Trumps, Brics-UnterstĂŒtzern

Trumps droht Brics-UnterstĂŒtzern mit zusĂ€tzlichen Zöllen

07.07.2025 - 08:24:51

Im Konflikt mit der Staatengruppe Brics droht US-PrÀsident Donald Trump mit weiteren Zöllen.

"Jedes Land, das sich der antiamerikanischen Politik der BRICS anschließt, wird mit einem ZUSÄTZLICHEN Zollsatz von 10 % belastet", verkĂŒndete Trump auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social. Die Brics-Staaten, zu denen auch Russland gehört, hatten am Sonntag in Rio de Janeiro die Zunahme einseitiger Zölle in der Handelspolitik kritisiert.

Trump bekrĂ€ftigte zudem seine AnkĂŒndigung, ab Montag Briefe zu Zöllen oder Abkommen mit verschiedenen LĂ€ndern zu verschicken. Der Versand soll demnach um 12.00 Uhr (Ortszeit) beginnen. Der Republikaner hatte zuvor von zwölf Briefen gesprochen. Ob auch EU-Staaten darunter sind, ist weiterhin unklar. Einzelheiten zu den Schreiben nannte er nicht.

Der Zeitpunkt ist passend: Denn in dieser Woche könnte ein möglicher Zoll-Deal zwischen der EU und den USA geschlossen werden. Denn am 9. Juli endet die von Trump gesetzte rund dreimonatige Verhandlungsfrist. Danach könnten - so frĂŒhere Aussagen von Trump - weitere Zölle auf EU-Einfuhren in Kraft treten, falls die EU in Handelsfragen nicht entgegenkommt. Zwischen beiden Seiten hatten in den vergangenen Wochen bereits Verhandlungen stattgefunden.

Trump drohte Brics-Staaten mit Zöllen von 100 Prozent

Trump hatte im April einen Basiszoll in Höhe von zehn Prozent auf fast alle Importe aus der EU eingefĂŒhrt. ZusĂ€tzlich gelten Sonderzölle auf bestimmte Produkte, etwa auf Stahl- und Aluminium- sowie Autoimporte. Mit seiner Zollpolitik will Trump, dass mehr in den USA selbst produziert wird.

Die AbkĂŒrzung Brics steht fĂŒr die Anfangsbuchstaben der ersten fĂŒnf Mitglieder der Staatengruppe: Brasilien, Russland, Indien, China und SĂŒdafrika. Anfang 2024 kamen der Iran, Ägypten, Äthiopien und die Vereinigte Arabische Emirate dazu. Trump hatte den LĂ€ndern des BĂŒndnisses zu Jahresbeginn bereits mit Zöllen in Höhe von 100 Prozent gedroht, sollten sie sich vom US-Dollar als internationales Zahlungsmittel abwenden.

@ dpa.de