Deutschlandticket, Deutschland

StÀdtetag: Bund muss Deutschlandticket mittragen

01.10.2023 - 08:46:16

Im nĂ€chsten Jahr werden die EinnahmeausfĂ€lle durch das gĂŒnstige Ticket weiter steigen. Eine Einigung zur Weiterfinanzierung zwischen Bund und LĂ€ndern gibt es bislang nicht. Das sorgt fĂŒr Ärger.

Der Deutsche StÀdtetag hat die Bundesregierung aufgefordert, sich an den erwarteten Mehrkosten des Deutschlandtickets im nÀchsten Jahr zu beteiligen.

«Dass Bundesverkehrsminister Volker Wissing die Finanzierung des Defizits ab 2024 ĂŒber den bisherigen Bundesanteil von 1,5 Milliarden Euro hinaus und weitere GesprĂ€che mit den LĂ€ndern ablehnt, ist absolut inakzeptabel», sagte HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Helmut Dedy den Zeitungen der Funke Mediengruppe. «Ohne finanzielle Garantien von Bund und LĂ€ndern steht das Deutschlandticket vor dem Aus.»

Dedy: «Der Bund muss seine Blockade schnell aufgeben»

In diesem Jahr finanzierten Bund und LĂ€nder noch je zur HĂ€lfte die EinnahmeausfĂ€lle durch das gĂŒnstige Ticket von bis zu drei Milliarden Euro. Doch sei absehbar, dass sich die Defizite im nĂ€chsten Jahr auf mehr als vier Milliarden Euro erhöhen könnten, sagte Dedy. Bei der Sonderkonferenz der Verkehrsminister am Donnerstag hatte es keine Einigung auf eine Weiterfinanzierung gegeben. «Die Zeit drĂ€ngt», sagte Dedy. «Der Bund muss seine Blockade schnell aufgeben.» Bis zum Jahresende sei eine Lösung notwendig. «Sonst bleibt das Deutschlandticket ein einmaliger Feldversuch fĂŒr wenige Monate.»

Bund und LĂ€nder hĂ€tten das Deutschlandticket beschlossen und mĂŒssten jetzt auch dauerhaft fĂŒr den Ausgleich der Mindereinnahmen sorgen. «Die StĂ€dte haben mit ihren Verkehrsunternehmen alles darangesetzt, das Ticket so schnell wie möglich einzufĂŒhren und ihm zum Erfolg zu verhelfen», sagte Dedy. «Allerdings können wir nicht die Defizite aus dem vergĂŒnstigten Ticketpreis ausgleichen.»

@ dpa.de