Kostenanstieg bei Handwerksleistungen noch nicht vorbei
03.07.2024 - 04:15:35Verbraucherinnen und Verbraucher mĂŒssen sich auf noch höhere Preise fĂŒr Handwerksleistungen einstellen. HandwerksprĂ€sident Jörg Dittrich sagte der Deutsche Presse-Agentur, Kosten und Löhne stiegen, die UmsĂ€tze sĂ€nken leicht. «Ich verstehe, dass es Leute gibt, die sich fragen: 'Warum sind Handwerker so teuer?' Diese Sorge teilen wir als Handwerk, denn wir sind ja auf Kunden angewiesen, die sich unsere Dienstleistungen und Produkte leisten können.»Â
Wenn die Leistungen von Handwerkern unerschwinglich wĂŒrden, bestehe die Gefahr, dass Angebote verschwinden oder aber verstĂ€rkt in die Schwarzarbeit ausgewichen werde, so der PrĂ€sident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks. «Das ist weder im Sinne des Handwerks noch der Gesellschaft. Wo wir diese drohende Entwicklung teils schon sehen, ist bei den Friseuren. Die Herausforderungen fĂŒr die lohnintensiven Wirtschaftsbereiche sind vor allem wegen der steigenden Sozialabgaben nach wie vor groĂ.» Das Handwerk sei hier besonders benachteiligt. Es sei entscheidend, dass der Faktor Arbeit entlastet werde.
Sorge vor schleichendem Niedergang
Dittrich hatte bereits gesagt, das Handwerk warne seit Jahren davor, dass die BeitrĂ€ge auĂer Kontrolle geraten, wenn die Finanzierung der Sozialversicherungssysteme nicht grundlegend reformiert werde.
Im Handwerk gebe es eine sichtbare Sorge, dass es schleichend abwĂ€rtsgehe. «Es fehlt VerlĂ€sslichkeit bei den politischen Entscheidungen und es fehlt Planungssicherheit: Das hĂ€lt sehr viele Handwerksbetriebe von Investitionen zurĂŒck. Dabei werden genau private Investitionen in groĂem Umfang gebraucht, um die Konjunktur wieder in Gang zu bringen.»
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