Tag, Amazonas

Tag des Amazonas: Regenwald steht in Flammen

05.09.2024 - 06:13:53 | dpa.de

Im brasilianischem Amazonasgebiet toben die schwersten BrÀnde seit fast 20 Jahren.

Seit Jahresbeginn wurden in der Region 70.402 Feuer registriert, wie aus Daten des fĂŒr die SatellitenĂŒberwachung zustĂ€ndigen Instituts fĂŒr Weltraumforschung (Inpe) hervorgeht. Das war der höchste Wert fĂŒr den Zeitraum bis Anfang September seit 2005. "Seit Jahrzehnten wird der Wald fĂŒr Rinderweiden und zunehmend fĂŒr Sojaplantagen abgefackelt", sagt der Lateinamerika-Experte der Umweltschutzorganisation WWF, Roberto Maldonado, anlĂ€sslich des Amazonas-Tags am 5. September.

Rund 20 Prozent des ursprĂŒnglichen Regenwaldes wurden nach Angaben von WWF bereits zerstört. Wissenschaftler rechnen nach Angaben der Umweltschutzorganisation damit, dass bei einer zerstörten FlĂ€che von 25 Prozent vernichteten Waldes ein Kipppunkt erreicht wird. Der Amazonas wĂŒrde sich dann zu großen Teilen in eine Steppe verwandeln.

Von Juni bis Oktober ist in Brasilien Waldbrandsaison. Meist werden zunĂ€chst die BĂ€ume gefĂ€llt und die abgeholzten FlĂ€chen dann in Brand gesteckt, um neue WeideflĂ€chen und Ackerland fĂŒr den Soja-Anbau zu schaffen. Weil der Regenwald im Amazonasgebiet immense Mengen des Klimagases CO2 binden kann, hat er auch fĂŒr das Weltklima große Bedeutung.

"Der Regenwald ist eine gigantische Klimaanlage, Regenmaschine und eine gewaltige Kohlenstoffsenke. Wenn es nicht gelingt, den Wald zu retten, wird sich der SĂŒden des Kontinents in eine Art Sahelzone in Lateinamerika verwandeln", sagte WWF-Experte Maldonado.

VerschĂ€rft wird die Lage in diesem Jahr durch eine schwere DĂŒrre. In Brasilien, wo sich der grĂ¶ĂŸte Teil des Amazonasgebiets befindet, sind mehr als ein Drittel des Staatsgebiets, ĂŒber drei Millionen Quadratkilometer, derzeit von der extremen Trockenheit betroffen, wie das Nachrichtenportal G1 zuletzt unter Berufung auf Daten des Nationalen Zentrums fĂŒr die Überwachung von Naturkatastrophen (Cemaden) berichtete. Dabei handle es sich um die schwerste DĂŒrre seit Beginn der systematischen Messung im Jahr 1950.

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