Baugenehmigungen 2023 eingebrochen - Niedrigster Stand seit 2012
29.02.2024 - 08:46:19Die Zahl der Baugenehmigungen ist trotz starker Nachfrage nach Wohnraum in vielen Regionen Deutschlands im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren gesunken.
Nach vorlĂ€ufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes vom bewilligten die Behörden den Bau von 260.100 Wohnungen. Das waren 26,6 Prozent oder 94.100 Einheiten weniger als ein Jahr zuvor. Niedriger war die Zahl zuletzt im Jahr 2012 mit damals 241 100 Wohnungen.  Hohe Preise fĂŒr Baumaterialien und gestiegene Zinsen bremsen den Wohnungsbau. Das von der Bundesregierung ursprĂŒnglich ausgegebene Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr liegt in weiter Ferne.
Die Baugenehmigungen sind mit Blick auf den Wohnungsmangel gerade in StĂ€dten ein wichtiger Indikator. In den Zahlen sind sowohl die Baugenehmigungen fĂŒr Wohnungen in neuen GebĂ€uden als auch Umbauten enthalten.Â
In neu zu errichtenden WohngebĂ€uden wurden im vergangenen Jahr insgesamt 214.100 Wohnungen genehmigt. Das waren 29,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders deutlich sank die Zahl der Baugenehmigungen fĂŒr EinfamilienhĂ€user (minus 39,1 Prozent auf 47.600) und ZweifamilienhĂ€user (minus 48,3 Prozent auf 14.300 Wohnungen). Diese GebĂ€udearten werden im Allgemeinen von Privatpersonen errichtet. Etwa zwei Drittel der Neubauwohnungen in Deutschland entstehen den Angaben zufolge in MehrfamilienhĂ€usern, die ĂŒberwiegend von Unternehmen gebaut werden. Hier sank die Zahl der Bewilligungen um 25,1 Prozent auf 142.600 Wohnungen.Â


