Governance, Studie

Schwarzmarkt fĂŒr Nikotinbeutel floriert: Bundesweite Studie offenbart die Folgen fehlender Regulierung

03.03.2026 - 08:05:00 | presseportal.de

GrĂ€felfing - Eine aktuelle bundesweite Ipsos-Studie im Auftrag von Philip Morris International (PMI) zeigt: Trotz de-facto Verbot sind tabakfreie Nikotinbeutel in Deutschland weit verbreitet - ein Drittel der untersuchten Produkte sind FĂ€lschungen. Die bestehende Nachfrage wird nachweislich ĂŒber inoffizielle Vertriebswege und den Schwarzmarkt bedient. So belegt die Untersuchung, dass tabakfreie Nikotinbeutel bereits in 15,8 Prozent der kleinen unabhĂ€ngigen Verkaufsstellen und TabakfachgeschĂ€fte angeboten werden. Nur eine sinnvolle staatliche Regelung, inklusive Nikotinobergrenzen und Bestimmungen zu Inhaltsstoffen und Verpackungsaufmachung, garantiert Jugendschutz und die Einhaltung von QualitĂ€tsstandards. DarĂŒber hinaus sorgt eine angemessene Besteuerung der Produkte fĂŒr zusĂ€tzliche Steuereinnahmen fĂŒr den Bund. Die aktuelle Situation oder ein Verbot fĂŒhren nur dazu, dass die organisierte KriminalitĂ€t als Einzige profitiert.

Schwarzmarkt fĂŒr Nikotinbeutel floriert: Bundesweite Studie offenbart die Folgen fehlender Regulierung - Foto: presseportal.de
Schwarzmarkt fĂŒr Nikotinbeutel floriert: Bundesweite Studie offenbart die Folgen fehlender Regulierung - Foto: presseportal.de

Laut Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung konsumierten 2022 bereits zwei Prozent der Bevölkerung Nikotinbeutel regelmĂ€ĂŸig, 14 Prozent probierten sie schon aus[1]. Das entspricht einer Anzahl von ĂŒber 1,5 Millionen regelmĂ€ĂŸiger Konsumenten bzw. ĂŒber elf Millionen Menschen, die die Produkte mindestens einmal konsumiert haben. Es ist davon auszugehen, dass diese Zahlen mittlerweile noch angestiegen sind. Verschiedene Gerichtsurteile und Behörden stufen tabakfreie Nikotinbeutel rechtlich als Lebensmittel ein, was ein de-facto Verbot darstellt. Dies spielt der Organisierten KriminalitĂ€t in die HĂ€nde, die die hohe Nachfrage bedient und erhebliche Gewinne erzielt.

Hohes Maß an FĂ€lschungen mit SchĂ€den fĂŒr Gesellschaft, Handel und Verbraucher

Forensische Untersuchungen der angebotenen tabakfreien Nikotinbeutel zeigen: Ein Drittel aller untersuchten Produkte sind FĂ€lschungen. Das entspricht bezogen auf die Gesamtstichprobe jeder siebten Packung.

Bei gefĂ€lschten Produkten handelt es sich um Erzeugnisse, die unter widrigen UmstĂ€nden hergestellt werden und keinerlei Produktions- und QualitĂ€tskontrollen unterliegen. FĂŒr HĂ€ndler und Verbraucher ist gleichermaßen meist nicht erkennbar, ob es sich um gefĂ€lschte Produkte handelt.

Die Preise fĂŒr gefĂ€lschte tabakfreie Nikotinbeutel sind laut Ipsos-Umfrage hoch - aktuell ĂŒber 9,00 Euro. Sie liegen bei einem Vielfachen der Produktionskosten, damit werden die Produkte fast doppelt so teuer verkauft, wie im benachbarten Österreich, wo die tabakfreien Nikotinbeutel schon im Markt erhĂ€ltlich sind und durchschnittlich fĂŒr circa 6,00 Euro legal verkauft werden.Das macht sie fĂŒr die Organisierte KriminalitĂ€t hochprofitabel und noch interessanter als Zigaretten. Hier liegt der illegale Gewinn fĂŒr gefĂ€lschte Packungen mit zwei bis drei Euro weit darunter.

"Die Studie belegt eindrucksvoll, dass bereits ein etablierter Markt fĂŒr tabakfreie Nikotinbeutel existiert - Tendenz steigend! Das aktuelle Verbot fördert illegale Strukturen und den Handel mit ProduktfĂ€lschungen. Wir brauchen eine Regulierung, die Verbraucherschutz, Jugendschutz und Steuergerechtigkeit sicherstellt - und zwar jetzt", so Tammo Körner, Senior Manager Fiscal Affairs & Illicit Trade Prevention, Philip Morris GmbH. "Wie wir am Beispiel von Schweden sehen, kann durch eine gezielte Regulierung von Nikotinbeuteln die RaucherprĂ€valenz gesenkt werden. Deutschland sollte dieses Potenzial nutzen."

Etablierter Schwarzmarkt: Ohne klare Regulierung bleibt MarktĂŒberwachung chancenlos

Wie etabliert der Schwarzmarkt fĂŒr tabakfreie Nikotinbeutel inzwischen ist, zeigt auch die Studie. So wurden in fast 16 Prozent der Verkaufsstellen tabakfreie Nikotinbeutel zum Verkauf angeboten. "Die aktuelle Rechtslage ist fĂŒr Handel, Behörden und Verbraucher gleichermaßen untragbar", so Matthias Junkers, GeschĂ€ftsfĂŒhrer vom Bundesverband Deutscher Tabakwaren-GroßhĂ€ndler und Automatenaufsteller e.V. (BDTA). "Wer daran glaubt, dass die Menschen keine tabakfreien Nikotinbeutel kaufen, nur weil diese verboten sind, ist auf dem Holzweg."

Steffen Kahnt, GeschĂ€ftsfĂŒhrer vom Bundesverband des Tabakwaren-Einzelhandels (BTWE) ergĂ€nzt: "Die Produkte boomen trotz fehlender Zulassung. Wer auf Prohibition setzt, setzt auf Mafia statt auf Einzelhandel, setzt auf Schwarzmarkt statt auf Steuereinnahmen, setzt auf Verwahrlosung statt auf Jugendschutz."

Gleichzeitig kann die behördliche Kontrolle mit der aktuellen Marktsituation nicht flĂ€chendeckend Schritt halten und bleibt oft chancenlos. Die großen regionalen Unterschiede bei der VerfĂŒgbarkeit von tabakfreien Nikotinbeuteln verkomplizieren behördliche Kontrollen, denn in manchen Regionen sind die Produkte weiter verbreitet - in ĂŒber 20 Prozent der untersuchten kleinen unabhĂ€ngigen Verkaufsstellen und TabakfachgeschĂ€ften - in anderen Regionen bieten nur rund 9 Prozent der GeschĂ€fte tabakfreie Nikotinbeutel an. Hinzu kommt, dass in 19,1 Prozent der FĂ€lle Nikotinbeutel offen im GeschĂ€ft prĂ€sentiert wurden. In 60,3 Prozent der FĂ€lle wurde eine regulĂ€re Abrechnung ĂŒber das Kassensystem angeboten.

Klare Regulierung im Tabakrecht fĂŒr effektiven Jugend- und Verbraucherschutz und EindĂ€mmung des Schwarzmarktes

"Die Nachfrage existiert und wird ĂŒber den Schwarzmarkt bedient. Was es braucht, ist eine klare Regulierung tabakfreier Nikotinbeutel, die den Beamtinnen und Beamten von Kontroll- und Sicherheitsbehörden die entlastende Rechtssicherheit verschafft, um besser gegen den illegalen Handel mit tabakfreien Nikotinbeuteln vorgehen zu können. Das Tabakerzeugnis- und Tabaksteuergesetz bieten die nötige Struktur, um den Schwarzmarkt einzudĂ€mmen, Jugend- und Verbraucherschutz durchzusetzen, dem Handel klare Vorgaben zu geben und darĂŒber hinaus wichtige Steuereinnahmen zu sichern.", so Thomas Liebel, Bundesvorsitzender der BDZ Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft.

Zur Erhebung:

Das Institut Ipsos hat im Auftrag von Philip Morris International von Juli bis August 2025 eine bundesweite Handelsanalyse durchgefĂŒhrt. Untersucht wurden 1.256 kleine unabhĂ€ngige Verkaufsstellen und TabakfachgeschĂ€fte in 24 StĂ€dten, um die VerfĂŒgbarkeit von tabakfreien Nikotinbeuteln zu ermitteln. ZusĂ€tzlich erfolgten in Stichproben forensische Untersuchungen. Alle bundesweiten Schwerpunktgebiete wurden durch die Untersuchung abgedeckt.

Aktueller Hinweis ĂŒber das PrĂŒfverfahren in den U.S.A.:

Philip Morris International fordert in den U.S.A. die Zulassung der tabakfreien Nikotinbeutel ZYN als "Modified Risk Tobacco Product" / MRTP ("Tabakprodukt mit modifiziertem Risiko")

Im Rahmen eines PrĂŒfverfahrens der U.S.-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA legte PMI am 22. Januar 2026 dem "Tobacco Products Scientific Advisory Committee" (TPSAC) der FDA wissenschaftliche Daten hierzu vor.

Das Gremium bestÀtigte, dass die von Philip Morris vorgelegten Daten darauf hinweisen, dass die vorgeschlagene Aussage zum "Modified Risk" wissenschaftlich zutreffend ist.

Es wurde auch bestĂ€tigt, dass die PrĂ€valenz des Konsums von Nikotinbeuteln unter Jugendlichen in den USA derzeit relativ gering ist und die Einordnung als "Modified Risk Tobacco Product" nicht zu einer erhöhten Nutzungsabsicht bei jungen Erwachsenen fĂŒhre.

Und dass Verbraucherinnen und Verbraucher verstehen, dass die tabakfreien Nikotinbeutel ZYN nicht risikofrei sind, das Erkrankungsrisiko nach einem vollstÀndigen Umstieg jedoch im Vergleich zum fortgesetzten Zigarettenkonsum deutlich geringer ist.

Dieser Zulassungsprozess lÀuft aktuell und ist noch nicht abgeschlossen.

Im Januar 2025 wurde ZYN als erster Nikotinbeutel in den U.S.A. von der FDA fĂŒr die Vermarktung zugelassen.

Bericht der Nachrichtenagentur Associated Press: What to know about FDA's review of new Zyn advertising proposal

[1] BfR (2023): "ne dicke Lippe riskieren?" - Nikotinbeutel, in: BfR2GO, 1/2023, S. 32-35

Philip Morris International: Ein globaler Vorreiter fĂŒr eine rauchfreie Zukunft

Philip Morris International (PMI) ist ein fĂŒhrendes internationales KonsumgĂŒterunternehmen, das sich aktiv fĂŒr eine rauchfreie Zukunft einsetzt und plant, sein Portfolio langfristig auf Produkte außerhalb des Tabak- und Nikotinsektors auszuweiten. Das derzeitige Produktportfolio des Unternehmens besteht in erster Linie aus Zigaretten und rauchfreien Produkten, wie Tabakerhitzern, Nikotinbeuteln und E-Zigaretten. Die rauchfreien Produkte von PMI sind in mehr als 105 MĂ€rkten erhĂ€ltlich und wurden nach SchĂ€tzungen von PMI zum 31. Dezember 2025 von mehr als 43 Millionen volljĂ€hrigen Konsumenten und Konsumentinnen in aller Welt genutzt - viele davon haben das Rauchen aufgegeben oder ihren Zigarettenkonsum deutlich reduziert. Das GeschĂ€ft mit rauchfreien Produkten machte im Gesamtjahr 2025 41,5 Prozent des gesamten Nettoumsatzes von PMI aus. Seit 2008 hat PMI mehr als 16 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung, wissenschaftliche Bewertung und Vermarktung innovativer rauchfreier Produkte fĂŒr Erwachsene investiert, die sonst weiter rauchen wĂŒrden, mit dem Ziel, den Verkauf von Zigaretten vollstĂ€ndig einzustellen. Dazu gehört der Aufbau erstklassiger wissenschaftlicher BewertungskapazitĂ€ten, insbesondere in den Bereichen prĂ€klinische Systemtoxikologie, klinische und Verhaltensforschung sowie Studien nach der MarkteinfĂŒhrung. Nach eingehender wissenschaftlicher PrĂŒfung hat die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA fĂŒr General Snus und die Nikotinbeutel der Marke ZYN von Swedish Match sowie GerĂ€teversionen von IQOS und die dazugehörigen Tabaksticks von PMI eine Marktautorisierung ausgesprochen - die erste dieser Art in den jeweiligen Kategorien ĂŒberhaupt. Bestimmte Versionen der IQOS Tabakerhitzer, seiner Consumables und das Produkt General Snus erhielten von der FDA auch die ersten Autorisierungen als Tabakprodukt mit modifiziertem Risiko (MRTP). Verweise auf "PMI", "wir", "unser" und "uns" beziehen sich auf Philip Morris International Inc. und seine Tochtergesellschaften. FĂŒr weitere Informationen besuchen Sie bitte www.pmi.com und www.pmiscience.com.

Über die Philip Morris GmbH (PMG)

Die 1970 in Deutschland gegrĂŒndete Philip Morris GmbH ist ein Unternehmen von PMI. Mit einem Marktanteil von 38,4 Prozent im Jahr 2024 ist das Unternehmen bereits seit 1987 MarktfĂŒhrer auf dem deutschen Zigarettenmarkt. Das derzeitige Produktportfolio besteht aus Zigaretten und rauchfreien Produkten wie Tabakerhitzern und E-Zigaretten.

Pressekontakt:

Philip Morris GmbH
Pressestelle
E-Mail: presse.pmg@pmi.com
Website: philipmorris.de | pmi.berlin

Original-Content von: Philip Morris GmbH ĂŒbermittelt durch news aktuell

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