IG Metall, Autoindustrie

IG Metall ruft zu Protest gegen Einschnitte in der Autobranche

Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 10:40 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Mit Aktionen an mehr als 200 Orten will die IG Metall ein Signal gegen Jobabbau und zusÀtzliche Einschnitte in der Autobranche setzen. Im Mittelpunkt steht der Streit um Arbeitszeit, Investitionen und die Zukunft mehrerer VW-Standorte.

  • Bundesweit will die IG Metall am 21. September gegen weitere Einschnitte fĂŒr BeschĂ€ftigte der Automobilbranche protestieren. (Symbolbild) - Bild: Thomas Banneyer/dpa
    Bundesweit will die IG Metall am 21. September gegen weitere Einschnitte fĂŒr BeschĂ€ftigte der Automobilbranche protestieren. (Symbolbild) - Bild: Thomas Banneyer/dpa
  • IG Metall-Chefin Christiane Benner: «Es ist lĂ€ngst Zeit fĂŒr einen Weckruf Richtung Arbeitgeber und Richtung Politik.» (Archivbild) - Bild: Hannes P Albert/dpa
    IG Metall-Chefin Christiane Benner: «Es ist lĂ€ngst Zeit fĂŒr einen Weckruf Richtung Arbeitgeber und Richtung Politik.» (Archivbild) - Bild: Hannes P Albert/dpa
  • Viele BeschĂ€ftigte bei Autoherstellern und Zulieferern bangen um ihre Jobs. Bei Volkswagen ist die Zukunft von vier ganzen Autofabriken ungewiss. (Archivbild) - Bild: Jan Woitas/dpa
    Viele BeschÀftigte bei Autoherstellern und Zulieferern bangen um ihre Jobs. Bei Volkswagen ist die Zukunft von vier ganzen Autofabriken ungewiss. (Archivbild) - Bild: Jan Woitas/dpa
Bundesweit will die IG Metall am 21. September gegen weitere Einschnitte fĂŒr BeschĂ€ftigte der Automobilbranche protestieren. (Symbolbild) - Bild: Thomas Banneyer/dpa IG Metall-Chefin Christiane Benner: «Es ist lĂ€ngst Zeit fĂŒr einen Weckruf Richtung Arbeitgeber und Richtung Politik.» (Archivbild) - Bild: Hannes P Albert/dpa Viele BeschĂ€ftigte bei Autoherstellern und Zulieferern bangen um ihre Jobs. Bei Volkswagen ist die Zukunft von vier ganzen Autofabriken ungewiss. (Archivbild) - Bild: Jan Woitas/dpa

Die IG Metall will am 21. September mit Protestaktionen an mehr als 200 Orten in Deutschland gegen Jobabbau und weitere Einschnitte fĂŒr BeschĂ€ftigte in der Autoindustrie demonstrieren.

Streit um die Folgen der Branchenkrise

Gewerkschaftschefin Christiane Benner wirft den Unternehmen vor, die Last der Krise vor allem auf die BeschÀftigten zu verlagern. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht nach Angaben der Gewerkschaft auch die 35-Stunden-Woche.

Schwerpunkt auf Volkswagen und Zulieferer

Die IG Metall will nach eigenen Angaben vor allem die Lage bei großen Herstellern und Zulieferern in den Blick nehmen. Besonders betroffen sieht die Gewerkschaft Volkswagen sowie die Standorte Zwickau, Emden, Hannover und Neckarsulm.

Unter dem Motto „Zukunft statt Kahlschlag - Zusammenhalt ist unsere stĂ€rkste Marke“ sind am kommenden Montag mehr als 100.000 Menschen zu Aktionen aufgerufen. Geplant sind Betriebsversammlungen, Mittagspausen-Aktionen, SternmĂ€rsche und Kundgebungen.

Forderungen an Unternehmen und Politik

Die Gewerkschaft verlangt von den Unternehmen mehr Investitionen in deutsche Standorte, unter anderem in Batteriefertigung, autonomes Fahren und moderne Produktionsanlagen. Zugleich fordert sie von der Politik wettbewerbsfĂ€hige Industriestrompreise und schĂ€rfere Regeln fĂŒr chinesische E-Autos und Plug-in-Hybride.

Branche unter Druck

Die Proteste treffen eine Autoindustrie, die seit Monaten unter schwacher Nachfrage, hohen Kosten und dem Umbau zur ElektromobilitÀt steht. Die IG Metall verbindet den Arbeitskampf mit der Forderung, BeschÀftigung und Standorte in Deutschland zu sichern, statt die Belastungen vor allem auf die Belegschaften abzuwÀlzen.

Konflikt um Arbeitszeit und Investitionen

Im Kern geht es um die Frage, wie die Unternehmen ihre WettbewerbsfĂ€higkeit herstellen wollen. KĂŒrzere oder flexiblere Arbeitszeiten, geringere Kosten und mehr ProduktivitĂ€t stehen dabei gegen den gewerkschaftlichen Anspruch, bestehende Standards zu verteidigen und zugleich neue Investitionen in Batterien, Software und moderne Produktion anzustoßen.

Folgen fĂŒr Standorte und Politik

FĂŒr die betroffenen Werke geht es nicht nur um einzelne Tarifdetails, sondern um Auslastung, Zukunftsplanung und mögliche Verlagerungen. Politisch erhöht der Protest den Druck auf Bund und LĂ€nder, bei Energiepreisen, Industriepolitik und Rahmenbedingungen fĂŒr den Umbau der Branche schneller zu handeln.

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