NiedersÀchsisch-niederlÀndische Energiepartnerschaft: Gasunie investiert in Versorgungssicherheit und treibt Ausbau des Wasserstoffnetzes voran
10.11.2023 - 17:01:58Gasunie verbindet die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten LNG-Terminals in BrunsbĂŒttel, Stade und Wilhelmshaven mit dem europĂ€ischen Gasverbundnetz. Dazu entsteht in den kommenden Jahren zusĂ€tzliche umfangreiche Infrastruktur in Niedersachsen, darunter eine neue Verdichterstation am Standort Achim sowie eine Leitung, die vom Raum Stade aus nach Achim fĂŒhrt. Diese MaĂnahmen sollen verhindern, dass sich im Fall eines kalten Winters oder bei eventuellen LieferausfĂ€llen kritische Situationen bei der Versorgung mit Energie ereignen.
Als Folge des Ukraine-Krieges und des damit verbundenen vollstĂ€ndigen Wegfalls von Gaslieferungen aus Russland hat sich die Richtung der GasflĂŒsse im Gasunie-System in eine West-Ost-Richtung umgekehrt. Um die neue Infrastruktur schnellstmöglich realisieren zu können, fĂ€llt sie zu Teilen auch unter die Bedingungen des LNG-Beschleunigungsgesetzes.
In einem ersten Schritt wurde kurzfristig die im Oktober 2014 in Betrieb genommene Verdichterstation Embsen bei Achim um eine dritte Verdichtereinheit erweitert. Diese war bereits beim Bau der Anlage genehmigt worden. Jetzt konnte die Erweiterung in Rekordzeit von unter einem Jahr realisiert werden. Dabei schlug das Unternehmen kreative Wege ein, indem eine vorhandene Verdichtereinheit auf einer Anlage in Schleswig-Holstein, in der sie aktuell nicht benötigt wird, abgebaut, nach Achim transportiert und dort wieder aufgebaut wurde.
Zudem besuchte StaatssekretĂ€r Doods in Sottrum (Landkreis Rotenburg) einen Betriebsplatz von Gasunie. Hier rĂŒstet das Unternehmen eine rund 250 Kilometer lange, bereits mehrere Jahrzehnte bestehende Gasleitung um, so dass sie in Zukunft Wasserstoff von der deutsch-niederlĂ€ndischen Grenze nach Bremen und Hamburg transportieren kann. Die UmrĂŒstung ist volkswirtschaftlich sinnvoller als ein kompletter Neubau.
Wasserstoff spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, die Energieversorgung nachhaltig zu gestalten. Eine der Voraussetzungen fĂŒr die Entwicklung eines Wasserstoffmarktes ist allerdings das Vorhandensein der erforderlichen Infrastruktur fĂŒr Transport und Speicherung. Gasunie engagiert sich fĂŒr den Aufbau eines Wasserstoffnetzes in den LĂ€ndern, in denen das Unternehmen aktiv ist. Ziel ist der Aufbau einer Drehscheibe fĂŒr erneuerbare Energien in Europa. In der kommenden Woche werden aus Berlin wichtige Entscheidungen zum deutschen Wasserstoffnetz erwartet. Ein wesentlicher Bestandteil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes wird Hyperlink, das rund 1.000 Kilometer lange Wasserstoffnetz von Gasunie sein, das Deutschland mit den Niederlanden und DĂ€nemark verbindet.
StaatssekretĂ€r Frank Doods, NiedersĂ€chsisches Ministerium fĂŒr Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung
"Die Vereinbarkeit von Klimaschutz und wirtschaftlicher Entwicklung ist ein wesentliches Ziel unserer BemĂŒhungen. Der erforderliche Transformationsprozess stellt fĂŒr Niedersachsens Unternehmen eine groĂe Herausforderung dar, bietet aber auch viele Chancen fĂŒr Wertschöpfung und gute ArbeitsplĂ€tze. Die Wasserstoffwirtschaft spielt eine zentrale Rolle, da Wasserstoff das Potenzial hat, eine saubere und vielseitige Energiequelle zu sein. Mit seiner Hilfe können wir nicht nur erneuerbare Energien effizient speichern, sondern auch Emissionen reduzieren, gerade in Sektoren wie Schwerlast-, Luftverkehr und Industrie. Wenn unsere Industrie in den kommenden Jahren klimaneutral und gleichzeitig international wettbewerbsfĂ€hig sein soll, dann braucht sie bezahlbaren Wasserstoff in groĂen Mengen. Gasunie wird deshalb - als strategischer Gasnetzbetreiber - mit seinem Angebot eine entscheidende Rolle spielen."
Britta van Boven, CEO GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Gasunie Deutschland:
"Versorgungssicherheit und Wasserstoff sind die beiden Themen, die uns bewegen. In Niedersachsen verfĂŒgen wir als Basis ĂŒber eine hervorragend ausgebaute Infrastruktur, die uns bereits heute in die Lage versetzt, die anstehenden Aufgaben in einem europĂ€ischen MaĂstab zu lösen. Am Standort Achim entsteht ein zentraler Energy Hub, der die bestehenden und zukĂŒnftigen Highways fĂŒr Erdgas und Wasserstoff verknĂŒpft. Wir sind stolz, dass wir die Entwicklung hier maĂgeblich gestalten können".
Hans Coenen, Mitglied des Vorstands Gasunie:
"Mit Hyperlink stellen wir die Versorgung mit Wasserstoff in Nordwesteuropa sicher. Gasunie setzt sich auf politischer Ebene fĂŒr die zĂŒgige Planung und Umsetzung ein, sodass Unternehmen zĂŒgig Planungssicherheit erhalten. Ende Oktober haben wir in Rotterdam zusammen mit dem niederlĂ€ndischen König Willem Alexander den Startschuss fĂŒr den Bau des NiederlĂ€ndischen Netzwerks gegeben. Wir freuen uns nun, in Deutschland den ersten Schritt fĂŒr Hyperlink zu setzen. Und machen uns damit auf den Weg zu einem europĂ€ischen Wasserstoff-Netzwerk".
Profil Gasunie Deutschland
Gasunie Deutschland Transport Services GmbH mit Sitz in Hannover ist verantwortlich fĂŒr das Management, den Betrieb und den Ausbau eines rund 4.600 Kilometer langen Fernleitungsnetzes. Aufgrund seiner geographischen Lage ĂŒbernimmt das insgesamt ĂŒber 17.000 Kilometer lange Leitungsnetz der Gasunie in den Niederlanden und in Deutschland die Funktion einer Gasdrehscheibe fĂŒr Nordwesteuropa. Gasunie Deutschland ist ein Tochterunternehmen der N.V. Nederlandse Gasunie. Als wichtiger Bestandteil des norddeutschen Erdgasnetzes leisten die Transporteinrichtungen der Gasunie einen wesentlichen Beitrag zur sicheren Gasversorgung in Deutschland und Europa. Gasunie treibt den Wasserstoffmarkt voran, indem sie Angebot und Nachfrage nach Wasserstoff miteinander verbindet und die notwendige Infrastruktur rechtzeitig zur VerfĂŒgung stellt. Auf diese Weise stĂ€rkt Gasunie die Energiewende. Gasunie Energy Development GmbH entwickelt die WasserstoffaktivitĂ€ten von Gasunie in Deutschland.
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