KPMG-Bericht, Wachsender

KPMG-Bericht 2024: Wachsender Tabakschwarzmarkt wird zum Milliardenrisiko fĂŒr Europas Wirtschaft und die Innere Sicherheit

11.06.2025 - 12:40:58

GrĂ€felfing - Der Konsum illegaler Zigaretten wuchs europaweit bereits im fĂŒnften Jahr in Folge. Allein 2024 erhöhten sich die steuerlichen Verluste durch eine zunehmende Verlagerung des Konsums in den Schwarzmarkt um fast 3 Milliarden Euro gegenĂŒber dem Vorjahr - auf nun insgesamt 19,4 Milliarden Euro in den untersuchten 38 europĂ€ischen LĂ€ndern. Besonders besorgniserregend ist der wachsende Anteil gefĂ€lschter Produkte, die mittlerweile den grĂ¶ĂŸten Teil des Konsums ausmachen. Deutschland entwickelt sich zu einem strategisch wichtigen Produktions- und Vertriebsstandort fĂŒr die Organisierte KriminalitĂ€t und die Versorgung dieser MĂ€rkte.

Diese Entwicklungen, die durch eine verfehlte Tabaksteuerpolitik, vor allem in Frankreich und den Niederlanden, verursacht werden, sind einige der wichtigsten Erkenntnisse des neuen KPMG-Berichts, der jĂ€hrlich von Philip Morris International in Auftrag gegeben wird. Er beleuchtet in diesem Jahr neben dem illegalen Zigarettenkonsum in 38 europĂ€ischen LĂ€ndern erstmals auch den Konsum von Tabaksticks fĂŒr Tabakerhitzer wie beispielsweise IQOS in zehn europĂ€ischen SchwerpunktmĂ€rkten. In Deutschland betrug der illegale Konsum von Zigaretten 1,7 Milliarden StĂŒck, der steuerliche Verluste von schĂ€tzungsweise 401 Millionen Euro zur Folge hatte. Daneben wurde jeder dritte konsumierte Tabakstick - das sind ĂŒber 2 Milliarden StĂŒck - hierzulande nicht versteuert. ZusĂ€tzlich wurden in Deutschland 150 Millionen geschmuggelte Tabaksticks konsumiert.

Wachsender Marktanteil fĂŒr die Organisierte KriminalitĂ€t

KerngeschĂ€ft fĂŒr die Organisierte KriminalitĂ€t bleibt der illegale Zigarettenhandel. Jede zehnte konsumierte Zigarette stammt laut dem KPMG-Bericht aus illegalen Quellen. Insgesamt wurden 52,2 Milliarden illegale Zigaretten konsumiert, 41,9 % davon gefĂ€lschte Produkte, 39,9 % geschmuggelte und 18,2 % sogenannte Illicit Whites. Dabei handelt es sich um Zigaretten, die legal hergestellt, aber illegal in andere LĂ€nder geschmuggelt und dort ohne Steuerzahlung verkauft werden. Insgesamt sind das schĂ€tzungsweise 19,4 Milliarden Euro entgangene Steuereinnahmen.

Gleichzeitig haben die von der Organisierten KriminalitĂ€t illegal erwirtschafteten Gewinne unmittelbare Folgen fĂŒr die Innere Sicherheit in Deutschland und Europa, denn oft dienen sie der Finanzierung weiterer Straftaten wie Drogen-, Menschen- und Waffenhandel. Eine effektive BekĂ€mpfung des illegalen Tabakhandels ist damit von zentraler Bedeutung fĂŒr eine finanzielle Austrocknung der Organisierten KriminalitĂ€t.

Nebenwirkungen der französischen und niederlĂ€ndischen Tabaksteuerpolitik in Deutschland spĂŒrbar

Überdurchschnittlich starke Tabaksteuererhöhungen haben falsche Anreize gesetzt und zu einem starken Anstieg des Schwarzmarktes - insbesondere in den Niederlanden - gefĂŒhrt, wie der diesjĂ€hrige KPMG-Bericht offenlegt.

Frankreich ist Spitzenreiter fĂŒr den Konsum illegaler Zigaretten und erreicht einen absoluten Höchstwert: Inzwischen ist dort jede dritte konsumierte Zigarette illegaler Herkunft - konkret 37,6 % des Konsums (+4,4 Prozentpunkte ggĂŒ. 2023). Mit Ausweichbewegungen hin zu legalen AuslandskĂ€ufen sind es sogar 49,4 %. Insgesamt machte der Schwarzmarkt 18,7 Milliarden, fast 2 Milliarden mehr als noch 2023. Besorgniserregend ist vor allem der starke Anstieg gefĂ€lschter Produkte, die keinerlei Standards im Jugend- oder Verbraucherschutz erfĂŒllen. Mit 7,8 Milliarden StĂŒck machten sie rund 16 % des gesamten Zigarettenkonsums in Frankreich aus.

Der zweite Treiber fĂŒr den Anstieg des Konsums illegaler Zigaretten auf Ebene der EuropĂ€ischen Union waren die Niederlande. Dort wanderte der Konsum 2024 in alarmierten Ausmaß in den Schwarzmarkt ab und macht nun 17,9 % des Gesamtzigarettenkonsums aus (+10,2 Prozentpunkte). Die Konsummenge betrug 1,9 Milliarden StĂŒck (+134,9 % ggĂŒ. 2023). 2024 sind die Niederlande das Land mit dem drittgrĂ¶ĂŸten Volumen an illegalen Zigaretten in der gesamten EuropĂ€ischen Union. Der geschĂ€tzte Steuerausfall hat sich im Jahresvergleich verdreifacht, schĂ€tzungsweise 869 Millionen Euro gingen an Steuereinnahmen verloren. Fast 40 % des gesamten Zigarettenkonsums in den Niederlanden entfallen auf nicht inlĂ€ndische Produkte (4,2 Milliarden), wĂ€hrend das Gesamtvolumen des Zigarettenkonsums stabil geblieben ist.

Die Konsequenzen sind wachsende Steuerverluste, ein boomender illegaler Handel, welcher der Organisierten KriminalitĂ€t hohe Gewinne beschert, und ein Anstieg der illegalen Zigarettenproduktion in Deutschland, von wo aus die Organisierte KriminalitĂ€t auch ihre Kunden unter anderem in Frankreich und den Niederlanden versorgt. Allein 2024 wurden hierzulande sieben illegale ProduktionsstĂ€tten aufgedeckt (2023: vier Fabriken), bei denen im Durchschnitt 4,9 Millionen gefĂ€lschte Zigaretten pro Razzia sichergestellt werden konnten. Deutschland ist zu einem Hotspot fĂŒr die Produktion von illegalen Tabakprodukten in Europa geworden und ist laut aktuellem KPMG-Bericht auf Platz vier, was das beschlagnahmte Volumen angeht.

"Um dieser Entwicklung wirksam entgegenzutreten, braucht es eine nachhaltige personelle, finanzielle und technologische StĂ€rkung des Zolls. Ebenso erfolgsentscheidend ist jedoch eine Reduktion bestehender Anreize fĂŒr die Organisierte KriminalitĂ€t im illegalen Tabakhandel tĂ€tig zu sein. Dazu gehört eine kluge Regulatorik, die dem Abrutschen von Verbraucherinnen und Verbraucher in den Schwarzmarkt vorbeugt", so Tammo Körner, Leiter Fiscal Affairs & Illicit Trade Prevention, bei Philip Morris Deutschland.

Tabaksteuerpolitik mit negativen Folgen bei Tabakerhitzern

Inzwischen weitet die Organisierte KriminalitÀt ihre AktivitÀten auch auf andere Tabak- und Nikotinprodukte wie erhitzter Tabak aus - insbesondere in Deutschland. Wie der Bericht im Vergleich der zehn untersuchten MÀrkte zeigt, verzeichnete Deutschland mit 150 Millionen geschmuggelten Tabaksticks den höchsten Wert.

Zu dieser Entwicklung auf europĂ€ischer Ebene erlĂ€utert Massimo Andolina, PrĂ€sident der Region Europa bei Philip Morris International: "Politische EntscheidungstrĂ€ger mĂŒssen erkennen, dass sich die Fehler, die den illegalen Zigarettenmarkt anheizen, nicht bei der Regulierung rauchfreier Produkte wiederholen dĂŒrfen - wie ĂŒberhöhte und marktverzerrende Besteuerung, drastische Maßnahmen wie Verbote sowie unzureichende Strafverfolgung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Andernfalls drohen Ă€hnliche Verwerfungen, wie sie bereits in LĂ€ndern zu beobachten sind, die solche Maßnahmen im Zigarettenbereich umgesetzt haben - und wie sie sich zunehmend auch in LĂ€ndern abzeichnen, die den legalen Verkauf rauchfreier Produkte untersagen."

Die deutlich höhere Tabakbesteuerung in Deutschland im Vergleich zu anderen LĂ€ndern wie Polen und der Tschechischen Republik fĂŒhrt zunehmend zu Ausweichbewegungen der Konsumenten. Bereits jeder dritte konsumierte Tabakstick (29,5 % bzw. rund 2 Milliarden StĂŒck) stammt aus NachbarlĂ€ndern und wird nicht in Deutschland versteuert, 70 % davon aus Polen und der Tschechischen Republik.

Den vollstÀndigen KPMG-Bericht in englischer Sprache finden Sie hier.

Anmerkung

FĂŒr Philip Morris International hat die Unterbindung des illegalen Tabakhandels seit Langem PrioritĂ€t. Das Unternehmen arbeitet mit Strafverfolgungsbehörden und anderen Organisationen auf der ganzen Welt zusammen, um illegale AktivitĂ€ten, einschließlich FĂ€lschungen und Schmuggel, aufzudecken und zu unterbinden. PMI IMPACT ist nur ein Beispiel fĂŒr das Engagement von Philip Morris International in diesem Bereich - es unterstĂŒtzt Projekte Dritter, die darauf abzielen, den illegalen Handel zu reduzieren oder zu verhindern.

Die BemĂŒhungen von Philip Morris International zur BekĂ€mpfung des illegalen Handels sind in das TagesgeschĂ€ft des Unternehmens eingebettet. Das Unternehmen ergreift PrĂ€ventiv- und Schutzmaßnahmen zur Kontrolle der Lieferkette, setzt modernste Track-and-Trace-Technologien ein und verlangt von allen Kunden und Lieferanten die Einhaltung strenger Sorgfaltsstandards und -protokolle. Des Weiteren unterstĂŒtzt PMI einschlĂ€gige Vorschriften wie das FCTC-Protokoll zur Unterbindung des illegalen Handels mit Tabakerzeugnissen und die Bestimmungen der EU-Richtlinie zur RĂŒckverfolgung von Tabakerzeugnissen.

Philip Morris International: Ein globaler Champion fĂŒr rauchfreie Produkte

Philip Morris International (PMI) ist ein fĂŒhrendes internationales KonsumgĂŒterunternehmen, das sich aktiv fĂŒr eine rauchfreie Zukunft einsetzt und plant, sein Portfolio langfristig auf Produkte außerhalb des Tabak- und Nikotinsektors auszuweiten. Das derzeitige Produktportfolio des Unternehmens besteht in erster Linie aus Zigaretten und rauchfreien Produkten, wie Tabakerhitzern, Nikotinbeuteln und E-Zigaretten. Zum 31. Dezember 2024 waren die rauchfreien Produkte von PMI in 95 MĂ€rkten erhĂ€ltlich und wurden nach SchĂ€tzungen von PMI von 38,6 Millionen Erwachsenen in aller Welt genutzt. Das GeschĂ€ft mit rauchfreien Produkten machte im ersten Quartal 2025 42 Prozent der gesamten Nettoeinnahmen von PMI aus. Seit 2008 hat PMI mehr als 14 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung, wissenschaftliche Bewertung und Vermarktung innovativer rauchfreier Produkte fĂŒr Erwachsene investiert, die sonst weiter rauchen wĂŒrden, mit dem Ziel, den Verkauf von Zigaretten vollstĂ€ndig einzustellen. Dazu gehört der Aufbau wissenschaftlicher BewertungskapazitĂ€ten von Weltrang, insbesondere in den Bereichen prĂ€klinische Systemtoxikologie, klinische und Verhaltensforschung sowie Studien nach der MarkteinfĂŒhrung. Nach eingehender wissenschaftlicher PrĂŒfung hat die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA General Snus und die Nikotinbeutel der Marke ZYN von Swedish Match sowie GerĂ€teversionen von IQOS und die dazugehörigen Tabaksticks von PMI zur Vermarktung zugelassen - die ersten Zulassungen dieser Art in den jeweiligen Kategorien ĂŒberhaupt. Bestimmte Versionen der IQOS Tabakerhitzer, seiner Consumables und das Produkt General Snus erhielten von der FDA auch die ersten Zulassungen als Tabakprodukt mit modifiziertem Risiko (MRTP). PMI verfĂŒgt ĂŒber ein starkes Fundament und ausgeprĂ€gtes Fachwissen in Biowissenschaften und hat das langfristige Ziel, in den Wellness- und Gesundheitsbereich zu expandieren und das Leben durch nahtlose Gesundheitserlebnisse zu verbessern. Verweise auf "PMI", "wir", "unser" und "uns" beziehen sich auf Philip Morris International Inc. und seine Tochtergesellschaften. FĂŒr weitere Informationen besuchen Sie bitte www.pmi.com und www.pmiscience.com.

Über die Philip Morris GmbH (PMG)

Die 1970 in Deutschland gegrĂŒndete Philip Morris GmbH ist ein Unternehmen von PMI. Mit einem Marktanteil von 38,4 Prozent im Jahr 2024 ist das Unternehmen bereits seit 1987 MarktfĂŒhrer auf dem deutschen Zigarettenmarkt. Das derzeitige Produktportfolio besteht aus Zigaretten und rauchfreien Produkten wie Tabakerhitzern und E-Zigaretten.

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