Hochvolt-Arbeiten: Neue Regeln fĂŒr E-Auto-Reparaturen in WerkstĂ€tten
15.06.2026 - 03:02:21 | boerse-global.de
Die Bundesanstalt fĂŒr Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat neue LeitfĂ€den zur GefĂ€hrdungsbeurteilung bei elektrischen Risiken veröffentlicht. Die Publikationen vom Sonntag beschĂ€ftigen sich mit statischer ElektrizitĂ€t und den Anforderungen an Hochvoltsystemen.
Wenn unsichtbare Gefahren zuschlagen
Statische ElektrizitĂ€t unterschĂ€tzen viele. Dabei können schon kleine Entladungen schmerzhaft sein. Ab 2 Kilovolt (kV) oder 0,5 Millijoule (mJ) wird die Entladung spĂŒrbar. Bei 10 kV empfinden Menschen sie als schmerzhaft.
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Ernsthafte GesundheitsschĂ€den drohen laut BAuA ab 50 Mikrocoulomb (”C) oder 350 mJ. In explosionsgefĂ€hrdeten Bereichen wird es richtig kritisch: Schon 0,5 mJ können eine ZĂŒndung auslösen. Entscheidend sind die LeitfĂ€higkeit der Materialien und die Luftfeuchtigkeit.
Hochvolt: Neue Regeln fĂŒr die Werkstatt
Der zweite Schwerpunkt liegt auf Hochspannung. Historische Daten von 2000 bis 2015 zeigen: JÀhrlich gab es 36 bis 100 TodesfÀlle durch ElektrounfÀlle. 90 Prozent davon passierten im Niederspannungsbereich.
Besonders relevant: die neuen Anforderungen fĂŒr E-Auto-Reparaturen. Als Hochvoltbereich gelten 30 bis 1000 Volt Wechselspannung (AC) und 60 bis 1500 Volt Gleichspannung (DC). Arbeiten daran dĂŒrfen nur FachkrĂ€fte ausfĂŒhren â so will es die DGUV Regel 109-009. Die gröĂten Gefahren: elektrischer Schlag, Störlichtbögen und statische ElektrizitĂ€t.
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So schĂŒtzen sich Betriebe
Die BAuA empfiehlt eine Mischung aus technischen und organisatorischen MaĂnahmen. Erdung von leitfĂ€higen Anlagenteilen gilt als wirksamste Methode gegen statische Ladungen. LeitfĂ€hige Kleidung und spezielles Schuhwerk senken das Risiko zusĂ€tzlich.
Weitere Tipps: Luftfeuchtigkeit in ArbeitsrĂ€umen erhöhen, Fördergeschwindigkeiten bei aufladbaren FlĂŒssigkeiten begrenzen. Die Behörde stellt klar: Nur eine lĂŒckenlose GefĂ€hrdungsbeurteilung liefert die richtigen Schutzvorkehrungen.
