Heizungs-Förderung ab 2027: Maximalzuschuss sinkt von 30.000 auf 28.000 Euro
Veröffentlicht: 08.07.2026 um 11:05 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Schritt fĂŒr Schritt. Bis 2030 sollen so rund 2,1 Milliarden Euro eingespart werden. WĂ€hrend Geringverdiener teilweise sogar mehr bekommen, mĂŒssen Normal- und Gutverdiener mit deutlichen KĂŒrzungen rechnen.
Förderung sinkt in Etappen
Ab 2027 gelten neue Regeln: Die maximal förderfĂ€higen Kosten fallen von 30.000 auf 28.000 Euro. Alle sechs Monate kommen weitere 750 Euro runter. Parallel dazu schmilzt der Klimabonus â aktuell 20 Prozent â ab Januar 2027 alle sechs Monate um vier Prozentpunkte. Am Ende fĂ€llt er ganz weg.
Die Rechnung ist einfach: Wer ĂŒber 30.000 Euro Jahreseinkommen hat, bekommt 2030 statt 21.000 nur noch maximal 13.200 Euro. Bei ĂŒber 50.000 Euro sind es sogar nur noch 6.600 Euro.
Neue Boni fĂŒr Familien und Europa-Produkte
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche setzt trotz Sparzwang auf mehr soziale Treffsicherheit. Haushalte mit weniger als 30.000 Euro Jahreseinkommen erhalten kĂŒnftig einen Einkommensbonus von 40 Prozent. FĂŒr sie sind ZuschĂŒsse bis zu 22.400 Euro drin.
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Familien profitieren zusĂ€tzlich: Pro Kind gibt es einen Freibetrag von 10.000 Euro bei der Einkommensermittlung. Und wer GerĂ€te aus der EU einbaut, bekommt einen âLocal-Content-Bonusâ von bis zu 15 Prozent. DafĂŒr fĂ€llt der bisherige Effizienzbonus weg.
Heizungsgesetz wird aufgeweicht
Die FörderkĂŒrzung ist nur eine Seite der Medaille. Die andere: Die Pflicht, neue Heizungen zu 65 Prozent mit Erneuerbaren zu betreiben, fĂ€llt. Gas- und Ălheizungen sind wieder leichter erlaubt â vorausgesetzt, sie nutzen steigende Anteile Biomethan oder Biogas. Bis 2045 soll die GrĂŒngasquote die Klimaziele im GebĂ€udesektor sichern.
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Branche schlÀgt Alarm
Der Bundesverband WĂ€rmepumpe warnt vor Verunsicherung der HauseigentĂŒmer. Der Hochlauf der Technologie sei gefĂ€hrdet. Energieberater raten Immobilienbesitzern, den Heizungstausch nicht aufzuschieben â wegen der schrittweisen KĂŒrzungen ab 2027.
Die endgĂŒltige Entscheidung fĂ€llt nach der parlamentarischen Sommerpause. Der Hintergrund: Die angespannte Haushaltslage. KĂŒnftig sollen Teile der Einnahmen aus dem Emissionshandel direkt in den Kernhaushalt flieĂen.
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