation zur Wartung der Anlagen direkt auf der Rechnung platziert werden muss.

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