Harburg: 59 neue LeerstandsfÀlle, 25 Verfahren sind noch offen
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 09:52 Uhr | Redaktion boerse-global.deTrotz der anhaltend hohen Nachfrage nach Wohnraum stehen im Hamburger Bezirk Harburg mehrere WohngebĂ€ude ungenutzt da. Aus einer Senatsantwort auf eine Anfrage der CDU-BĂŒrgerschaftsabgeordneten Birgit Stöver geht hervor, dass die Behörden in etlichen FĂ€llen wegen des Verdachts auf unzulĂ€ssige Zweckentfremdung von Wohnraum ermitteln.
Besonders auffĂ€llig sind die LeerstĂ€nde in der Harburger RathausstraĂe. Im GebĂ€ude mit der Hausnummer 18 sind zwei Wohnungen bereits seit lĂ€ngerer Zeit verwaist. Ein entsprechendes Verfahren wegen des Verdachts auf Zweckentfremdung wird dort seit ĂŒber einem Jahr gefĂŒhrt; in den kommenden Wochen ist eine behördliche Besichtigung des Objekts vorgesehen.
Wenige Meter weiter, in der RathausstraĂe 45, ist ein komplettes viergeschossiges EckgebĂ€ude unbewohnt. Auch hier lĂ€uft ein Verfahren wegen Zweckentfremdung. Der frĂŒhere EigentĂŒmer der Immobilie ist vor rund einem Jahr gestorben, woraufhin ein Nachlassverwalter eingesetzt wurde, der sich derzeit bei den Erben fĂŒr einen Verkauf des Hauses einsetzt.
Dutzende Verfahren bei den Behörden anhÀngig
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Die beiden Objekte im Harburger Zentrum bilden keine EinzelfĂ€lle. Nach Senatsangaben verteilen sich neun weitere leerstehende HĂ€user und Wohnungen, fĂŒr die keine Erben bekannt sind, ĂŒber den gesamten Bezirk: drei davon in Harburg selbst sowie weitere in den Stadtteilen Marmstorf, Sinstorf, EiĂendorf, Rönneburg, Heimfeld und Neuland.
Die Bearbeitung solcher VerdachtsfÀlle bindet erhebliche Ressourcen in der Verwaltung. Im vergangenen Jahr gingen beim zustÀndigen Fachamt 59 neue LeerstandsfÀlle ein. Bei 25 dieser VorgÀnge ist das Verwaltungsverfahren zur KlÀrung der UmstÀnde noch nicht abgeschlossen.
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Ankauf von Immobilien im Phoenix-Viertel
Um dem Mangel an verfĂŒgbarem Wohnraum entgegenzuwirken und verwahrloste BestĂ€nde zu sichern, greift die Stadt in EinzelfĂ€llen auch zu direkten Ăbernahmen. So hat der Bezirk Harburg gemeinsam mit der Hamburger Finanzbehörde ein Wohnhaus im Phoenix-Viertel erworben. Allerdings gestaltet sich das behördliche Vorgehen nicht immer reibungslos: In einem weiteren Fall im Bezirk ist derzeit noch ein Rechtsstreit anhĂ€ngig.
