Stocks, Review

EM Stocks Review: Asien durchwachsen

Veröffentlicht: 13.12.2006 um 13:32 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Gewinnmitnahmen in Hongkong

Emerging Markets nicht ohne EMFIS: Als Abonnent unserer kostenlosen EMFIS Market Recaps und des EMFIS Trading Letters erhalten Sie die Informationen und Tipps um erfolgreich in den Randmärkten und Rohstoffen zu investieren. Melden Sie sich also noch heute an auf www.EMFIS.com ! Die asiatischen Anleger wussten heute keine rechte Antwort auf die vorangegangene Leitzinsentscheidung in den USA. Die FED hatte diesen unverändert bei 5,25 Prozent belassen. Obwohl die meisten Analysten für das kommende Jahr mit Leitzinssenkungen in den USA rechnen, rückten die Notenbanker in ihrer Stellungnahme erneut den vorherrschenden „Inflationsdruck“ in den Mittelpunkt. Der japanische Aktienmarkt konnte sich dank des gefallenen Yen ein weiteres Mal überdurchschnittlich gut behaupten. In Hongkong standen dagegen insbesondere die Telekom-Werte unter hohem Abgabedruck. Dort setzte sich die nüchterne Erkenntnis durch, dass die chinesische Regierung sich mit der Vergabe von 3G-Mobilfunklizenzen doch noch länger als erhofft Zeit lassen könnte. Daneben wurden asienweit auch die Titel der Hersteller von LC-Displays verkauft. Hier haben verschiedene Regierungen erklärt, Ermittlungen wegen möglicher Preisabsprachen in der Branche aufgenommen zu haben. Der japanische Nikkei 225 verbesserte sich um 0,33 Prozent auf 16.692 Punkte und markierte damit das höchste Schlussniveau seit Ende Oktober. Vor allem der Technologiesektor schnitt überdurchschnittlich gut ab. Hier zogen etwa Sony um 1,9 Prozent und Toshiba um 1,8 Prozent an. Canon gewannen 1,1 Prozent hinzu, nachdem eine große Wirtschaftszeitung vermutet hatte, dass der Konzern seine eigene Gewinnprognose deutlich übertreffen werde. Auch Aktien aus dem Stahlbereich waren gefragt, während sich der Bankensektor nach unten entwickelte. In Taiwan konnten die anfänglichen Aufschläge nicht gehalten werden. Der TAIEX gab vielmehr weitere 0,11 Prozent auf 7450 Punkte ab, Insbesondere dem Technologiesektor, der in den vergangenen Wochen noch ein wichtiger Kurstreiber gewesen war, brachte man nun nicht mehr allzu viel Vertrauen entgegen. So verloren Hon Hai Precision 0,65 Prozent, die Papiere des Flachbildschirm-Herstellers AU Optronics fielen wegen der genannten Preiskartell-Ermittlungen um 1,17 Prozent. Die Aktie des Halbleiter-Riesen Taiwan Semiconductor konnte sich dagegen um 1,09 Prozent erholen. High Tech Computer zogen um 5,66 Prozent an, nachdem das Unternehmen ein umfangreiches Aktienrückkaufsprogramm angekündigt hatte. In Korea schien sich wiederum die Erkenntnis durchzusetzen, dass sich die jüngsten Abschläge wegen des hohen Won als übertrieben erweisen könnten. Dies brachte den Kospi um 0,46 Prozent auf 1383 Zähler nach oben. Gleichzeitig rutschte der Won gegenüber dem Dollar auf das niedrigste Niveau seit sechs Wochen ab. Den Titeln von Hyundai Motor verschaffte diese Entwicklung ein Kursplus von 1,23 Prozent. Die Papiere des Kreditkartenanbieters LG Card stiegen um 2,82 Prozent. Dieser dürfte nun doch noch komplett von Shinhan Financial übernommen werden. Die Titel des Stahlkonzerns Posco verloren dagegen im Anschluss an die Gewinnwarnung des US-Konkurrenten Nucor 1,18 Prozent. Hyundai Steel rutschten sogar um 3,0 Prozent ab. Der Markt in Hongkong stand im Zeichen massiver Gewinnmitnahmen im Telekom-Sektor. Dies brachte den Hang Seng Index um 1,0 Prozent nach unten auf 18.718 Punkte. Auch die FED-Entscheidung in den USA wurde in Hongkong weniger gut aufgenommen als an den übrigen Märkten. China Mobile gingen um 2,86 Prozent nach unten; China Telecom gaben 3,96 Prozent und China Unicom 4,12 Prozent ab. Analysten hatten hier die jüngsten Kursgewinne als übertrieben bezeichnet. Diese hatten darauf beruht, dass die chinesische Regierung den Unternehmen bald 3G-Lizenzen zuweisen werde. Im Bankensektor fiel die Konsolidierung etwas weniger drastisch aus. Hier verbilligten sich Bank of China um 0,79 Prozent und ICBC um 0,48 Prozent. Die Papiere des Aluminiumkonzerns Chalco gaben 3,04 Prozent ab. Das Unternehmen hatte angekündigt, die Tochtergesellschaften Shandong Aluminium Industry und Lanzhou Aluminium vorerst vom Markt nehmen zu wollen.

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