Gesundheitspolitik, Governance

Gesundheitshandwerke in Berlin: Augenoptik als wichtige SÀule in der Versorgung stÀrken

17.11.2025 - 14:30:00

DĂŒsseldorf - Am 13. November diskutierte die Arbeitsgemeinschaft der Gesundheitshandwerke beim Parlamentarischen Abend in Berlin mit 70 Abgeordneten und Spezialisten der Gesundheits- und Sozialpolitik ĂŒber eine zukunftsfĂ€hige Hilfsmittelversorgung. ZVA-PrĂ€sident Christian MĂŒller rief die Politik dazu auf, der Augenoptik als wichtiger SĂ€ule in der Versorgung mit Medizinprodukten mehr Kompetenz zuzusprechen, sodass Ärztinnen und Ärzte mehr KapazitĂ€ten fĂŒr die Behandlung erkrankter Menschen erhalten.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Augenoptik, Hörakustik, OrthopĂ€dieschuhtechnik, OrthopĂ€dietechnik und Zahntechnik verdeutlichen ihre Eckpunkte fĂŒr eine zukĂŒnftige Gesundheitspolitik im Sinne von Patientinnen und Patienten wie auch der Betriebe in einem Positionspapier, das online abrufbar ist.

Jörg Dittrich, PrĂ€sident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), betonte zur Eröffnung der Veranstaltung in der Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund, dass es gute Rahmenbedingungen fĂŒr die Gesundheitshandwerke braucht, damit die Menschen in unserem Land auch weiterhin adĂ€quat versorgt werden.

Der Parlamentarische StaatssekretĂ€r aus dem Bundesgesundheitsministerium, Tino Sorge (MdB), ergĂ€nzte in seinem Redebeitrag: "Ohne die Gesundheitshandwerke wĂ€re die Versorgung in Deutschland kaum denkbar. Spezialisierte Anbieter von Hilfsmitteln und Zahnersatz stellen seit Jahren ein hohes Versorgungsniveau sicher. Gesundheitsberufe mit hoher Expertise sind lĂ€ngst nicht nur ein QualitĂ€tsmerkmal des deutschen Gesundheitssystems - sie sind auch ein Standortfaktor, den wir stĂ€rken wollen." Tino Sorge formulierte drei Aspekte fĂŒr die Reform der Hilfsmittelversorgung: faire VergĂŒtungsstrukturen, weniger BĂŒrokratie, Steigerung der AttraktivitĂ€t der Gesundheitshandwerke und Digitalisierung.

ZVA-PrĂ€sident Christian MĂŒller sprach sich fĂŒr eine neu strukturierte, kompetenzorientierte Aufgabenverteilung in der Hilfsmittelversorgung aus sowie fĂŒr die konsequente Anwendung der gesetzlichen Vorgaben zu Ă€rztlichen Verordnungen. Beide Forderungen decken sich mit den Positionen der Ärzteschaft. Die Umsetzung wĂŒrde Prozesse beschleunigen, Arztpraxen entlasten und einen Beitrag zur dringend nötigen finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung leisten: "Wenn die nicht-Ă€rztlichen Gesundheitsberufe, insbesondere die Gesundheitshandwerke, in der Verantwortung fĂŒr die Hilfsmittelversorgung und Vorsorge gestĂ€rkt werden, können sich Ärzte auf das konzentrieren, was sie aufgrund ihrer Qualifikation zwingend tun mĂŒssen: nĂ€mlich Erkrankungen erkennen und behandeln. Eine kompetenzorientierte Aufgabenverteilung hilft nicht nur der Finanzierung durch die Krankenkassen, sondern trĂ€gt auch zur AttraktivitĂ€t der Berufe im Gesundheitshandwerk beim dringend benötigten Nachwuchs bei."

Dr. Stephan Pilsinger (MdB), stellvertretender Vorsitzender des Gesundheitsausschusses und fachpolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, diskutierte anschließend mit den PrĂ€sidenten der Gesundheitshandwerke ĂŒber die speziellen Belange der verschiedenen Gewerke. Er betonte dabei: "Die deutschen Gesundheitshandwerke stehen fĂŒr qualitativ hochwertige Hilfsmittel in mittelstĂ€ndisch geprĂ€gter Produktion. Als Abgeordneter setze ich mich fĂŒr weniger BĂŒrokratie und Planungssicherheit fĂŒr unsere Gesundheitshandwerke ein. Sie bilden aus, sichern wertvolle ArbeitsplĂ€tze und halten unsere Versorgung am Laufen. Vonseiten der Politik mĂŒssen wir unsere Meisterbetriebe, Digitalisierung und Wettbewerb stĂ€rken. So bleiben wir auch international spitze." Stephan Pilsinger forderte konkret ein Zugriffsrecht der Gesundheitshandwerke auf die elektronische Patientenakte und setzte sich fĂŒr eine kompetenzorientierte Aufgabenverteilung zwischen Ärzten und Gesundheitsberufen ein.

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