Handwerk 2026–2029: Neues Bündnis gegen Fachkräftemangel
02.06.2026 - 11:13:05 | boerse-global.deMit einem Bündel an Maßnahmen stemmen sich deutsche Handwerksorganisationen und Bildungseinrichtungen gegen den Fachkräftemangel. Der „Summer of Vocational Training" und ein neues Bündnis für Ausbildung sollen für Nachwuchs sorgen.
Neues BĂĽndnis fĂĽr Ausbildung bis 2029
Ein zentraler Baustein der Offensive ist das neu aufgelegte Bündnis für Aus- und Weiterbildung, das den Zeitraum 2026 bis 2029 abdeckt. Vorgestellt wurde die Vereinbarung im Haus des Deutschen Handwerks in Berlin – von Bundesbildungsministerin Karin Prien und ZDH-Präsident Jörg Dittrich. Im Fokus stehen die Stärkung von Basiskompetenzen, erweiterte Sprachförderung und eine verbesserte Berufsorientierung an Gymnasien.
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Das Ziel: eine stetige Versorgung des Handwerks mit qualifizierten Fachkräften. Als wichtigen Meilenstein für die kommenden Jahre hoben die Beteiligten zudem die EuroSkills 2027 hervor, die in Düsseldorf stattfinden werden. Ein Wettbewerb, der die berufliche Exzellenz in den Mittelpunkt rücken soll.
Unternehmer-Nachwuchs vernetzt sich auf Fehmarn
Die regionalen Handwerkskammern setzen derweil auf gezielten Austausch. Vom 4. bis 6. Juni 2026 treffen sich junge Unternehmer aus Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Niedersachsen auf der Ostseeinsel Fehmarn. Auf dem Programm: Workshops zur Cybersicherheit – durchgeführt vom Landeskriminalamt Schleswig-Holstein – und eine Exkursion zum Fehmarnbelt-Tunnel in Dänemark.
In Koblenz lockte kĂĽrzlich das sechste Startup Beach rund 250 Teilnehmer an. GrĂĽndungsprofis wie Dr. Julia Reckfort, Timo Heidrich und Tobias Simon gaben Einblicke in ihre Erfahrungen. Beratungsangebote zu Finanzierung, Rechtsformen und Steuern rundeten das Programm ab.
Auch die Handwerkskammer Karlsruhe hat einen vollen Terminkalender vorgelegt: Am 11. Juni startet der „StarterKlub" für Neugründer, gefolgt von einem Finanzierungsberatungstag am 18. Juni und einem speziellen „AI Breakfast" am 19. Juni. Diverse Netzwerktreffen für Handwerkerinnen und Azubis ziehen sich durch den Sommer und Herbst.
Digitale Sichtbarkeit und KI-Kompetenz
Die Digitalisierung traditioneller Handwerksbetriebe bleibt ein Schwerpunkt im Ausbildungsjahr 2026. Die Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald veranstaltet am 24. Juni einen Workshop zur digitalen Sichtbarkeit. Ziel: Websites, Social-Media-Auftritte und Google-Profile optimieren.
Die Arbeitsagenturen in Landau und Karlsruhe-Rastatt bieten am 19. Juni ein Webinar zur digitalen Souveränität an – speziell für Frauen, die Künstliche Intelligenz im Berufsalltag nutzen möchten.
Für den Einzelhandel und die Fertigungsbranche gibt es spezielle Schulungen: In Idar-Oberstein findet im Oktober und November ein Grundlagenseminar für Einsteiger in der Schmuck-, Edelstein- und Uhrenbranche statt – mit Fokus auf Verkaufs- und Fachwissen.
KfW-Preis und Uni-Programme fĂĽr GrĂĽnder
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Bis zum 1. Juli 2026 können sich angehende Unternehmer für den KfW Award Gründen bewerben. Teilnahmeberechtigt sind Firmen, die seit 2021 gegründet wurden. Es winken verschiedene Preisgelder – darunter ein nationaler Preis und Sonderkategorien für Betriebsnachfolgen. Die Preisverleihung ist für den 4. November 2026 in Berlin geplant.
Auch die Hochschulen mischen mit: Die Universität Vechta betreibt den Gründungsservice „TrENDi", der seit 2020 mit rund einer Million Euro gefördert wird. In Kooperation mit lokalen Initiativen bietet er Workshops zu Nachhaltigkeit und digitaler Transformation an.
Die Entrepreneurship Talent Academy nimmt noch bis zum 27. September 2026 Bewerbungen für ein sechsmonatiges Förderprogramm entgegen. Der Start ist für November geplant – für Studierende in den Regionen Stuttgart, Heilbronn und Rhein-Main.
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