Grundsicherung, Strengere

Grundsicherung ab Juli: Strengere Schonvermögens-Regeln treten in Kraft

20.06.2026 - 14:55:18 | boerse-global.de

Verena Bentele legt VdK-Landesvorsitz nieder, bleibt aber BundesprÀsidentin. Interne Querelen und Sozialpolitik prÀgen die Entscheidung.

VdK Bayern: Verena Bentele tritt nach Machtkampf zurĂŒck
Grundsicherung - Eine nachdenkliche Frau in einem BĂŒro blickt aus dem Fenster, was einen RĂŒcktritt oder eine schwierige Entscheidung symbolisiert. 20.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Zum 30. Juni 2026 legt die 44-JĂ€hrige den Posten nieder – nach monatelangem internen Machtkampf.

Eskalation im Vorstand

Neben Bentele wirft auch Schatzmeister Konrad Gritschneder (74) das Handtuch. Hintergrund sind tiefe Meinungsverschiedenheiten mit der Mehrheit des bayerischen Landesvorstands. Acht von zehn Vorstandsmitgliedern stellten sich gegen die Vorsitzende.

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Der Konflikt schwelt seit Sommer 2025. Im Kern geht es um die kĂŒnftige FĂŒhrung und die Verbandsstruktur des mit rund 850.000 Mitgliedern grĂ¶ĂŸten Landesverbands im Sozialverband VdK.

Mit ihrem RĂŒcktritt kommt Bentele einem formellen Abberufungsverfahren zuvor. Ein Gremium aus 90 Mitgliedern des Landesausschusses hatte bereits am 19. Juni ĂŒber eine mögliche Absetzung beraten. Offiziell gelten alle gegen Bentele erhobenen VorwĂŒrfe inzwischen als ausgerĂ€umt. Wer die Nachfolge antritt, ist noch offen.

Fokus auf die Bundespolitik

Trotz des RĂŒckzugs in Bayern bleibt Bentele PrĂ€sidentin des VdK Deutschland. Auf nationaler Ebene vertritt sie weiter die Interessen des Gesamtverbandes – pĂŒnktlich zu wichtigen sozialpolitischen Weichenstellungen.

Am Dienstag, 22. Juni 2026, legt die Rentenkommission ihren Abschlussbericht vor. 30 Empfehlungen gehen dann an Kanzler Friedrich Merz und Sozialministerin BĂ€rbel Bas. Bentele fordert eine deutliche StĂ€rkung der gesetzlichen Rentenversicherung. Sie warnt vor KĂŒrzungen oder einer weiteren Anhebung des Renteneintrittsalters. Nötig sei eine sozial gerechte Altersvorsorge, um Altersarmut zu verhindern.

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Kritik an der Grundsicherung

Auch die geplante Reform der Grundsicherung sieht Bentele kritisch. Ab Juli 2026 gelten verschĂ€rfte Regeln fĂŒr das Schonvermögen. Vermögenswerte wie Aktien oder ETFs mĂŒssen dann schneller fĂŒr den Lebensunterhalt eingesetzt werden.

Die FreibetrĂ€ge sind nach Alter gestaffelt: 10.000 Euro fĂŒr Personen ab 21 Jahren, 15.000 Euro fĂŒr Betroffene ab 51 Jahren. Bentele warnt, dass diese VerschĂ€rfungen die private Altersvorsorge vieler BĂŒrger gefĂ€hrden. Andere SozialverbĂ€nde wie der SoVD fordern ebenfalls ein stabiles Rentenniveau und mehr Maßnahmen gegen Altersarmut.

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