ROUNDUPSuper, Tuesday

Vorwahlen in mehr als einem Dutzend Staaten

05.03.2024 - 07:20:02

Im US-PrĂ€sidentschaftswahlkampf steht an diesem Dienstag der nĂ€chste große Meilenstein an.

Am "Super Tuesday" halten die Republikaner und Demokraten in mehr als einem Dutzend Bundesstaaten parteiinterne Vorwahlen ab, unter anderem in Alabama, Kalifornien, Colorado, Maine, Minnesota, North Carolina, Texas und Virginia. Abgestimmt wird dort darĂŒber, wer fĂŒr die beiden Parteien jeweils bei der PrĂ€sidentenwahl Anfang November als Kandidat ins Rennen gehen soll. Bei Parteitagen im Sommer werden die Kandidaten dann offiziell gekĂŒrt.

Trump auf Erfolgskurs

Bei den Republikanern liefern sich der frĂŒhere PrĂ€sident Donald Trump und die ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, ein Duell um die Nominierung ihrer Partei. Trump liegt dabei haushoch in FĂŒhrung, hat bislang fast alle Vorwahlen mit Leichtigkeit gewonnen und ist auch bei den weiteren Abstimmungen der klare Favorit. Haley hatte am Sonntag zwar erstmals eine der Vorwahlen fĂŒr sich entschieden: allerdings lediglich im Hauptstadtdistrikt Washington, der als Hochburg von Trump-Gegnern gilt und zahlenmĂ€ĂŸig in dem Rennen nicht sehr ins Gewicht fĂ€llt.

Trump liegt in Umfragen vorn. Der 52 Jahre alten Haley werden keine Chancen eingerÀumt, noch nennenswerte Erfolge einzufahren oder gar die Kandidatur ihrer Partei zu gewinnen.

FĂŒr die Demokraten möchte Amtsinhaber Joe Biden fĂŒr eine weitere Amtszeit kandidieren. Der 81-JĂ€hrige hat in dem internen Rennen seiner Partei keine ernst zu nehmende Konkurrenz. Derzeit deutet also alles darauf hin, dass am Ende erneut Biden und Trump gegeneinander antreten dĂŒrften.

Sieg fĂŒr Trump bei weiterer Vorwahl

Seinen jĂŒngsten Sieg fuhr Trump am Montagabend (Ortszeit) wie erwartet bei der Vorwahl im Bundesstaat North Dakota ein. Der 77-JĂ€hrige siegte nach Prognosen der Sender Fox News und NBC in dem Bundesstaat im Norden der USA klar. Trump kam nach AuszĂ€hlung fast aller Stimmen auf knapp 85 Prozent, seine als etwas gemĂ€ĂŸigter geltende Konkurrentin Nikki Haley auf gut 14 Prozent. Weitere Stimmen entfielen auf andere Kandidaten.

Der lÀndliche Bundesstaat mit der Hauptstadt Bismarck ist konservativ geprÀgt und hat rund 775 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Im Rennen um die Kandidatur hat North Dakota keine herausgestellte Bedeutung. Es gibt nur 29 der 2429 Delegierten zu gewinnen. Sollte Trump am Ende der AuszÀhlung noch immer mehr als 60 Prozent der Stimmen hinter sich versammelt haben, werden alle Delegiertenstimmen des Bundesstaats an ihn gehen. Es wurde nicht klassisch in Wahllokalen, sondern bei kleinen Parteiversammlungen abgestimmt - sogenannten Caucus-Treffen.

Supreme Court entscheidet im Sinne Trumps

Und noch einen bedeutenden Erfolg konnte Trump am Montag fĂŒr sich verbuchen. Der Republikaner wehrte erfolgreich Versuche seiner Gegner ab, ihn aus dem Rennen um die PrĂ€sidentschaft auszuschließen. Der Supreme Court entschied einstimmig, dass Colorado und andere Bundesstaaten keine Befugnis haben, den Republikaner vom Wahlzettel der parteiinternen Vorwahlen zu streichen. Diese liege stattdessen beim US-Kongress. Dieser Teil der Entscheidung wurde nicht mehr einstimmig getroffen. Vier Richterinnen ging diese Festlegung zu weit. Mit der Entscheidung schaffte das Gericht kurz vor dem wichtigen Vorwahltag "Super Tuesday" Klarheit.

Die Entscheidung war zwar keine Überraschung, aber dennoch von großer Tragweite. KlĂ€ger versuchten seit einiger Zeit in verschiedenen Bundesstaaten, Trumps Teilnahme an den Vorwahlen zu verhindern und den Namen des 77-JĂ€hrigen von Wahlzetteln streichen zu lassen. Hintergrund der Auseinandersetzung ist der beispiellose Angriff auf den US-Parlamentssitz vor fast genau drei Jahren. AnhĂ€nger Trumps hatten am 6. Januar 2021 gewaltsam das Kapitol in Washington gestĂŒrmt. Dort war der Kongress zusammengekommen, um den Sieg des Demokraten Biden bei der PrĂ€sidentenwahl von 2020 formal zu bestĂ€tigen. Den erkennt Trump bis heute nicht an./trö/DP/zb

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