Gut einen Monat vor Midterms: Trump startet Wahlkampftour
Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 06:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBei einer Rede vor Mitarbeitern eines Lastwagen-Herstellers im texanischen Denton lieà er erkennen, dass er sich seiner seit lÀngerem schlechten Beliebtheitswerte bewusst zu sein scheint.
Zwar pries er wie ĂŒblich seine eigene Politik in höchsten Tönen. Gleichzeitig betonte er aber auch, dass die Ăffentlichkeitsarbeit schlecht laufe. Man leiste "phĂ€nomenale Arbeit", verkaufe diese aber vielleicht nicht gut, sagte der US-PrĂ€sident.
Bereits zuvor betonte Trump vor Reportern, dass er in den verbleibenden Wochen vor den sogenannten Midterms durchs Land reisen und Wahlkampf betreiben werde. Sein Auftritt in Denton markierte den Auftakt dazu, noch am selben Abend (Ortszeit) reiste Trump dafĂŒr zudem in den US-Bundesstaat Oklahoma. "Ich bin mit ganzem Herzen dabei - mehr denn je", betonte Trump in Texas. "Ich glaube, wir werden gewinnen."
Was bei den Midterms fĂŒr Trump auf dem Spiel steht
Am 3. November wÀhlen die Amerikanerinnen und Amerikaner bei den Zwischenwahlen oder Midterms rund ein Drittel der Senatorinnen und Senatoren neu sowie das gesamte ReprÀsentantenhaus. Derzeit halten Trumps Republikaner eine knappe Mehrheit in beiden Kongress-Kammern. Seine Politik ist allerdings laut Umfragen unter anderem nach den Spritpreiserhöhungen als Folge des Iran-Krieges im eigenen Land schon lÀnger unbeliebt.
Die Demokraten können sich Hoffnungen machen, zumindest das Abgeordnetenhaus zurĂŒckzuerobern. Gelingt ihnen das, könnten sie unter anderem Trumps Gesetzesinitiativen blockieren und Untersuchungen in Gang setzen.
Seinen schlechten Beliebtheitswerten zum Trotz hat der US-PrĂ€sident die Zwischenwahlen mehrfach zu einer Abstimmung ĂŒber sich selbst erklĂ€rt. "Bitte tut so, als wĂŒrde ich kandidieren", rief er seine AnhĂ€nger etwa vor wenigen Wochen beim Parteitag der Republikaner in Dallas auf. Der US-PrĂ€sident setzt weiterhin auf seine Strahlkraft und hofft, seine AnhĂ€ngerschaft auch dann zum WĂ€hlen zu mobilisieren, wenn er selbst nicht auf dem Stimmzettel steht.
Einstige Republikaner-Hochburg Texas wackelt
In Texas versuchte Trump nun erneut, fĂŒr den Republikaner Ken Paxton zu werben. Der vom US-PrĂ€sidenten unterstĂŒtzte Kandidat will in den Senat einziehen - doch der Sieg in der einstigen Republikaner-Hochburg Texas ist ihm keineswegs gewiss. Die Demokraten machen sich Hoffnungen, mit ihrem Kandidaten James Talarico den Republikanern den Sitz abzunehmen.
Auch Trump machte in Denton klar, dass fĂŒr seine Partei dort viel auf dem Spiel steht: "Wir brauchen Ken so dringend, und deshalb bin ich hier." Falls dessen Kontrahent Talarico das umkĂ€mpfte Rennen fĂŒr sich entscheidet, wĂ€re er der erste demokratische Senator aus Texas seit mehr als drei Jahrzehnten.
