Homeoffice-Kürzung: Airbus reduziert mobiles Arbeiten ab September
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 22:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ab September 2026 soll nur noch ein Tag pro Woche im Homeoffice erlaubt sein. Die Arbeitnehmervertretung kündigt Widerstand an.
Bislang durften Mitarbeiter zwei Tage pro Woche von zuhause arbeiten. Airbus-Chef Guillaume Faury will diese Regelung kippen. Sein Ziel: mehr Präsenz in den Werken, bessere Zusammenarbeit vor Ort. Betroffen sind vor allem die norddeutschen Standorte Hamburg, Stade und Buxtehude.
„Keine praktische Notwendigkeit“
Der Betriebsrat in Hamburg berichtet von „erheblicher Frustration“ in der Belegschaft. Die Arbeitnehmervertreter betonen, die Entscheidung sei ohne erkennbaren Grund gefallen. Betriebsratsvorsitzende Sophia Kielhorn warnt vor organisatorischen Problemen.
Schon jetzt fehlen ausreichend Büroarbeitsplätze und Parkmöglichkeiten. Eine höhere Präsenzpflicht könnte rund um die Werksgelände für Verkehrschaos sorgen. Zudem fürchtet Kielhorn um die Attraktivität des Konzerns für Fachkräfte und Nachwuchs.
Rechtliche Schritte geprüft
Der Betriebsrat lässt derzeit prüfen, ob er gegen die einseitige Anordnung klagen kann. Auch gewerkschaftliche Aktionen schließen die Arbeitnehmervertreter nicht aus. Ziel ist es, die Kürzung der Homeoffice-Tage zu verhindern.
Während Airbus die Präsenzpflicht erhöht, kämpfen viele andere Betriebe noch mit den grundlegenden Sicherheitsrisiken bei der Arbeit von unterwegs. Experten zeigen in diesem Leitfaden, wie Sie mobile Mitarbeiter wirksam und rechtssicher schützen. Home-Office-Falle: Diese Datenschutz-Fehler vermeiden
Parallel: Cloud-Umzug nach Europa
Während Airbus die Präsenzpflicht verschärft, treibt der Konzern gleichzeitig den Umbau seiner IT-Infrastruktur voran. Bis Ende 2028 sollen 70 kritische Anwendungen von der US-amerikanischen AWS-Cloud zum französischen Anbieter Scaleway wandern.
Bis 2031 könnten es bis zu 900 Anwendungen sein. Auch eine Kooperation mit dem KI-Unternehmen Mistral ist geplant. Grund für den Schritt: Schutz vor dem US-amerikanischen CLOUD Act und möglichem Zugriff durch US-Behörden.
Der Wechsel zu europäischen Cloud-Anbietern ist ein wichtiger Schritt für die Datensouveränität, doch die Einhaltung komplexer Compliance-Regeln bleibt eine Herausforderung. Diese kostenlose Checkliste hilft IT-Verantwortlichen und Unternehmen, Sicherheitslücken proaktiv zu schließen und gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. Gratis-E-Book: IT-Sicherheit und neue Gesetze meistern
Bei der Entscheidung für Scaleway prüfte Airbus über 150 Kriterien. Den Ausschlag gaben nicht technische Aspekte, sondern die europäische Rechtsordnung. Sie soll sensible Unternehmensdaten besser schützen.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
