Energieverband drÀngt auf rasche Klarheit bei HeizungsplÀnen
29.05.2023 - 15:42:04 | dts-nachrichtenagentur.deDie Bundesregierung habe den Fehler gemacht, nicht frĂŒhzeitig das GesprĂ€ch mit den Praktikern zu suchen, sagte sie der "SĂŒddeutschen Zeitung" (Dienstagsausgabe). "Allein wir hĂ€tten da schon eine Menge Fragen, aber auch LösungsvorschlĂ€ge gehabt."
Stattdessen seien nun Millionen Haushalte verunsichert. "Die Menschen tappen im Dunkeln", kritisierte Andreae. Vor allem die Infrastruktur sei bei den bisherigen Planungen zu wenig mitgedacht worden. So wĂŒrden WĂ€rmepumpen nicht gleichmĂ€Ăig ĂŒber das Jahr betrieben, sondern besonders stark im Winter. "FĂŒr das Stromnetz ist das eine riesige Herausforderung", warnte Andreae, die fĂŒr die GrĂŒnen lange Jahre im Bundestag saĂ. Auch sei fĂŒr viele Energieunternehmen unklar, was aus ihrem Gasnetz wird, wenn immer weniger Gas verbraucht wird. Das alles wirke sich auch auf Verbraucher aus, etwa, wenn die Gasheizung kaputtgeht. Nach dem derzeitigen Entwurf hĂ€tten sie dann noch drei Jahre Zeit, ihre Anlage auf 65 Prozent erneuerbare Energie umzustellen. "Das örtliche Stadtwerk kann aber vielleicht noch gar nicht sagen, was in drei Jahren sein wird", so Andreae. "Ist das Stromnetz ertĂŒchtigt, gibt es vielleicht FernwĂ€rme, welche Rolle spielen Wasserstoff oder Biomethan?" Deshalb sei es wichtig, zuerst "kommunale WĂ€rmeplĂ€ne" aufzustellen, die den geplanten Ausbau der Netze skizzieren. Welche Lösung wo sinnvoll sei, sei von Ort zu Ort verschieden. Zugleich verlangte Andreae rasch Klarheit. "Wir sehen ja schon Vorzieheffekte beim Kauf von Ăl- oder Gasheizungen", beklagte sie. "Je spĂ€ter ein GebĂ€udeenergiegesetz Planungssicherheit herstellt, desto lĂ€nger wird dieser Effekt andauern."
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
