IFA, Turnaround

Die IFA Gruppe hat 2023 den Turnaround geschafft

18.12.2023 - 08:30:13

Haldensleben - Die international tĂ€tige IFA Gruppe hat ihren Transformationskurs 2023 erfolgreich fortgesetzt. So wird der Antriebswellen- und Gelenkhersteller im laufenden GeschĂ€ftsjahr erstmals seit sechs Jahren wieder einen Gewinn erzielen. Trotz weiterhin schwieriger Bedingungen in der Zulieferbranche sind die Prognosen auch fĂŒr das kommende Jahr positiv. Neukundengewinne in wichtigen ZukunftsmĂ€rkten und ein attraktives Produktportfolio fĂŒr alle Antriebstechnologien werden nach EinschĂ€tzung der GeschĂ€ftsfĂŒhrung dafĂŒr sorgen, dass das Unternehmen seinen Wachstumskurs fortsetzen kann.

"Wir liegen bei unseren wichtigsten Zielen voll im Plan", sagt GeschĂ€ftsfĂŒhrer Jan-C. Maser. So sei es 2023 gelungen, die Kostenstrukturen der IFA deutlich zu verbessern und das Unternehmen wieder auf eine solide finanzielle Grundlage zu stellen. Auch bei der Stabilisierung von Produktion und Lieferketten sind Masers Angaben zufolge große Fortschritte erzielt worden. Mit gleich vier Seitenwellenprogrammen ist dem Automobilzulieferer seit dem vergangenen Jahr zudem der grĂ¶ĂŸte Auftragsgewinn der Firmengeschichte gelungen. "Der Erfolg im NeugeschĂ€ft in strategisch wichtigen MĂ€rkten und die Zahl attraktiver Kundenanfragen zeigen, dass die IFA ein intaktes und vor allem zukunftsfĂ€higes GeschĂ€ftsmodell hat", so CEO Robert Roiger.

Mit ihrem aktuellen Produktportfolio deckt die IFA erstmals alle Wellenarten (LĂ€ngs-, vordere und hintere Seitenwellen) ab. "Als Komplettanbieter fĂŒr alle Antriebstechnologien erschließt sich die IFA weltweit ein vielversprechendes Marktpotenzial", so der frĂŒhere BMW-Vorstand und IFA-Beiratsvorsitzende Dr. Andreas Wendt. "Ich gehe davon aus, dass es auch im nĂ€chsten Jahr positive Nachrichten zu vermelden gibt."

Strategie zur Verbesserung der Finanz- und Ertragskraft wird fortgefĂŒhrt

"Wir haben aus einer unprofitablen IFA in den vergangenen Monaten gemeinsam mit dem gesamten Team ein Unternehmen entwickelt, das die Trendwende geschafft hat und wieder schwarze Zahlen schreibt", so GeschĂ€ftsfĂŒhrer Stefan Bultmann. Am Hauptsitz in Haldensleben und in den weiteren Werken seien dazu Strukturen verschlankt und deutlich effizienter gestaltet worden. "Wir freuen uns sehr, dass wir - auch wenn es nicht immer einfach war - in den vergangenen 18 Monaten wesentliche Fortschritte erzielt haben und starten jetzt mit einem gemeinsamen Ziel vor Augen optimistisch ins neue Jahr."

Um die Ertragskraft und WettbewerbsfĂ€higkeit der IFA weiter zu verbessern, mĂŒsse das Unternehmen seinen Kurs 2024 stringent fortsetzen. So erfordern unter anderem die Weiterentwicklung des bestehenden Gelenkeportfolios, die Transformation der Produktion auf die neuen Produkte sowie die Erweiterung von FertigungskapazitĂ€ten nennenswerte Investitionen an den verschiedenen Standorten.

Transformation weltweit in vollem Gange

Im IFA-Werk in Shanghai (China) wurde die Produktion bereits in diesem Jahr fĂŒr einen großen neuen, lokalen Kunden im LĂ€ngswellenbereich auf- und umgerĂŒstet. 2024 wird im erweiterten ProduktionsgebĂ€ude die erste Produktionslinie fĂŒr Seitenwellen fĂŒr eine neue Elektro-Plattform eines deutschen Premium OEM installiert. Eine Ă€hnliche Transformation durchlĂ€uft das Werk in Charleston / USA. Bisher wurden hier ausschließlich LĂ€ngswellen hergestellt. Noch vor Jahresende wird nun die erste Montagelinie fĂŒr Seitenwellen installiert. In den nĂ€chsten Jahren soll sie um eine weitere Fertigungslinie ergĂ€nzt werden, um AuftrĂ€ge im E-Fahrzeugbereich bedienen zu können - unter anderem das erste Projekt der IFA Gruppe fĂŒr vordere Seitenwellen fĂŒr eine neue Plattform eines der weltweit grĂ¶ĂŸten Automobilhersteller.

Das polnische Werk in Ujazd, bisher das einzige Werk fĂŒr Seitenwellen, wird aktuell gleich fĂŒr drei große neue Kundenprogramme im E-Fahrzeugbereich aufgerĂŒstet. Auch im deutschen Werk am Stammsitz in Haldensleben sollen Produktionsprozesse weiter verbessert, eine neue Produktlinie eingefĂŒhrt und die Entwicklungszeiten fĂŒr neue Produkte weiter verkĂŒrzt werden.

Durchbruch der E-MobilitÀt lÀsst auf sich warten

Die weitere Entwicklung in der Automobilindustrie - der Kundschaft der IFA Gruppe - birgt nach Angaben des Managements einige Unsicherheit. "Wenn ich die Marktdaten und unsere GesprĂ€che mit den Herstellern in den verschiedenen Regionen richtig interpretiere, sind noch nicht alle Endkunden vollends von der ElektromobilitĂ€t ĂŒberzeugt", so Maser. "Mit unserem Produktportfolio, den Kompetenzen unserer BeschĂ€ftigten und den technischen FĂ€higkeiten der Werke sind wir so flexibel aufgestellt, dass wir sowohl fĂŒr eine lĂ€ngere Verweildauer von Verbrennern als auch fĂŒr die Elektro-Plattformen gut gerĂŒstet sind", so Stefan Bultmann.

Über die IFA Group:

Die IFA Group entwickelt und produziert Antriebswellen fĂŒr die Automobilindustrie. Das ursprĂŒngliche Unternehmen "IFA-Gelenkwelle" geht im Jahr 1959 aus der Zusammenlegung von drei verstaatlichten Maschinenbaubetrieben in Haldensleben (Sachsen-Anhalt) hervor. Heute zĂ€hlt der Automobilzulieferer mit rund 2.200 BeschĂ€ftigten an sieben Standorten (Deutschland, USA, China und Polen) zu den fĂŒhrenden Zulieferern der Automobilindustrie und ist unter anderem MarktfĂŒhrer fĂŒr LĂ€ngswellen in Europa und den USA. KĂŒnftig will das Unternehmen in die Top 100 der weltweit grĂ¶ĂŸten Zuliefererbetriebe vorzustoßen.

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