Heil lehnt FDP-SozialvorschlÀge als 'Unsinn' ab
Veröffentlicht am: 22.04.2024 um 14:36 Uhr | dpa.deDer Abbau von Arbeitnehmerrechten oder das KĂŒrzen von Renten sei "keine gute Idee" und habe "mit Wirtschaftskompetenz wenig zu tun", sagte Heil am Montag in Berlin. Er halte die VorschlĂ€ge "eher fĂŒr Parteitagsfolklore der FDP, denn das wird ja nicht Wirklichkeit werden in der Regierungskoalition".
Die FDP tritt "zur Beschleunigung der Wirtschaftswende" fĂŒr eine VerschĂ€rfung der Regeln fĂŒr Leistungsbeziehende ein und fordert unter anderem eine Abschaffung der sogenannten "Rente mit 63 Jahren".
Heil wies auf die bestehenden Sanktionsmöglichkeiten gegen BĂŒrgergeldbeziehende bei Pflichtverletzungen hin. "Aber die Zahlen zeigen auch, dass die Fixierung auf die Sanktionsdebatte vollkommen irregeleitet ist. Wir reden ĂŒber einen Bruchteil von Menschen, bei denen Sanktionen notwendig sind." Die Debatte sei nicht zielfĂŒhrend. "Sondern zielfĂŒhrend ist es, Menschen in Arbeit zu bringen."
Eine Belastung der Koalition fĂŒrchtet Heil nach eigenen Angaben durch die FDP-VorschlĂ€ge nicht. Er sehe das gelassen. "NatĂŒrlich muss man, wenn Unsinn vorgeschlagen wird, auch mal sagen, dass es Unsinn ist, aber dann muss man auch weiterarbeiten." Unternehmern in Deutschland stĂŒnden vor allem vor drei Herausforderungen: der Suche nach Arbeits- und FachkrĂ€ften, der Regelungswut in Deutschland und einer bezahlbaren Energieversorgung. Dies habe die Koalition angepackt. Eine Debatte zu fĂŒhren, die den Eindruck erwecke, als sei Deutschland ein Land von Faulenzern, sei dagegen falsch. "Wirtschaftspolitik ist, sich um die wichtigen Fragen zu kĂŒmmern."
Heil bekrĂ€ftigte zudem sein Nein zu einer Abkehr von der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren. "Das sind Menschen, die mit 16, 17, 18 angefangen haben zu arbeiten. Und wer mit dem Blick auf die RealitĂ€t dieser Menschen ein bisschen unterwegs ist in Deutschland, weiĂ, ist es nur billig und gerecht, dass man nach 45 Versicherungsjahren dann auch abschlagsfrei in Rente geht. Dabei wird es auch bleiben an dieser Stelle." Nötig seien flexible ĂbergĂ€nge in die Rente und eine weitere Steigerung der BeschĂ€ftigungsquote Ălterer.
