ErwerbstÀtigenzahl im Jahr 2025 fast unverÀndert
02.01.2026 - 08:13:11Im Jahr 2024 betrug der Zuwachs nur noch 52.000 Personen (+0,1 Prozent). Im Laufe des Jahres 2025 wurde das Vorjahresniveau schlieĂlich leicht unterschritten. UrsĂ€chlich fĂŒr diese BeschĂ€ftigungsentwicklung waren im Jahr 2025 die konjunkturelle AbkĂŒhlung auf dem Arbeitsmarkt und - wie bereits in den Vorjahren - die immer stĂ€rkeren Effekte des demografischen Wandels. Dieser hat zur Folge, dass fĂŒr die aus dem Erwerbsleben ausscheidenden geburtenstarken JahrgĂ€nge immer weniger junge ErwerbstĂ€tige nachrĂŒcken. Weiterhin stĂŒtzend fĂŒr den Arbeitsmarkt waren hingegen die Nettozuwanderung auslĂ€ndischer ArbeitskrĂ€fte sowie eine gestiegene Erwerbsbeteiligung der inlĂ€ndischen Bevölkerung, die unter anderem auf höhere Erwerbsquoten von Ă€lteren Personen und Frauen zurĂŒckzufĂŒhren ist. Im Jahr 2025 verhinderten ausschlieĂlich die BeschĂ€ftigungsgewinne in den Dienstleistungsbereichen einen stĂ€rkeren RĂŒckgang der ErwerbstĂ€tigenzahl. 75,9 Prozent aller ErwerbstĂ€tigen arbeiteten 2025 in den Dienstleistungsbereichen (2024: 75,6 Prozent). Die Zahl der dort BeschĂ€ftigten wuchs im Vorjahresvergleich um 164.000 (+0,5 Prozent) auf 34,9 Millionen Personen. Innerhalb der Dienstleistungsbereiche entwickelte sich die BeschĂ€ftigung allerdings sehr unterschiedlich: Einen groĂen Zuwachs gab es wie in den Vorjahren im Bereich Ăffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit mit +205.000 Personen (+1,7 Prozent), wobei der Gesundheitsbereich den gröĂten Anteil an diesem Zuwachs hatte. Zunahmen gab es auch in den Bereichen Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+16.000 Personen; +1,5 Prozent) sowie bei den sonstigen Dienstleistungen (unter anderem VerbĂ€nde und Interessenvertretungen) mit +26.000 Personen (+0,8 Prozent). DemgegenĂŒber ging die ErwerbstĂ€tigenzahl bei den konjunkturempfindlichen Unternehmensdienstleistern, zu denen auch die ArbeitnehmerĂŒberlassung zĂ€hlt, weiter zurĂŒck (-64.000 Personen; -1,0 Prozent). Im Bereich Information und Kommunikation endete mit einem RĂŒckgang um 10.000 Personen (-0,6 Prozent) der zuvor neun Jahre und auch ĂŒber die Coronakrise hinweg anhaltende BeschĂ€ftigungsaufbau. Im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe sank die Zahl der ErwerbstĂ€tigen erneut leicht, und zwar um 15.000 Personen (-0,1 Prozent). AuĂerhalb der Dienstleistungsbereiche nahm die BeschĂ€ftigung deutlich ab: Im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) sank die ErwerbstĂ€tigenzahl 2025 krĂ€ftig um 143.000 (-1,8 Prozent) auf 7,9 Millionen Personen. Im Baugewerbe ging die BeschĂ€ftigung um 23.000 ErwerbstĂ€tige (-0,9 Prozent) auf 2,6 Millionen zurĂŒck. Insgesamt arbeiteten 22,8 Prozent aller ErwerbstĂ€tigen im Jahr 2025 im Produzierenden Gewerbe (2024: 23,2 Prozent). Die restlichen 1,2 Prozent der ErwerbstĂ€tigen arbeiteten im Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei. Dort waren 3.000 Personen weniger erwerbstĂ€tig als im Vorjahr, was einem RĂŒckgang um 0,5 Prozent auf 562.000 Personen entspricht. Damit setzte sich der negative Trend der vergangenen Jahre fort. Entscheidend fĂŒr die nahezu auf Vorjahresniveau verharrende ErwerbstĂ€tigenzahl waren Anstiege bei der sozialversicherungspflichtigen BeschĂ€ftigung. Hierdurch konnten Verluste bei der Zahl der marginal BeschĂ€ftigten (geringfĂŒgig entlohnte und kurzfristig BeschĂ€ftigte sowie Personen in Arbeitsgelegenheiten) und der SelbststĂ€ndigen ausgeglichen werden. Insgesamt wuchs die Zahl der Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt 2025 leicht um 33.000 (+0,1 Prozent) auf 42,3 Millionen Personen. Bei den SelbststĂ€ndigen einschlieĂlich mithelfender Familienangehöriger setzte sich im Jahr 2025 dagegen der nunmehr seit 2012 andauernde AbwĂ€rtstrend fort: Ihre Zahl sank gegenĂŒber 2024 um 38.000 (-1,0 Prozent) auf 3,7 Millionen Personen. Die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland stieg nach vorlĂ€ufigen SchĂ€tzungen auf Basis der ArbeitskrĂ€fteerhebung im Jahresdurchschnitt 2025 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 161.000 oder 10,8 Prozent auf 1,7 Millionen Personen. Die Zahl der aktiv am Arbeitsmarkt verfĂŒgbaren Erwerbspersonen, definiert als Summe der ErwerbstĂ€tigen und Erwerbslosen, stieg im gleichen Zeitraum um 156.000 Personen (+0,3 Prozent) auf 47,5 Millionen. Die Erwerbslosenquote, gemessen als Anteil der Erwerbslosen an der Zahl der Erwerbspersonen, stieg gegenĂŒber dem Vorjahr von 3,1 Prozent auf 3,5 Prozent, so die Statistiker. @ dts-nachrichtenagentur.de
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