Handwerker, Hannover

Zu billig angeboten: Warum viele Handwerker am Ende draufzahlen

31.07.2025 - 11:29:46

Hannover - Guter Auftrag, viel Arbeit, aber am Ende bleibt kaum Gewinn. Viele Handwerksbetriebe kalkulieren ihre Leistungen zu knapp und geraten dadurch immer wieder in wirtschaftliche Schieflage. Besonders betroffen sind kleinere Betriebe, die im Preisdruck der Konkurrenz mitziehen und dabei eigene Kosten unterschÀtzen.

„Viele Handwerker denken beim Angebot an den Kunden, aber nicht an sich selbst – das rĂ€cht sich spĂ€testens nach der Endabrechnung“, sagt Alexander Thieme, GrĂŒnder der A&M Unternehmerberatung GmbH. In diesem Beitrag verrĂ€t er, warum solide Kalkulation ĂŒber den Gewinn entscheidet, welche Fehler in der Preisfindung typisch sind – und wie Betriebe lernen können, sich fair zu positionieren, ohne Kunden zu verlieren.

Diese Fehler machen viele Handwerksbetriebe bei der Preisfindung

Viele Handwerksbetriebe kalkulieren zu kundenorientiert. Meist berechnen sie nur das Material und die direkte Arbeitszeit, doch weitere Kosten, etwa fĂŒr Miete, Versicherungen oder Neuanschaffungen, berĂŒcksichtigen sie nicht. Andererseits wird auch der Zeitbedarf hĂ€ufig unterschĂ€tzt, weil neben der reinen Montagezeit Aspekte wie die Anfahrt sowie Vor- und Nachbereitungszeiten nicht berechnet werden. Weitere Preisfindungsfehler sind eine zu starke Orientierung an den Preisen der Wettbewerber, auch ĂŒber den eigenen Deckungsbeitrag hinaus, sowie eine Gleichbehandlung aller AuftrĂ€ge ohne BerĂŒcksichtigung von deren RentabilitĂ€t.

"FĂŒr eine professionelle Kalkulation sollten Handwerksbetriebe dementsprechend strukturiert vorgehen", erklĂ€rt Alexander Thieme. Im ersten Schritt werden alle Kostenfaktoren des Unternehmens systematisch erfasst. Danach lĂ€sst sich daraus der Deckungsbeitrag fĂŒr jeden Auftrag berechnen. "Auf dieser Grundlage können im nĂ€chsten Schritt die Umsatz- und Ertragspotenziale der verschiedenen Projekte ermittelt und verglichen werden", so der Experte. Zuletzt werden RisikozuschlĂ€ge fĂŒr unvorhergesehene MehraufwĂ€nde addiert.

So bleiben die Kunden trotz höherer Preise

Viele Handwerksbetriebe sorgen sich, dass Kunden fernbleiben, sobald sie sĂ€mtliche Kosten bei der Angebotserstellung berĂŒcksichtigen. "Das kann durch eine angemessene Kommunikation verhindert werden", weiß der GrĂŒnder der A&M. Zum einen sollte jedes Angebot eine detaillierte AufschlĂŒsselung der verschiedenen inkludierten Leistungen beinhalten; zum anderen empfiehlt es sich, alle beinhalteten Service-, GewĂ€hrleistungs- und QualitĂ€tssicherungsangebote explizit aufzulisten. "So bekommen Kunden ein besseres GefĂŒhl dafĂŒr, wie sich der jeweilige Preis zusammensetzt."

DarĂŒber hinaus sollten Handwerker selbstbewusst und professionell auftreten. Sie leisten gute, qualitativ hochwertige Arbeit – und die hat ihren Preis. UnterstĂŒtzend können Unternehmen die Konsequenzen bei anhaltenden Billigangeboten klar kommunizieren.

Mit diesen Tools kann die Angebotserstellung optimiert werden

Eine sorgfĂ€ltige Kalkulation ist aufwendig, doch durch geeignete digitale Tools lĂ€sst sich der Aufwand dauerhaft reduzieren. "Gerade bei der Angebotserstellung kann man die Kostenbasis des Handwerksbetriebs hinterlegen, sodass in wenigen Schritten der Deckungsbeitrag des jeweiligen Projekts ermittelt wird", sagt der Experte. "Die digitale Dokumentation von Angeboten sorgt zudem dafĂŒr, dass Nachkalkulationen jederzeit möglich sind." Weitere Bereiche, in denen digitale Tools bei der Preiskalkulation unterstĂŒtzen, sind die Kennzahlenanalyse mit anschließendem Vergleich mit Branchendurchschnittswerten sowie eine sorgfĂ€ltige LiquiditĂ€tsplanung, damit der Cashflow im Fokus des Unternehmens bleibt.

DarĂŒber hinaus kann mit digitalen Tools auch die Kundenakquise optimiert werden. ZunĂ€chst sollten bestehende Kontakte bezĂŒglich ihres Umsatzpotenzials und ihrer Auftragswahrscheinlichkeit klassifiziert werden. Die GesprĂ€chsinhalte jedes weiteren Anrufs werden sorgfĂ€ltig dokumentiert, damit sĂ€mtliche relevante Informationen gespeichert sind. "Auf dieser Grundlage lassen sich Anfragen hinsichtlich ihrer RentabilitĂ€t einschĂ€tzen; das wiederum ist die Voraussetzung fĂŒr eine Priorisierung von lukrativen AuftrĂ€gen", so Alexander Thieme abschließend.

Über die A&M:

Marvin Flenche und Alexander Thieme sind GrĂŒnder der A&M Unternehmerberatung GmbH. Die Agentur hat sich auf Handwerksbetriebe spezialisiert und ermöglicht Unternehmen mit Hilfe von Onlinemarketing Planbarkeit und Wachstum durch mehr Kundenanfragen und qualifizierte Mitarbeiter. Weiter Informationen ĂŒber: https://www.am-beratung.de

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