Geretsried: 93 geförderte Wohnungen stehen trotz großer Nachfrage leer
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 10:33 Uhr | Redaktion boerse-global.deIn Geretsried stehen 93 Wohnungen der staatlichen Wohnungsbaugesellschaft Bayern-Heim leer, während Wohnungssuchende mit Wohnberechtigungsschein zugleich Absagen erhalten.
Wie das Portal merkur.de am 04.11.2026 berichtete, betrifft die Situation eine Wohnanlage, die vor einem Jahr übergeben worden war. Damals übernahm die Bayern-Heim, firmierend als Baunova Bayern GmbH, 199 Objekte an dem Standort. Davon entfallen 159 Einheiten auf geförderten Wohnraum und 40 auf frei finanzierte Wohnungen.
Trotz des bestehenden Mangels an bezahlbarem Wohnraum in der Region bleibt ein erheblicher Teil der Einheiten ungenutzt. Das Interesse an den Wohnungen ist dabei nachweislich vorhanden.
Nach Angaben der Bayern-Heim gingen seit dem Start des Vergabeverfahrens Bewerbungen in mittlerer dreistelliger Zahl für das Projekt in Geretsried ein. Die Kaltmiete in der Wohnanlage bewegt sich je nach Einkommensstufe zwischen 5,50 Euro und 13 Euro pro Quadratmeter.
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Lange Wartezeiten bei den Behörden
Ein wesentlicher Engpass bei der Vergabe des geförderten Wohnraums liegt im bürokratischen Prozess rund um den erforderlichen Wohnberechtigungsschein. Ohne dieses Dokument können die subventionierten Wohnungen von Gesetzes wegen nicht an Interessenten vermietet werden.
Nach Angaben des zuständigen Landratsamts werden derzeit Anträge bearbeitet, die bereits im April eingereicht wurden. Bei einem Aufkommen von rund 900 Anträgen pro Jahr nehme allein die Erneuerung eines solchen Berechtigungsscheins sechs Monate in Anspruch.
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Diese Verzögerungen in der Antragsbearbeitung führen dazu, dass Bewerber die notwendigen Nachweise für eine Anmietung nicht rechtzeitig vorlegen können, obwohl Mietinteressenten vorhanden sind.
Infolgedessen kommt es zu der paradoxen Situation, dass Suchende trotz prinzipieller Förderfähigkeit abgewiesen werden oder leer ausgehen, während Dutzende bezugsfertige Einheiten unbewohnt bleiben. Für wohnungssuchende Haushalte bedeutet der Stillstand anhaltende Ungewissheit, während gleichzeitig fertiggestellte staatliche Bauprojekte ihr Ziel einer raschen Entlastung des angespannten Wohnungsmarktes verfehlen.
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