Generation, Erhebung

Generation Ü: 25,6 Prozent der 60- bis 75-Jährigen wollen aktiv bleiben

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 14:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Erhebung zeigt unterschiedliche körperliche Voraussetzungen bei 60- bis 75-Jährigen mit beruflichen oder gesellschaftlichen Engagementplänen.
Ein heller, moderner Raum für Seniorensport mit Holzboden und weichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Um 10:30 Uhr ist auf der Bundespressekonferenz in Berlin die Untersuchung „Generation Ü“ vorgestellt worden. Die Erhebung, die von einem Verbund bestehend aus dem Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV e.V.), der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), der BSA-Akademie, dem Deutschen Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie (DVGS), dem Generation Ü Netzwerk, der IKK Südwest sowie der Leitmesse FIBO getragen wird, nimmt die Lebenssituation und Aktivitätsbereitschaft der 60- bis 75-Jährigen in den Blick. Über die Veröffentlichung berichtete das Branchenportal fitnessmanagement.de am 5. November 2026.

Bereitschaft zum Engagement trifft auf gute Gesundheit

Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung betrifft die Motivation der älteren Generation, sich nach dem formalen Erwerbsleben weiterhin einzubringen. Laut den Initiatoren wollen 25,6 Prozent der befragten 60- bis 75-Jährigen über den Eintritt in den Ruhestand hinaus beruflich oder gesellschaftlich weiterwirken.

Bei dieser Gruppe gehen die persönlichen Ambitionen zudem mit den entsprechenden physischen Ressourcen einher: Sie verfügen nach eigener Einschätzung und den erhobenen Daten über gute körperliche Voraussetzungen für diese Aktivitäten.

Damit verdeutlicht die Erhebung, dass ein beachtlicher Teil der Menschen im Übergang zum Ruhestand über Ressourcen verfügt, die für den Arbeitsmarkt sowie das zivilgesellschaftliche Engagement von hohem Wert sein können.

Physische Hürden bei einem Teil der Erwerbsbereiten

Gleichzeitig legt die Untersuchung auch Einschränkungen offen, die dem Wunsch nach fortgesetzter Erwerbstätigkeit entgegenstehen können. Demnach möchten weitere 8,1 Prozent der Angehörigen dieser Alterskohorte beruflich weiterwirken und stufen ihre berufliche Leistungsfähigkeit selbst als hoch ein. Im Gegensatz dazu beurteilen diese Befragten ihre körperlichen Voraussetzungen jedoch als deutlich schwächer.

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Diese Diskrepanz zwischen mentaler Arbeitsbereitschaft und physischem Zustand weist auf spezifische Hürden hin, die einer längeren Teilhabe am Berufsleben im Wege stehen können.

Prävention als Hebel für den Erhalt der Leistungsfähigkeit

Vor dem Hintergrund dieser Befunde betonen die Studienautoren die Notwendigkeit unterstützender Maßnahmen. Um bestehende Leistungsfähigkeiten zu sichern und körperliche Defizite auszugleichen, empfiehlt die Studie den verstärkten Einsatz gezielter Bewegungs- und Präventionsangebote. Solche Programme könnten dazu beitragen, bestehende Hürden abzubauen und den Betroffenen eine Teilhabe im gewünschten Umfang zu ermöglichen.

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Prof. Dr. Arne Morsch von der DHfPG unterstrich diesen Ansatz bei der Vorstellung der Daten. Nach seiner Einschätzung liege die entscheidende Frage künftig nicht darin, zu welchem Zeitpunkt jemand in den Ruhestand trete, sondern vielmehr darin, was der Einzelne nach diesem Schritt noch leisten könne und aktiv gestalten wolle.

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