Greensand, CO2-Speicher

Greensand: EU fördert CO2-Speicher mit 41 Millionen Euro

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 00:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das dÀnische Greensand-Projekt startet den kommerziellen CO2-Speicherbetrieb und erhÀlt 41 Millionen Euro aus dem EU-Innovationsfonds.

Greensand erhĂ€lt 41 Millionen Euro fĂŒr CO2-Speicherung
Weite Nordsee bei DĂ€mmerung mit einer industriellen Plattform am Horizont zur Speicherung von Kohlendioxid. Illustration mit AI erstellt.

Das dĂ€nische Klimaschutzprojekt Greensand erhĂ€lt eine bedeutende finanzielle UnterstĂŒtzung durch die EuropĂ€ische Union. Im Rahmen des Programms „Greensand Future“ werden dem Vorhaben Mittel in Höhe von 41 Millionen Euro aus dem EU-Innovationsfonds bereitgestellt.

Diese Förderung markiert einen weiteren Meilenstein fĂŒr die Initiative zur geologischen Speicherung von Kohlendioxid (Carbon Capture and Storage, CCS) in der Nordsee, nachdem die Anlage bereits Mitte September offiziell in Betrieb genommen wurde.

Eröffnung der kommerziellen Speicheranlage in Esbjerg

Die Einweihung des Projekts fand in der dĂ€nischen Hafenstadt Esbjerg statt, wo König Frederik X. den kommerziellen Betrieb des CO2-Speichers am 18. September 2026 förmlich startete. Greensand wird von einem Konsortium unter der FĂŒhrung von INEOS Energy betrieben, dem zudem das britische Unternehmen Harbour Energy sowie der staatliche dĂ€nische NordsĂžfonden angehören.

In der aktuellen ersten Phase verfĂŒgt das Projekt ĂŒber eine jĂ€hrliche SpeicherkapazitĂ€t von 400.000 Tonnen CO2. Die langfristige Planung sieht jedoch eine massive Ausweitung vor: Bis zum Ende des Jahrzehnts soll das Volumen auf jĂ€hrlich 4 bis 8 Millionen Tonnen Kohlendioxid gesteigert werden. Damit leistet das Vorhaben einen zentralen Beitrag zu den dĂ€nischen und europĂ€ischen Klimazielen.

Technische Umsetzung und maritime Logistik

Ein wesentlicher Bestandteil der Infrastruktur ist das Spezialschiff „Carbon Destroyer One“. Mit einer LĂ€nge von 150 Metern ist das Schiff darauf ausgelegt, pro Fahrt rund 5.300 Tonnen CO2 zu transportieren. Das Gas wird etwa 250 Kilometer vor der dĂ€nischen KĂŒste in die Tiefe gepresst. Die Injektion des verflĂŒssigten Kohlendioxids erfolgt in einer Tiefe von 1.800 Metern unter dem Meeresboden bei einem Druck von 200 Bar.

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Die bisherigen Investitionen in das Projekt Greensand belaufen sich laut vorliegenden Berichten auf mehr als 150 Millionen US-Dollar. Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 eine KapazitĂ€t von insgesamt 8 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr zu erreichen und damit eine skalierbare Lösung fĂŒr Industrieemissionen anzubieten, die schwer zu vermeiden sind.

Kontext im europÀischen Vergleich

DĂ€nemark positioniert sich mit Greensand als fĂŒhrender Akteur im Bereich der Kohlenstoffspeicherung in Europa. Ein vergleichbares Projekt ist das norwegische Vorhaben „Northern Lights“, das seit August 2025 in Betrieb ist und jĂ€hrlich etwa 1,5 Millionen Tonnen CO2 speichert. Die nun zugesagte EU-Förderung fĂŒr Greensand unterstreicht die wachsende Bedeutung von CCS-Technologien fĂŒr die Erreichung der KlimaneutralitĂ€t innerhalb der Union.

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WĂ€hrend das Projekt in DĂ€nemark voranschreitet, werden auch in anderen europĂ€ischen Regionen Ă€hnliche Speichertechnologien diskutiert oder bereits implementiert. Die Förderung aus dem Innovationsfonds dient dabei als Katalysator, um die hohen initialen Investitionskosten fĂŒr derartige Infrastrukturen abzufedern und die technische Machbarkeit im großindustriellen Maßstab unter Beweis zu stellen.

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