UmweltverbĂ€nde, RĂŒckschritte

UmweltverbĂ€nde fĂŒrchten RĂŒckschritte beim Klimaschutz

14.04.2025 - 11:49:21

(Im 2. Absatz, 2. Satz wurde richtiggestellt, dass Schwarz-Rot das GebĂ€udeenergiegesetz abschaffen will.)BERLIN - UmweltverbĂ€nde fĂŒrchten beim Blick in den schwarz-roten Koalitionsvertrag RĂŒckschritte beim Klimaschutz.

(Im 2. Absatz, 2. Satz wurde richtiggestellt, dass Schwarz-Rot das GebÀudeenergiegesetz abschaffen will.)

BERLIN (dpa-AFX) - UmweltverbĂ€nde fĂŒrchten beim Blick in den schwarz-roten Koalitionsvertrag RĂŒckschritte beim Klimaschutz. Es gebe erhebliche Zweifel, ob die Bekenntnisse von Union und SPD zum Klimaschutz ernst gemeint seien, sagte Stefanie Langkamp, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Politik der Klima-Allianz Deutschland, eines Dachverbands. Bei RĂŒckschritten sei der Text des Vertrags sehr konkret, bei Fortschritten hingegen vage. Man fĂŒrchte "vier verlorene Jahre fĂŒr den Klimaschutz".

Was genau wird aus dem Heizungsgesetz?

Beim GebĂ€udeenergiegesetz, das Schwarz-Rot abschaffen will, komme es darauf an, ob nur die genauen Vorgaben fĂŒr den Heizungstausch verschlankt werden sollen oder die Pflicht komplett gestrichen werden solle, sagte Veit BĂŒrger vom Öko-Institut. Wichtig sei auch, dass das Zieljahr 2044, bis zu dem Heizungen lĂ€ngstens mit fossilen Brennstoffen betrieben werden dĂŒrfen, erhalten bleibe.

Die VerbĂ€nde bewerten den Koalitionsvertrag beim Klimaschutz auch als sozial nicht ausgewogen. Zwar sei das Bekenntnis zur ElektromobilitĂ€t und zum Ausbau der Ladeinfrastruktur zu begrĂŒĂŸen, sagte Langkamp. Es fehlten aber vor allem kleine und bezahlbare E-Autos. Steuerbefreiungen seien zwar grundsĂ€tzlich hilfreich, doch damit flössen Fördermittel weiterhin vorrangig in große und teure Fahrzeuge.

Neue Gaskraftwerke geplant

Das Ziel, bis 2030 Gaskraftwerke mit einer Leistung von bis zu 20 Gigawatt zu bauen, liege weit ĂŒber dem Bedarf, erklĂ€rte Verena Graichen vom Öko-Institut. Die geplante Auflage einer "tatsĂ€chlichen Betroffenheit" fĂŒr KlĂ€ger gegen Infrastrukturvorhaben könne möglicherweise die Klagerechte von UmweltverbĂ€nden einschrĂ€nken. Dabei könnten Moore nicht selbst klagen.

@ dpa.de