Grillen, Einweggrill

Grillen to go: Deutsche greifen öfter zum Einweggrill

06.07.2025 - 06:00:41

GrillgerÀte sind nach einer Absatzspitze in der Corona-Pandemie keine SelbstlÀufer mehr im Handel. Die kleinen und billigen Einweggrills kommen dagegen deutlich hÀufiger in den Warenkorb.

Einweggrills haben in der Gunst der Verbraucher krĂ€ftig zugelegt. Die Nachfrage nach den kleinen, mit Kohle gefĂŒllten Schalen ist nach einer Analyse des Marktforschungsunternehmens NielsenIQ  in Deutschland stark gestiegen, wĂ€hrend gleichzeitig weniger herkömmliche Grills verkauft werden.

In den ersten fĂŒnf Monaten des laufenden Jahres wurden demnach 459.200 Einweggrills verkauft. Das sind 129.700 StĂŒck oder gut 39 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahlen beziehen sich auf den Gesamtmarkt, BaumĂ€rkte und große SupermĂ€rkte sind Teil der Analyse. 

Damit hat sich das Absatzwachstum der Einweggrills sogar noch beschleunigt: In den ersten fĂŒnf Monaten 2024 war nach den Daten des Marktforschungsinstituts der Absatz bereits um 26 Prozent gegenĂŒber dem gleichen Vorjahreszeitraum 2023 gestiegen. 

Auch steigende Nachfrage bei Pizzaöfen

Bei herkömmlichen Grills und GrillgerĂ€ten, die mit Holzkohle oder Gas betrieben werden, stellen die Marktforscher von NielsenIQ hingegen in diesem Jahr einen AbsatzrĂŒckgang fest: In den ersten fĂŒnf Monaten 2025 wurden 475.000 Standard-Grills gekauft. Das sind 11.700 beziehungsweise 2,4 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Bei Kohle- und Gasgrills sind die Durchschnittspreise Anfang dieses Jahres rĂŒcklĂ€ufig, wĂ€hrend bei Elektrogrills die Durchschnittspreise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigen. Eine steigende Nachfrage haben die Marktforscher bei Outdoor-Pizzaöfen festgestellt. 

Kommunen wie die Stadt Dortmund appellieren an die Grillfreunde, aus Umwelt- und BrandschutzgrĂŒnden Einweggrills beim Benutzen nicht direkt auf das Gras zu stellen.

@ dpa.de