Cem Özdemir, Haustiere

Strengere Tierschutzvorgaben in StÀllen und bei Haustieren

22.05.2023 - 15:08:53 | dpa.de

Im Koalitionsvertrag wurde von SPD, GrĂŒne und FDP vereinbart das Tierschutzgesetz zu verbessern. Nun soll ĂŒber Themen wie Anbindehaltungsverbote und Videoaufnahmen in StĂ€llen abgestimmt werden.

Die Regierung stimmt ĂŒber Verbesserungen im Tierschutz ab. - Foto: Sina Schuldt/dpa

Bundesagrarminister Cem Özdemir (GrĂŒne) plant strengere Vorgaben fĂŒr mehr Tierschutz in der Landwirtschaft und bei Haustieren. Ein Entwurf fĂŒr eine Reform des Tierschutzgesetzes wird derzeit in der Regierung abgestimmt, wie eine Ministeriumssprecherin in Berlin sagte.

Verbesserungen beim Tierschutz hĂ€tten hohe PrioritĂ€t, weil es im Umgang mit Tieren nach wie vor viele Defizite gebe. Geplant ist demnach unter anderem ein grundsĂ€tzliches Verbot der Anbindehaltung von Rindern, die sich frei bewegen können sollten. ZunĂ€chst berichtete der «Tagesspiegel» darĂŒber.

Im Blick stehen laut Ministerium außerdem auch eine Verpflichtung zu Videoaufnahmen in Schlachthöfen und schĂ€rfere Vorgaben zu Eingriffen wie dem KĂŒrzen der RingelschwĂ€nze von Ferkeln. Verboten werden soll zudem das Schlachten hochtrĂ€chtiger Schafe und Ziegen.

Was soll sich bei Haustieren Àndern?

Bei Haustieren stehe im Mittelpunkt, die Herkunft von Tieren besser zurĂŒckverfolgen zu können und so zum Beispiel illegalen Welpenhandel wirksamer zu unterbinden. Kommen sollen Regelungen fĂŒr Anbieter von Online-Plattformen, wie die Sprecherin erlĂ€uterte. Geregelt werden sollen demnach auch Grundlagen fĂŒr eine verpflichtende Kennzeichnung und Registrierung von Katzen und Hunden. Untersagt werden soll, dass Tiere, die aus quĂ€lerischen Zuchtmethoden stammen, auf Ausstellungen prĂ€sentiert werden. Das soll die Nachfrage nach diesen Tieren senken.

Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten wertete die Reform als Anfang. Bis zu einem Gesetz, das Tiere wirklich schĂŒtze, sei es aber noch ein weiter Weg. Zu begrĂŒĂŸen seien in einem ersten Entwurf vorgesehene höhere Sanktionen bei TierquĂ€lerei. UnverstĂ€ndlich sei aber, dass etwa Amputationen von RingelschwĂ€nzen aus wirtschaftlichen GrĂŒnden möglich bleiben sollten. Anbindehaltung mĂŒsse nicht nur ganzjĂ€hrig, sondern auch saisonal verboten werden.

SPD, GrĂŒne und FDP haben im Koalitionsvertrag vereinbart, «bestehende LĂŒcken» in der Nutztierhaltungsverordnung zu schließen und das Tierschutzgesetz zu verbessern. Unter anderem soll es «spĂ€testens in zehn Jahren» beendet werden, dass Tiere im Stall angebunden bleiben.

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