LĂ€nder fordern vom Bund Geld fĂŒr Digitalpakt Schule
05.07.2024 - 14:04:29In einer vom Bundesrat verabschiedeten EntschlieĂung fordern sie die Bundesregierung auf, die dazu nötige Verwaltungsvereinbarung fĂŒr einen Digitalpakt 2.0 unverzĂŒglich abzuschlieĂen. Der Bund mĂŒsse Mittel von mindestens 1,3 Milliarden Euro jĂ€hrlich fĂŒr den gesamten kĂŒnftigen Förderzeitraum 2025 bis 2030 sicherstellen.
Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) verlangte vom Bund mehr finanzielles Entgegenkommen. "Wenn wir die gemeinsame Erfolgsstory Digitalpakt Schule tatsĂ€chlich fortsetzen wollen, dann brauchen wir jetzt ein klares Bekenntnis des Bundes - und zwar mindestens in der GröĂenordnung des ersten Digitalpakts." Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) betonte, Schulen und SchultrĂ€ger brĂ€uchten jetzt Planungssicherheit. "SchultrĂ€ger und LĂ€nder werden das nicht gemeinsam ohne den Bund wuppen können."
Der erste Digitalpakt lief im vergangenen Mai aus. Daran hatte sich der Bund seit 2019 mit 6,5 Milliarden Euro beteiligt. Mit dem Geld wurden fĂŒr die Schulen zum Beispiel Laptops und digitale Tafeln finanziert. Der Bund trug 90 Prozent der Kosten. Die restlichen 10 Prozent wurden von LĂ€ndern und Kommunen ĂŒbernommen. KĂŒnftig will der Bund eine 50/50-Finanzierung.
Der StaatssekretĂ€r im Bundesfinanzministerium, Jens Brandenburg (FDP), bekrĂ€ftigte diese Position und warf den LĂ€ndern vor, darauf nicht einzugehen. Er spielte den Ball ins Feld der LĂ€nder zurĂŒck: "Es ist nicht der Bund, der auf der Bremse steht." Der FDP-Politiker sorgte fĂŒr erheblichen Unmut, weil er die Aussprache als eine "teils unverschĂ€mte MĂ€rchenstunde" bezeichnete und den LĂ€ndern eine "teils scheinheilige Schuldzuweisung" vorwarf. Eine derartige verbale SchĂ€rfe ist im Bundesrat absolut unĂŒblich.

