WeiĂhelme: Keine HĂ€ftlinge mehr in Assads 'Schlachthaus'
10.12.2024 - 06:20:22 | dpa.deDie systematische Durchsuchung des riesigen Komplexes nördlich von Damaskus nach geheimen Zellen und verborgenen KellerrĂ€umen sei inzwischen abgeschlossen. Zugleich Ă€uĂerten die als WeiĂhelme bekannten Mitglieder des syrischen Zivilschutzes ihr MitgefĂŒhl mit den vielen Familien, die vergeblich darauf gehofft hĂ€tten, dass vermisste Angehörige nach dem Sturz von Machthaber Baschar al-Assad lebend in dem GefĂ€ngnis gefunden werden.
Laut dem Leiter der WeiĂhelme, Raid Al Saleh, sollen insgesamt rund 150.000 Menschen in dem GefĂ€ngnis inhaftiert gewesen sein, das unter Syrern wegen des brutalen Vorgehens der WĂ€rter und berĂŒchtigter Foltermethoden als "Schlachthaus" bekannt ist. Unter den Inhaftierten waren laut der Organisation Tausende unschuldige Zivilisten, "die vom frĂŒheren Assad-Regime eingekerkert wurden". Ăberlebende und Angehörige hĂ€tten nach Assads Sturz und der StĂŒrmung des GefĂ€ngnisses durch OppositionskrĂ€fte vermutet, dass einige HĂ€ftlinge noch immer in verschlossenen Zellen und GeheimrĂ€umen festsĂ€Ăen. Viele dieser Hoffnungen seien nun schmerzlich enttĂ€uscht worden.
Mithilfe von SpĂŒrhunden und Insidern, die mit dem GefĂ€ngnis vertraut seien, hĂ€tten fĂŒnf Suchteams den gesamten Komplex durchkĂ€mmt, teilten die WeiĂhelme mit. "Alle EingĂ€nge, AusgĂ€nge, LuftschĂ€chte, Abwasseranlagen, Wasserrohre, KabelschĂ€chte und Ăberwachungskameras wurden ĂŒberprĂŒft", hieĂ es. "Trotz dieser umfangreichen BemĂŒhungen wurden keine versteckten oder verschlossenen Bereiche entdeckt." Die Suche nach den vermissten Opfern des Machtapparats gehe dennoch weiter - auch auĂerhalb des GefĂ€ngnisses gebe es MassengrĂ€ber und zahllose Leichen zu identifizieren.
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