Handwerk, Regierung

Handwerk fordert von Regierung Taten statt 'Fensterreden'

28.02.2024 - 11:32:25

HandwerksprÀsident Jörg Dittrich hat von der Bundesregierung mehr Taten statt Worte gefordert.

Die Regierung mĂŒsse den Standort Deutschland wieder wettbewerbsfĂ€hig machen: "Wir brauchen keine Fensterreden mehr, wir brauchen Handeln", sagte Dittrich am Mittwoch zum Auftakt der Internationalen Handwerksmesse in MĂŒnchen. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) sagte, die Regierung mĂŒsse ihre Hausaufgaben machen. "Die konjunkturelle Lage ist herausfordernd."

Dittrich mahnte: "Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft und im Handwerk ist schlecht." In vielen Betrieben leerten sich die AuftragsbĂŒcher. Investitionen wĂŒrden ausgebremst. Die Bundesregierung mĂŒsse handeln, wo sie es selbst in der Hand habe: "Die BĂŒrokratie liegt nicht an Russland oder Putin", sagte der PrĂ€sident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Bei einer aktuellen Betriebsumfrage des ZDH beklagten die Unternehmen in erster Linie hohe Steuern und Abgaben und zu viele Dokumentations- und Nachweispflichten. Dittrich sagte, das Handwerk erwarte Taten, "nicht nur VerstĂ€ndnis".

Mit Blick auf 20 000 unbesetzte Ausbildungsstellen forderte er auch eine Wende in der Bildungspolitik, um nichtakademischen Bildungs- und Berufswegen mehr gesellschaftliche Anerkennung zu verschaffen. Gegen den FachkrÀftemangel brauche es auch "qualifizierte und leistungsbereite Zuwanderung", sagte Dittrich: "Alle, die leistungsbereit sind, sind im Handwerk willkommen."

Habeck sagte: "Wir mĂŒssen alle Wege öffnen, Menschen in Arbeit zu bringen." In der Altersgruppe der 20- bis 30-JĂ€hrigen gebe es sehr viele Menschen, die keinen qualifizierten Abschluss hĂ€tten. Er mache in seiner WertschĂ€tzung fĂŒr Hand- und Kopfarbeit keinen Unterschied, betonte der Wirtschaftsminister.

@ dpa.de