Gewerkschaften bestreiken Lufthansa-Tochter Discover
26.08.2024 - 17:30:37Passagiere der Lufthansa-Tochter Discover Airlines mĂŒssen in den kommenden Tagen mit FlugausfĂ€llen und VerspĂ€tungen rechnen. Die Gewerkschaften Vereinigung Cockpit (VC) und Ufo haben die Piloten und das Kabinenpersonal zu einem viertĂ€gigen Streik aufgerufen, der von diesem DienstagfrĂŒh bis einschlieĂlich Freitag (30. August) dauern soll. Betroffen sind alle AbflĂŒge aus Deutschland.
Discover Airlines erklĂ€rte, man arbeite daran, die Auswirkungen fĂŒr FluggĂ€ste so gering wie möglich zu halten und möglichst viele FlĂŒge durchzufĂŒhren. Passagiere sollten regelmĂ€Ăig ihren Flugstatus prĂŒfen und Kontaktdaten in ihrer Buchung hinterlegen. Im viertĂ€gigen Streikfenster seien rund 270 FlĂŒge von Discover Airlines auf der Kurz-, Mittel- und Langstrecke ab Frankfurt und MĂŒnchen geplant.
Genaue Zahlen zu erwarteten FlugausfĂ€llen gab es von der Airlines zunĂ€chst nicht. Die Gewerkschaft Ufo rechnet damit, dass Lufthansa mit der Umverteilung von FlĂŒgen auf andere Konzerngesellschaften die Auswirkungen des Streiks abfedern wird.Â
Der 2021 gegrĂŒndete Ferienflieger Discover Airlines startet mit 27 Flugzeugen von MĂŒnchen und Frankfurt zu Urlaubszielen in Europa und Ăbersee. An Bord arbeiten rund 1.900 Menschen, von denen eine unbekannte Zahl gewerkschaftlich organisiert ist.
Hintergrund des Arbeitskampfs ist ein Konflikt mit der Gewerkschaft Verdi, die bei der jungen Fluggesellschaft erste TarifvertrĂ€ge fĂŒr Piloten und Flugbegleiter der Discover abgeschlossen hat. Die Forderungen von Ufo und VC weichen kaum von dem Abschluss mit Verdi ab, die Spartengewerkschaften wollen aber eigene Tarifwerke durchsetzen. Verdi habe im Flugbetrieb nicht ausreichend viele Mitglieder und sei vom Lufthansa-Management als Tarifpartner eingesetzt worden, meinen sie.Â
Die VC-Piloten haben schon im Winter in drei Runden gestreikt. Auch die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hatte ihre Mitglieder zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, um Verhandlungen zu erzwingen.Â





