Insolvenzen, Deutschland

So viele Handwerkspleiten wie seit 2014 nicht mehr

05.03.2026 - 12:47:53 | dpa.de

Im Handwerk gab es 2025 so viele Insolvenzen wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr. Hohe Kosten und schwache Nachfrage setzen vielen Betrieben zu.

Die Zahl der Handwerks-Insolvenzen stieg laut Creditreform besonders deutlich im Kfz-Gewerbe.  - Foto: Hannes P Albert/dpa
Die Zahl der Handwerks-Insolvenzen stieg laut Creditreform besonders deutlich im Kfz-Gewerbe. - Foto: Hannes P Albert/dpa

Im vergangenen Jahr sind so viele Handwerksbetriebe pleitegegangen wie seit ĂŒber zehn Jahren nicht mehr. Die Zahl der Insolvenzen stieg 2025 im Vergleich zu 2024 um 13,3 Prozent auf 4.950, wie die Wirtschaftsauskunftei Creditreform mitteilte. «Energie, Material, Löhne – die Kosten laufen davon. Ohne ausreichende Reserven geraten viele Betriebe schnell in existenzielle Schieflage», erklĂ€rte der Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch. 

Laut Zentralverband des Deutschen Handwerks hatte die Zahl der Insolvenzen zuletzt 2014 mit rund 5.000 höher gelegen.

Energie- und Materialkosten sowie höhere Löhne belasten Betriebe

Handwerksbetriebe seien meist klein- und mittelstĂ€ndisch geprĂ€gt und verfĂŒgten ĂŒber geringere finanzielle Puffer, betonte Creditreform. «Von den Kostensteigerungen der letzten Jahre sind sie besonders stark betroffen gewesen.» Vor allem die deutlich gestiegenen Energie- und Materialkosten sowie höhere Löhne hĂ€tten die LiquiditĂ€t belastet. 

Zu Auftragseinbußen hĂ€tten auch eine verhaltene Konsum- und InvestitionstĂ€tigkeit sowie die schwache Baukonjunktur gefĂŒhrt. RĂŒcklĂ€ufige UmsĂ€tze und ErtrĂ€ge sowie eine höhere InsolvenzgefĂ€hrdung
seien die Folge gewesen.

FĂŒr 2026 rechnet das Handwerk laut Creditreform mit einer leichten Belebung des GeschĂ€fts. 27,0 Prozent der Betriebe (2024: 24,3 Prozent) erwarteten ein Umsatzplus. 18,4 Prozent gingen von UmsatzrĂŒckgĂ€ngen aus (2024: 22,8 Prozent). Besonders das Bau- und Ausbauhandwerk sei optimistischer.

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